Heute im TV: Dreckig-brutaler Survival-Thriller – ein "Outlander"-Star kämpft ums Überleben
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes aktuelle Lieblingsfilme sind "Train Dreams", "Hamnet", "Song Sung Blue" und "Sentimental Value".

Spannung, ein stimmiges Szenario und eine Reihe krasser Figuren: Der Indie-Reißer „Hunter's Creek - Gefährliche Beute“ mag nicht gerade für Preise in Sachen Originalität in Frage kommen, bietet aber völlig adäquate Dienstagsabend-Unterhaltung.

Hunter's Creek - Gefährliche Beute“ spielt in der tiefsten US-Provinz, wo anscheinend größtenteils noch immer nach Wildwest-Manier gelebt wird. Zumindest sehen die meisten der hier gezeigten Charaktere Gesetze offenbar nicht wirklich als bindend, sondern allenfalls als Vorschläge an. Diese lokale Attitüde droht einer jungen, auf der Durchreise befindlichen Frau zum Verhängnis zu werden.

„Hunter's Creek“ wird am heutigen 14. Oktober 2015 um 20.15 Uhr auf Tele 5 zu gezeigt. Da der Titel mit einer FSK-16-Freigabe versehen wurde, darf er zu dieser frühen Stunde nur um die deftigsten Gewaltspitzen gekürzt laufen. Laut Schnittberichte handelt es sich dabei allerdings lediglich um 33 fehlende Sekunde. In voller Länge kann der Streifen aber im Rahmen der Wiederholung ausgestrahlt werden, die noch in derselben Nacht um 2.55 Uhr folgt. Garantiert uncut ist er zudem als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben*. Alle Abonnent*innen von Amazon Prime Video können „Hunter's Creek“ aktuell übrigens ohne Aufpreis im Rahmen des Flatrate-Programms streamen:

Die Hauptrolle in „Hunter's Creek“ spielt Hermione Corfield, die hier erstmals im Mittelpunkt eines Films stand. Zuvor hatte die Britin zwar bereits in Blockbustern wie „Maleficent“, „Mission: Impossible - Rogue Nation“ und „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ mitgewirkt – dies allerdings nur in kleineren Nebenparts.

Ihr überzeugender Auftritt in „Hunter's Creek“ verhalf der Mimin danach zu größeren Rollen wie an der Seite von Pierce Brosnan im Heist-Thriller „The Misfits“, im Kriegs-Drama „The Road Dance“ sowie als Mitglied des Hauptcasts der Crime-Serie „We Hunt Together“. Aktuell könnt ihr Corfield in der von Millionen „Outlander“-Fans auf der ganzen Welt sehnsüchtig erwarteten Prequel-Serie „Outlander: Blood Of My Blood“ erleben. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel:

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"Hunter's Creek": Das ist die Story

Sawyer (Hermione Corfield) steht kurz vor ihrem College-Abschluss und hat hohe Ziele. Als sich die Möglichkeit ergibt, eine Stelle bei einer großen Bank in Washington D.C. zu ergattern, macht sich die Einzelgängerin gleich zum Vorstellungsgespräch auf. Unterwegs im ländlichen Kentucky nimmt sie allerdings eine falsche Abzweigung und verfährt sich in den Wäldern. Als sie verzweifelt anhält, stehen plötzlich zwei Männer (Micah Hauptman, Daniel R. Hill) neben ihr und bieten Hilfe an.

Zunächst ist Sawyer erleichtert, doch die Kerle werden sofort zudringlich. Die junge Frau wehrt sich, trägt dabei allerdings eine Stichwunde am Bein davon. Trotzdem gelingt ihr die Flucht ins Dickicht, wo sie aufgrund des Blutverlustes aber bald das Bewusstsein verliert. Über Nacht wird sie vom lokalen Drogendealer Lowell (Jay Paulson) aufgelesen, der ihre Wunde versorgt und sie vor den sie noch immer verfolgenden Hinterwäldlern in seiner Crystal-Meth-Küche versteckt. Doch kann sie ihm wirklich trauen?

Hunter's Creek - Gefährliche Beute
Hunter's Creek - Gefährliche Beute
Starttermin 26. August 2021 | 1 Std. 48 Min.
Von Jen McGowan
Mit Hermione Corfield, Jay Paulson, Sean O'Bryan
User-Wertung
3,1
Im Stream

Slowburn-Spannung

„Hunter's Creek - Gefährliche Beute“ ist der zweite Langfilm von Jen McGowan. „Kelly & Cal“, das Debüt der Regisseurin, war noch eine romantische Komödie. Trotz begrenzten Budgets machte McGowan hier dennoch einen guten Job. Die Story mag ein paar Klischees – vor allem in Bezug auf die Bösewichte – enthalten, aber sowohl die Atmosphäre als auch das Slowburn-Tempo und die kompromisslose Härte des Thrillers stimmen, der langsam, aber zielsicher auf seinen dann ebenfalls nicht enttäuschenden Höhepunkt zusteuert.

Zudem schaffte die Filmemacherin es, die im Vergleich zu ihren Widersachern kleine und zierliche Protagonistin selbst in den physischen Auseinandersetzungen mit diesen immer glaubhaft wirken zu lassen. Was Sawyer nicht mit Muskelkraft erledigen kann, macht sie mit Hirn, Ausdauer (schließlich wird sie schon in der Eröffnungsszene als fähige Langstreckenläuferin etabliert) und purem Willen wett. Wer keinen Hochglanz-Actioner erwartet und sich im Klaren darüber ist, dass sich die Spannung hier eher aus der Situation und der Atmosphäre als aus Shootouts im Minutentakt speist, dürfte mit „Hunter's Creek“ durchaus einiges an Freude haben.

Wer noch mehr Thriller-Spannung will, schaltet danach einfach auf Netflix um:

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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