Diese "The Big Bang Theory"-Folgen brechen mit einer der wichtigsten Regeln der gesamten Serie!
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Sheldon Stammplatz auf der Couch gilt als unverrückbar – zumindest später in der Serie. In den frühen Staffeln sitzen andere Charaktere dort jedoch einfach, ohne dass Sheldon reagiert. Ein kurioser Fehler, der Fans heute zum Schmunzeln bringt.

Was für Fans von „The Big Bang Theory“ als unumstößliche Regel gilt, wurde in den frühen Folgen der Serie offenbar noch nicht konsequent umgesetzt: Sheldons Stammplatz auf der Couch wurde in manchen Szenen schlicht ignoriert – und der Meister selbst reagierte nicht einmal!

Schon in der ersten Staffel tauchen mehrere Momente auf, in denen Leonard (Johnny Galecki, „Schöne Bescherung“) oder Penny (Kaley Cuoco, „Role Play“) auf Sheldons Platz sitzen, ohne dass er sich aufregt. Normalerweise sorgt diese „Stammplatz-Regel“ für endlose Streitigkeiten und kleine Katastrophen in der Wohnung der Charaktere, doch in diesen Szenen scheint sie schlicht nicht zu existieren.

Besonders deutlich wird das in Staffel 1, Folge 13 („Superbowl für Physiker“), in der Leonard auf dem Platz sitzt, während Sheldon sich auf einen Stuhl zurückzieht – wie auch das untere Beweisbild aus der Episode zeigt. Ein weiteres Beispiel findet sich in Staffel 2, Folge 1 („Milch mit Valium“), wo Raj kurzzeitig denselben Platz einnimmt, ohne dass Sheldon dagegen protestiert.

Sitzt Leonard da etwa ungehindert und unkommentiert auf Sheldons Stammplatz? CBS
Sitzt Leonard da etwa ungehindert und unkommentiert auf Sheldons Stammplatz?

Dann wurde die Sofa-Regel von Sheldon etabliert

Ein besonders bemerkenswerter Moment zeigt Sheldon (Jim Parsons, „Hidden Figures“) selbst, wie er freiwillig einen anderen Platz auf der Couch wählt. Dass er in dieser Situation so gelassen reagiert, widerspricht nicht nur seinem später etablierten Verhalten, sondern wirkt für aufmerksame Zuschauer*innen fast schon untypisch für den sonst so pedantischen Charakter. Erst ab Staffel 2, Folge 16 („Die Kissen-Katastrophe“) wird das Prinzip des Stammplatzes klar etabliert, als Penny auf dem Platz sitzt und Sheldon mit seiner typischen Pedanterie reagiert.

Fans der Sitcom haben diese Szenen oft mit Humor aufgenommen. In Foren und sozialen Medien wird diskutiert, warum Sheldon damals so gelassen blieb. Einige vermuten, dass das Konzept seines Stammplatzes noch nicht in Stein gemeißelt war, andere sehen darin einfach einen charmanten Produktionsfehler. Schließlich war die Serie in ihrer ersten Staffel noch dabei, den Charakter von Sheldon Cooper vollständig zu formen, und kleinere Abweichungen gehörten zum Lernprozess der Macher*innen.

Die Szenen zeigen zudem, wie stark die Serie mit wiederkehrenden Regeln und Gags arbeitet, um Humor zu erzeugen. Sheldons obsessive Bindung an seinen Stammplatz wurde in späteren Staffeln zu einem der markantesten Merkmale der Serie. In Staffel 4, Folge 7 („Besuch vom FBI“) oder Staffel 10, Folge 5 („Die Whirlpool-Kontamination“) sorgt der Platz für ganze Handlungsszenarien, wenn andere Charaktere darauf sitzen.

Interessant ist, dass gerade solche kleinen Inkonsistenzen den Reiz der Sitcom ausmachen: Sie lassen erkennen, wie sorgfältig Comedy entwickelt wird, und zeigen, dass selbst ein so strukturiertes Format wie „The Big Bang Theory“ in den ersten Staffeln kleine Unstimmigkeiten zulässt, die später mit großem Geschick korrigiert oder bewusst ausgeweitet werden.

Ebenfalls eine Unstimmigkeit lässt sich in einer Folge der dritten Staffel erkennen. Allerdings geht es hier nicht nur darum, dass Sheldon anders reagiert als sonst, sondern darum, dass der beliebte Nerd Opfer eines Streiches wird, der ihm in der Realität das Leben hätte kosten können. Mehr dazu im folgenden FILMSTARTS-Artikel:

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