In unzähligen Filmen finden sich Schlampig- und Nachlässigkeiten in Bild, Logik und Plot. Legendäre Filmfehler, die mal einzelne Figuren, mal die Ausstattung, die Effekte oder ganze Dialoge betreffen. Gerade bei groß angelegten, aufwändigen Hollywood-Produktionen passiert schon mal der ein oder andere Fauxpas. Ein Paradebeispiel ist der Kultfilm „Catch Me If You Can“.
Die 2002 erschienene, von wahren Begebenheiten inspirierte Gaunerkomödie von Steven Spielberg entstand an verschiedenen, weit voneinander entfernten Drehorten. Für einzelne Szenen kamen zudem hunderte Statisten zum Einsatz. Der Blockbuster entführt das Publikum in die Welt der 1960er-Jahre, wofür die Macher etliche authentische Kostüme, Requisiten jener Zeit und historische Fahrzeuge aller Art nutzten.
Spielberg erweckt die „Swinging Sixties“ in dem Film tatsächlich sehr authentisch und glaubhaft zum Leben – doch er hat ein entscheidendes Detail übersehen, das bei Filmfans und Spielberg-Getreuen bis heute für Kopfschütteln sorgt...
Ein Leben auf der Flucht – Das ist "Catch Me If You Can"
In „Catch Me If You Can“ liefern sich die Hollywood-Superstars und Publikumslieblinge Tom Hanks als FBI-Agent Carl Hanratty und Leonardo DiCaprio als gewitzter Trickbetrüger Frank Abagnale ein packendes Katz-und-Maus-Spiel. Dank seiner Gewieftheit, allerlei Tricks und Lügen gibt sich Abagnale mal als Pilot, mal als Oberarzt oder als Anwalt mit Berkley-Abschluss aus. Auf diese Weise erschleicht er sich in kurzer Zeit die stattliche Summe von 2,5 Millionen Dollar. Der (fiktive) Ermittler Hanratty ist ihm dabei immer dicht auf den Fersen. Er zwingt Abagnale zu einem Leben auf der Flucht – über mehrere Kontinente hinweg.
„Catch Me If You Can“ behandelt vor allem Abagnales „Hochphase“ als Betrüger und die Flucht vor dem FBI. Der heute 77-Jährige gab sich dabei Mitte der 1960er als Co-Pilot der Fluggesellschaft Pan Am aus. Die kuriose Panne, von der dieser Artikel handelt, ist im ersten Drittel des Films zu sehen, in der Abagnale seine ersten Schritte als (Fake-) Pilot macht.
Abgefahrener Filmfehler mit "zeitreisenden" Trucks und Logos
Es ist das Jahr 1964: Der Hochstapler hat sich gerade eine über 160 Dollar teure Piloten-Kluft gekauft und geht nun stolz die New Yorker Park Avenue entlang. In seiner prestigeträchtigen und ordentlich 60s-Glamour verströmenden Piloten-Pan-Am-Uniform wechselt er kurz darauf die Straßenseite, und in genau in diesem Moment sieht man im Hintergrund – für gerade einmal eine Sekunde, aber dennoch deutlich – einen Laster mit FedEx-Logo. Für alle die, sich selbst überzeugen wollen: Der verblüffende Filmfehler ereignet sich bei exakt 35 Minuten und 24 Sekunden. Aber Achtung: Es geht alles sehr schnell, Konzentration und Aufmerksamkeit sind gefragt.
Was die Macher rund um Meisterregisseur Spielberg leider nicht bedacht haben: FedEx gab es in den 1960er-Jahren noch gar nicht. Das bekannte Kurierunternehmen wurde 1971 gegründet – da war Abagnale bereits in Haft. Hinzu kommt, dass das im Film deutlich sichtbare, den FedEx-Truck zierende Logo erst 1994 entworfen wurde. Ein Anachronismus, der eigentlich gar nicht zum Perfektionisten Spielberg und seiner sonst so akkuraten, detailversessenen Arbeitsweise passt.
Dennoch ist „Catch Me If You Can“ nicht der einzige Spielberg-Film mit Fehlern. Eine besonders skurrile Unachtsamkeit findet ihr ausgerechnet in seinem Blockbuster-Meilenstein „Jurassic Park“:
Wenn ihr "Jurassic Park" bei 109 Minuten und 10 Sekunden stoppt, seht ihr die Dinosaurier mit anderen Augen!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.