Fans der „The Witcher“-Bücher und/oder -Videospiele wissen es sowieso schon und auch in der Netflix-Serie „The Witcher“ werden früh die ersten Hinweise gestreut, bevor dann schließlich die Wahrheit enthüllt wird: Der von „Matrix“-Star Laurence Fishburne gespielte Emiel Regis Rohellec Terzieff-Godefroy ist nicht einfach nur der Barbier und Alchimist, als der er sich in der zweiten Folge von Staffel 4 vorstellt, sondern ein Vampir – und zwar alles andere als ein gewöhnlicher, wie Fishburne betont!
Gegenüber dem Netflix-Blog Tudum erklärte Laurence Fishburne nämlich, wie sich Regis in das Figurenensemble von „The Witcher“ einfügt und was die Beziehung seiner Figur zu Geralt (Liam Hemsworth) zu besonders macht. Schließlich würden der Monsterjäger und das Monster unter normalen Umständen auf unterschiedlichen Seiten stehen.
Regis als Mentor für Geralt
„Geralt und Regis freunden sich an, weil Regis älter und vielleicht ein bisschen weiser ist, und ein bisschen mehr darüber nachdenkt, wann man zur Tat schreiten sollte“, so Fishburne. „Das hilft Geralt in der schwierigen Lage, in der er sich befindet, er will [Ciri] und seine große Liebe Yennefer finden. Geralt wird in dieser Staffel viel introspektiver und kämpft wirklich mit seinen tieferen Emotionen. […] Und durch seine Beziehung zu Regis lernt er mehr und mehr damit entspannter umzugehen.“
Zudem gebe es auch noch die Verbindung, dass beide keine menschlichen Wesen seien, so Fishburne weiter: „Sie wurden beide genetisch modifiziert, verändert, wie auch immer man es nennen will. Das haben sie gemeinsam. […] Dieser Vampir unterscheidet sich hinsichtlich seiner Erschaffung ein wenig von einem traditionellen Vampir, nicht ganz unähnlich der Erschaffung eines Hexers.“
Was Fishburne damit meint und auch in der Serie angedeutet wird, etwa in Regis' Flashback in Folge 5: Vampire in der Welt von „The Witcher“ haben wenig mit den Vampiren zu tun, die man aus der Popkultur kennt. So sind sie etwa weder anfällig für Sonne, Knoblauch oder Holzpflöcke, noch erschafft ihr Biss einen neuen Vampir. Stattdessen sind sie einfach eine andere Spezies, die durch die sogenannte Sphärenkonjunktion auf derselben Welt wie Menschen, Elfen und Zwerge gelandet ist.
Über den Flashback mit Regis' Hintergrundgeschichte haben wir übrigens auch mit Laurence Fishburne gesprochen, als wir ihn für „The Witcher“ Staffel 4 interviewt haben:
Blut als Metapher für Alkohol
Das alleine wäre womöglich nicht genug, um die beiden Figuren zusammenzuschweißen, doch es gibt ja noch einen anderen spannenden Aspekt an Regis: Er ist ein Vampir, der kein Blut trinkt. „Er hat dem Blut abgeschworen aufgrund eines tragischen Ereignisses in seiner Vergangenheit, zu dem es wegen seiner Sucht nach Blut kam“, erklärte Fishburne unter Verweis auf die besagte Folge 5. „Das hilft Geralt ebenfalls dabei, ihn als Teil seiner Gruppe zu akzeptieren.“
Genau diesen Aspekt der Figur Regis betonte auch „The Witcher“-Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich gegenüber Tudum: „Ich wollte in Regis' Hintergrundgeschichte einsteigen, eine Geschichte über Sucht, was eine sehr interessante Sache in einer Fantasy-Welt ist. Es ist die Geschichte eines Vampirs, der süchtig nach Blut wurde und deswegen alles, was ihm wichtig war, verloren hat. Wenn wir Regis treffen, ist er unsere Version von trocken. Er trinkt kein Blut mehr“.
„Ist er immer noch ein Vampir? Absolut, aber in Wahrheit ist er auf seinem eigenen Weg der Wiedergutmachung für viele Dinge, die er in seiner Vergangenheit getan hat“, fügte die Showrunnerin noch hinzu. Ein Wiedersehen mit Regis gibt es dann auch in der bereits bestätigten fünften Staffel „The Witcher“. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
"The Witcher": Wann und wie geht es in Staffel 5 auf Netflix weiter?