9,7 von 10 und 9,8 von 10: Mit der vierten und fünften Episode sind den Verantwortlichen hinter „A Knight Of The Seven Kingdoms“ gleich zwei der besten Episoden überhaupt aus dem „Game Of Thrones“-Kosmos gelungen, die nur von den Wertungen solcher Meilensteine wie „Die Schlacht der Bastarde“ und „Die Winde des Winters“ übertroffen werden. Doch ein Kritikpunkt an der fünften Folge ist kaum von der Hand zu weisen: Wie wie auch in unserer ausführlichen Besprechung der Episode auf YouTube angemerkt haben, nimmt der knapp 20-minütige Flashback sehr viel Zeit ein und unterbricht noch dazu den gerade begonnenen Action-Höhepunkt der Serie.
Egal, ob man nun findet, dass die Rückblende wichtige Informationen zum Hintergrund von Dunk (Peter Claffey) und zur Handlung von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ geliefert hat oder nicht: Die Entscheidung, das Urteil der Sieben auf diese Weise zu beginnen, wurde schon sehr früh getroffen, wie Showrunner Ira Parker gegenüber dem Magazin Entertainment Weekly erklärte. Und der Serienmacher ist sich bewusst, dass der Flashback nicht beim ganzen Publikum gut ankommen wird:
„Ich hasse es, dass ich an diesem Punkt einen Flashback einschieben musste, wo alle nur die Schlacht sehen wollen, aber wir mussten es tun“, so Parker gegenüber Entertainment Weekly. „Aber ich finde durchaus, dass [der Flashback] für sich steht und dass es spaßig ist, Dunk so zu sehen. Ich finde, es fügt der Geschichte eine Menge hinzu und zahlt auch auf das Ende von Episode 5 ein. Aber ja, es wird einige Leute verärgern.“
Spielte auch das Budget eine Rolle?
Auch wenn es Ira Parker hier nicht explizit ausspricht, dürfte auch das im Vergleich zu „House Of The Dragon“ und den späteren Staffeln von „Game Of Thrones“ wesentlich kleinere Budget von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ eine Rolle dabei gespielt haben, in Folge 5 nicht einfach eine durchgängige, 30-minütige Schlacht zu zeigen. In einem Interview mit Comicbook.com erklärte Parker so etwa mit Verweis auf den Nebel, in den weite Teil des Kampfes getaucht sind:
„Viel von dem Nebel war, um zu verstecken, dass wir nicht so viel Geld bei dieser Serie hatten. Wir hatten im Vergleich zu den vorherigen Serien ungefähr 25 Cent für jeden Dollar, um eine Minute Westeros zu zeigen. Daher mussten wir aufpassen, wie wir Dinge verstecken und wir so tun, als würden wir nichts verstecken. Wie etwa, dass wir euch in Dunks Perspektive versetzen, und dafür sorgen, dass ihr euch auf die Dinge konzentriert, auf die ihr euch konzentrieren sollt, statt eine Menge von 10.000 Leuten...“
Eine Folge von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ Staffel 1 erwartet uns noch, nämlich die sechste und letzte Episode am 23. Januar 2026. Wie es darin weitergeht, zeigt der Trailer, den ihr im nachfolgenden Artikel findet:
"A Knight Of The Seven Kingdoms" Folge 6: Trailer zum Finale des "Game Of Thrones"-Spin-offs – so geht es nach dem schockierenden Tod weiter