Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 16. bis 22. März 2026
Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.

Wer streamt, hat die Qual der Wahl: Mit unseren drei Empfehlungen, die bei Amazon Prime Video im Portfolio schlummern, bleibt euch die ewige Suche nach dem nächsten filmischen Genuss aber erspart.

Eine neue Woche steht bevor, weshalb wir euch wie immer drei ganz besondere Filme aus dem Streaming-Abo-Angebot von Amazon Prime Video ans Herz legen wollen. Dieses Mal erwarten euch ein fesselndes Historiendrama, ein unterhaltsames Showbiz-Biopic sowie ein weitgehend unbekanntes Sci-Fi-Kleinod.

Die gute Nachricht: Alle drei Filmtipps könnt ihr mit einem Prime-Abo aktuell allesamt ohne Aufpreis streamen. Jetzt gibt es eigentlich keine Entschuldigung mehr, also Fernbedienung in die Hand, TV einschalten und los geht's!

"King's Land" (2023)

Wie spannend kann ein Film sein, in dem ein Mann im 18. Jahrhundert in der dänischen Heide Kartoffeln anbauen will? „King's Land“ gibt darauf eine beeindruckende Antwort, denn so trocken das Thema auch klingen mag, entpuppt sich diese Prämisse als Ausgangspunkt für ein enorm eindringliches und atmosphärisch dichtes Historiendrama.

Das ambitionierte Vorhaben des wortkargen Hauptmanns Ludvig Kahlen (Mads Mikkelsen) stößt nämlich dem sadistischen Gutsherren Frederik de Schinkel (Simon Bennebjerg) sauer auf, der das bewirtschaftete Land als seinen Besitz betrachtet. Zwischen den beiden entbrennt ein nervenaufreibendes Psychoduell, das bald blutig eskaliert und mehrere Todesopfer fordert.

Regisseur Nikolaj Arcel („Die Königin und der Leibarzt“) inszenierte diesen Kleinkrieg als ästhetisch hochwertigen Slow Burner, der mit jeder weiteren Szene an Intensität hinzugewinnt. Die grandiosen Bilder und die opulente Ausstattung stehen dabei in hartem Kontrast zu dem nüchtern-kühlen Tonfall der Geschichte. Der gewohnt herausragende Mikkelsen („Der Rausch“) erweist sich mit seiner eisern-undurchsichtigen Mimik als optimaler Hauptdarsteller für „King's Land“: Wie er peu à peu den Menschen hinter dem distanzierten Stolz seiner Figur erkennen lässt, ist ganz großes Schauspielkino.

"Being The Ricardos" (2021)

Filme über das Showgeschäft üben oftmals eine ganz eigene Faszination aus, erlauben sie doch gewissermaßen einen Einblick hinter die Kulissen der Traumfabrik. „Being The Ricardos“ gehört ebenfalls in diese Kategorie: Das Drama dreht sich um die Produktion der 50er-Hit-Sitcom „I Love Lucy“, die die beiden Hauptdarsteller*innen Lucille Ball und Desi Arnaz zu Fernsehstars machte. Der Film wirft einen unterhaltsamen Blick auf die angesichts der politischen Umstände in der McCarthy-Ära und den privaten Konflikten zwischen den Eheleuten Ball und Arnaz problematische Entwicklung einer Episode.

Hinter dem Streifen steckt niemand Geringeres als Drehbuch-Meister Aaron Sorkin („The Social Network“), der hier nicht nur das Skript lieferte, sondern auch gleich die Regie übernahm. Die Handschrift des Oscar-Preisträgers ist auch dieses Mal deutlich zu erkennen: pointierte und scharfzüngige Dialoge, eine temporeich und lebhaft erzählte Geschichte sowie überaus interessante Charaktere.

Dafür hat sich Sorkin einen hochkarätigen Cast vor die Kamera geholt, der der Balance zwischen bittersüßer Melancholie und locker-leichter Comedy jederzeit gewachsen ist. Besonders das Star-Duo Nicole Kidman („Babygirl“) und Javier Bardem („No Country For Old Men“) erweist sich als Glücksgriff. Beide lieferten in den Hauptrollen ihre wohl beste Leistung seit Jahren ab und wurden 2022 jeweils verdient für den Oscar nominiert.

"Die Weite der Nacht" (2019)

Auch unser dritter Filmtipp entführt in die 1950er-Jahre, schlägt aber dennoch in eine ganz andere Richtung aus. „Die Weite der Nacht“ ist eine Indie-Perle, die vollkommen ohne Hollywood-Glanz auskommt, aber nichtsdestotrotz nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Die Sci-Fi-Mystery widmet sich dem jungen, selbstbewussten Radio-DJ Everett (Jake Horowitz) und dessen Freundin Fay (Sierra McCormick), die eines Nachts auf ein seltsames Funksignal stoßen. Sie wollen dessen Ursprung finden und kommen dadurch einem übernatürlichen Phänomen auf die Spur.

Es ist wirklich eine Wucht, mit welcher technischen Brillanz Regisseur Andrew Patterson seinen Debütfilm inszenierte, wenn man das relativ geringe Budget von 700.000 US-Dollar berücksichtigt. So schuf er gemeinsam mit seinem Kameramann M. I. Littin-Menz eine Reihe von minutenlangen One-Shot-Aufnahmen, die wahrlich für offene Münder sorgen dürfte. Überhaupt kommt „Die Weite der Nacht“ mit sehr wenigen Schnitten aus, wodurch das Werk eine fast schon surreal anmutende, ruhige und hypnotische Atmosphäre ausstrahlt.

Patterson fokussiert sich trotz aller stilistischen Virtuosität vordergründig auf seine Charaktere und deren Dialoge, sodass der Film beinahe einer Art Hörspiel gleichkommt. Gemeinsam mit den Figuren lässt er das Publikum schrittweise das paranormale Mysterium entschlüsseln und sorgt so für eine behutsam aufgebaute Spannung, die sich aber nie effekthascherisch präsentiert. Das Sci-Fi-Juwel ist in erster Linie jedoch eine liebevolle Hommage an das Genre-Fernsehen der 1950er à la „The Twilight Zone“ und zugleich an die Radio-Ära einer längst vergangenen Epoche. Verpackt in kurzweiligen 90 Minuten Laufzeit, macht all das „Die Weite der Nacht“ zu einem absoluten Streaming-Geheimtipp!

Was euch außerdem diesen Monat an Neuheiten im Prime-Video-Abo erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Übersicht:

Neu auf Amazon Prime Video im März 2026: Psycho Horror mit einem "X-Men"-Star, Guy Ritchies neue "Sherlock Holmes"-Serie & mehr

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