Obwohl er erst drei Filme gemacht hat, hat sich S. Craig Zahler bereits einen Ruf als einer der spannendsten Genre-Regisseure der Gegenwart erarbeitet: „Bone Tomahawk“ war ein kompromisslos-brutaler Western mit Horror-Anleihen und „Brawl In Cell Block 99“ ein ebenso hartes Grindhouse-Gefängnisdrama. Doch was Zahlers Filme auszeichnet, bringt vielleicht am besten sogar sein dritter Film auf den Punkt: „Dragged Across Concrete“.
Der Titel (auf Deutsch etwa „über den Beton geschleift“) deutet bereits an, dass auch dieser Film kein Zuckerschlecken ist, und dieses Versprechen hält Zahler mit seinem knüppelharten Cop-Thriller auch ein. Euch erwartet ein roher, zynischer, mit krassen Gewaltspitzen gewürzter Thriller, dessen Welt ebenso gnadenlos ist wie die Figuren, die sie bevölkern. Davon könnt ihr euch ab sofort im Streaming-Abo vergewissern, denn „Dragged Across Concrete“ ist nun bei Amazon Prime Video enthalten:
Unser Autor Christian Fußy vergibt in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 Sternen für „Dragged Across Concrete“ und beschreibt bereits einleitend die unterschiedlichen Stärken des Films, der „zu gleichen Teilen als ethische Versuchsanordnung, intensives Charakter-Drama, grandios-geduldig inszeniertes Spannungskino, politische Korrektheit mit Füßen tretende Provokation und vor allem in den Gewaltszenen absurd überhöhter Exploitation-Trash funktioniert“.
Dabei kann Zahler selbst nicht nur ein weiteres Mal sein Talent als Regisseur unter Beweis stellen, wenn er die Spannungsschraube langsam anzieht, nur um dann immer wieder explosive, aber auf ihre Essenz heruntergebrochene Actionszenen einzustreuen – die zudem so rücksichtslos konsequent sind, dass man sich bei keiner Figur sicher sein kann, ob sie die nächste Szene noch erlebt.
Mit Vince Vaughn (der bereits in „Brawl In Cell Block 99“ seine 1,96 Meter Körpergröße in die Waagschale werfen konnte) und vor allem Mel Gibson hat er auch zwei passende Stars vor die Kamera geholt, die hier als knallharte, rassistische, aber auch mit den Folgen ihrer Taten ringende Cops groß aufspielen. „Gibson ist mittlerweile ja fast schon bekannter für seine rassistischen und antisemitischen Ausfälle als für seine großen Rollen“, bringt es Christian Fußy in seiner Kritik auf den Punkt, die zudem mit „Mel Gibson in der Rolle seines Lebens“ überschrieben ist.
In „Dragged Across Concrete“ geht es um die Cops Brett Ridgeman (Mel Gibson) und Anthony Lurasetti (Vince Vaughn), die in den Ghettos der fiktiven Stadt Bulwark Jagd auf Drogendealer und Waffenschieber machen, und dabei des öfteren über die Stränge schlagen. Als sie dabei gefilmt werden, wie sie einen Kriminellen misshandeln und das Video bei der Presse landet, werden sie vorübergehend suspendiert.
Der frustrierte Ridgeman sieht die Zeit gekommen, auf die andere Seite des Verbrechens zu wechseln, und überredet Lurasetti, gemeinsam mit ihm den Gangster Lorentz Vogelmann (Thomas Kretschmann) und seine Crew um ihre Beute zu bringen. Doch der Plan läuft schon bald aus dem Ruder...
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