Der 1985 in Israel mit dortigem Geld gedrehte „Delta Force“ läuft am 8. Februar 2026 um 22.15 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar um 0.25 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel als Blu-ray*, DVD* und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den Actioner unter obigem Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des MGM+-Channels anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 4,99 Euro pro Monat fällig.
Sagen wir es ganz offen: Der vom israelischen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Menahem Golan („Over The Top“) initiierte und mit Hilfe des israelischen Militärs realisierte „Delta Force“ ist ein reiner Propagandafilm. Die Amerikaner und natürlich die Israelis sind darin „die Guten“, während die Araber – in diesem Falle Palästinenser und Libanesen – eindimensional böse sind. Sie neiden den Yankees ihre Freiheit, ihren Reichtum und noch einiges mehr – weshalb sie sterben sollen. Platter und hohler geht es kaum.
Entsprechend vernichtend fielen damals selbst in Nordamerika die Kritiken aus. Diese hielten die dortigen Genre-Fans allerdings nicht davon ab, in die Kinos zu strömen und „Delta Force“ zu einem echten Hit zu machen, der noch zwei Sequels erhielt und in den 1990ern die fünfteilige Quasi-Spin-off-Reihe „Operation Delta Force“ inspirierte.
Wenn man den ideologischen Hintergrund des Films durchblickt hat – was wirklich nicht schwierig ist –, kann man trotz der von Klischees triefenden Story mit dem Kracher durchaus einiges an Spaß haben. Das liegt einerseits an den für 1980er-Verhältnisse ansprechend und aufwändig inszenierten Action-Setpieces, andererseits an der Besetzung. Denn neben dem einen sowohl kämpferisch als auch moralisch unfehlbaren US-Supersoldaten gebenden Chuck Norris („Missing In Action“) sind noch jede Menge damalige Stars dabei:
Erkennt ihr Liam Neeson?
Zu den im Sujet erfahrenen Recken wie Lee Marvin („Das dreckige Dutzend“), Robert Vaughn („Die glorreichen Sieben“), Robert Forster („Jackie Brown“), Steve James („American Fighter 1-3“), Bo Svenson („Der einsame Kämpfer“) und Ex-Kickbox-Weltmeister Howard Jackson („Braddock - Missing in Action 3“) gesellten sich auch reihenweise Darsteller*innen, die man in solch brachialem Material eigentlich nicht erwarten würde.
Bei einem Blick auf die Besetzungsliste fallen diesbezüglich gleich die Namen der deutschen Fassbinder-Muse Hanna Schygulla („Die Ehe der Maria Braun“), des Sinatra-Intimus Joey Bishop („Ocean's Eleven“) sowie des Oscargewinner*innen-Trios Shelley Winters („Das Tagebuch der Anne Frank“), Martin Balsam („Die zwölf Geschworenen“) und George Kennedy („Der Unbeugsame“) ins Auge.
In im Abspann nicht genannten Miniparts ohne eine einzige Dialogzeile sind zudem die damals noch unbekannten, späteren Publikumslieblinge Liam Neeson („Schindlers Liste“), Mykelti Williamson („Con Air“, „Forrest Gump“) und Kevin Dillon aus dem Serien-Hit „Entourage“ zu erleben. Alle drei spielen Soldaten in der von Norris’ und Marvins Charakteren geleiteten Spezialeinheit. Schaut doch mal, ob sie euch auffallen. Als kleine Hilfestellung haben wir hier einen Screenshot von Neeson in einem Baumwollfeld eingebaut:
NSM Records / Cannon
Darum geht’s in "Delta Force"
Eine vom ebenso charismatischen wie gewissenlosen Abdul (Robert Forster) angeführte Bande arabischer Terroristen hat ein amerikanisches Passagierflugzeug auf dem Weg von Athen nach Rom entführt. Sollte die US-Regierung nicht auf ihre Forderungen eingehen, drohen die Brutalos damit, einen Fluggast nach dem anderen zu ermorden. Nicht bereit, sich einer solchen Erpressung zu ergeben, beauftragt der Präsident die Army, ihr Delta-Force-Spezialkommando zu einer Rettungsmission loszuschicken.
Das Team unter dem Befehl von Colonel Nick Alexander (Lee Marvin) und Major Scott McCoy (Chuck Norris) hat den Auftrag, die Situation mit möglichst minimalem Blutvergießen in den Griff zu bekommen. Obwohl die Erfolgsaussichten dafür nicht gerade rosig sind, stürzen sich die Männer in den Kampf. Nachdem die Maschine nach Beirut umgeleitet wurde, schaffen es die Soldaten dort, zumindest einige der Geiseln zu befreien. Doch ihr Auftrag ist erst dann beendet, wenn alle Landsleute wieder in Sicherheit sind…
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