Was kann man nach in einer postapokalyptischen Wüstenlandschaft spielenden Kino-Wunderwerken wie „The Book Of Eli“, „The Road“ oder natürlich der „Mad Max“-Reihe auf diesem Feld noch groß Neues bringen? Nein, dem Verfasser dieser Zeilen fällt diesbezüglich ebenfalls nicht viel ein. Trotzdem ist es natürlich legitim, weiterhin Filme in diese Richtung zu drehen – zumindest so lange man ein paar originelle Einfälle für das Ambiente und die sich darin bewegenden Figuren zu bieten hat.
Der im US-Indie-Projekt „The Protector“ zur Belustigung der Massen betriebene Sport ist in dieser Hinsicht schon mal recht vielversprechend. „Dirt-Jousting“ heißt das Ganze und dürfte an den klassischen Ritterwettkampf Tjost angelehnt sein. Allerdings duellieren sich die mit Lanzen bewaffneten Kontrahent*innen hier nicht auf Pferderücken, sondern auf Motorhauben hochgetunter Autos.
Was der neue Streifen von „10.000 A.D. - Black Pearl“-Regisseur Raul Gasteazoro sonst noch an coolen Einfällen auf Lager hat, können nordamerikanische Filmfans bereits seit Ende Mai auf ausgewählten Kinoleinwänden oder wahlweise als Video-on-Demand überprüfen. Wann und auf welchem Weg „The Protector“ nach Deutschland kommt, ist indes noch unklar.
Der bekannteste Name auf der Besetzungsliste von „The Protector“ ist zweifellos der von Graham Greene. Viele von euch werden den mittlerweile über 70-jährigen Hollywood-Veteran und einstigen Oscarkandidaten aus Klassikern wie „Der mit dem Wolf tanzt“, „Stirb langsam“ oder „The Green Mile“ wiedererkennen.
Für weitere große Rollen standen Marguerite Moreau („The Pitt“), Christopher Redman („Percy Jackson 2 - Im Bann des Zyklopen“), Ary Katz („J. Edgar“) und Jade Tailor aus der Serie „The Magicians“ vor Raul Gasteazoros Kamera.
Das passiert in "The Protector"
Der von Kriegen, Hungersnöten, Dürren und anderen Katastrophen heimgesuchte Westen Nordamerikas ist völlig verwüstet. Es kommen kaum noch Kinder zur Welt, Wasser ist nahezu nicht mehr vorhanden und Frieden ist längst ein Fremdwort. In dieser Atmosphäre hat sich das Dirt-Jousting zum Volkssport entwickelt. Für die Athlet*innen geht es dabei um Sieg oder Tod. Die Einzige, die jemals eine Niederlage überlebt hat, ist Key (Marguerite Moreau).
In einer Zwangslage geht sie einen Deal mit Gael (Ary Katz) ein, dem Anführer einer brutalen Bande von Gesetzlosen. Sein Auftrag an sie ist ebenso simpel wie lebensgefährlich: Unter dem autonomen Gebiet eines Ureinwohnerstamms befindet sich die letzte Süßwasserquelle der gesamten Region. Und an die will Gael natürlich herankommen. Key ist die Einzige, die eine Karte hat, mit der sie alle Sprengfallen und Tretminen umgehen kann, die die Quelle umgeben …
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Wie es derweil mit dem „Mad Max“-Franchise weitergehen könnte, lest ihr im folgenden Artikel:
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