Dieser Kino-Hit spülte über 300 Millionen in die Kassen – nach 15 (!) Jahren kommt er endlich in der XXL-Fassung ins Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Weltweit nahm dieser Überraschungserfolg über 300 Millionen Dollar ein, zudem sicherte er sich zwei Oscar-Nominierungen und verhalf Kristen Wiig sowie Rose Byrne zu neuer, intensiverer Popularität. Nun erhält „Brautalarm“ ein Heimkino-Upgrade!

Es ist eine der stärksten US-Komödien dieses Jahrtausends und zugleich einer der denkwürdigsten Hollywood-Filme über das Freud und Leid, das mit Hochzeitsvorbereitungen einhergeht: Brautalarm“ von „The Housemaid“-Regisseur Paul Feig schlug 2011 ein wie eine Comedy-Bombe! Bei einem Budget von geschätzt 32,5 Millionen Dollar kam global ein Kinoeinspiel von über 306 Millionen Dollar zusammen – und danach baute der Filmspaß seine Popularität im Heimkino weiter aus.

Welchen Eindruck „Brautalarm“ hinterlassen hat, zeigt sich zudem dadurch, wie die Filmbranche auf den Überraschungshit reagierte: Entgegen des Genrestandards sahnte die Komödie zwei Oscar-Nominierungen ab, nämlich für Melissa McCarthys Leistung als Nebendarstellerin sowie für das von Kristen Wiig und Annie Mumolo verfasste Drehbuch!

Nun, zu seinem 15-jährigen Jubiläum, bekommt der Komödienerfolg ein überfälliges Heimkino-Upgrade: Am 14. Mai 2026 erscheint „Brautalarm“ erstmals in Deutschland als 4K-Edition – und die stellt zugleich die Deutschland-Premiere der Extended Edition dar!

Die längere „Brautalarm“-Fassung erschien in den USA bereits 2011 auf DVD und Blu-ray, hierzulande dagegen wurde bisher bloß die Kinofassung ausgewertet. Die ist bei der 4K-Edition mit an Bord, genauso wie eine Blu-ray von „Brautalarm“.

Die längere „Brautalarm“-Schnittfassung ist übrigens auch derber als die altbekannte Kinoversion: Während die knappere Filmfassung eine FSK-Freigabe ab zwölf Jahren trägt, wurde die alternative, ausführlichere Version erst ab 16 Jahren freigegeben. Angesichts der im Vergleich zum US-Jugendschutz recht hohen Toleranz der FSK gegenüber Zoten will das was bedeuten!

Darum geht es in "Brautalarm"

Annie (Kristen Wiig) leidet unter Geldmangel, Liebeskummer und Orientierungslosigkeit. Daher muss sich die Mittdreißigerin ordentlich aufraffen, um die angemessene Freude zu zeigen und Energie aufzubringen, als ihre beste Freundin Lillian (Maya Rudolph) um die Ecke kommt und verkündet, bald eine prunkvolle Hochzeit zu feiern.

Um Lillian den schönsten Tag ihres Lebens zu bescheren, will Annie all das Engagement aus sich raus leiern, das in ihr steckt. Allerdings haben auch die anderen Brautjungfern ein Mitspracherecht, weshalb die Hochzeitsvorbereitungen nicht zur erwarteten „Annie beweist, dass sie Lillian besser kennt als alle anderen“-Show werden. Vor allem zwischen Annie und Helen (Rose Byrne) entsteht ein regelrechter Kleinkrieg...

Die Beliebtheit von „Brautalarm“ überrascht nicht: Mumolo und Wiig haben glaubhaft überzeichnete Figuren erschaffen, die in ihren aufgepeitschten Eigenheiten zielsicher Archetypen durch den Kakao ziehen, die viele von uns aus dem echten Leben kennen dürften. Und die Art und Weise, wie diese Charaktereigenschaften zugespitzt werden, erlauben entlarvendes, mitfühlendes sowie genüsslich-hämisches Lachen.

Doch „Brautalarm“ bleibt nicht bei den gekonnten Übertreibungen hängen, sondern lässt allen relevanten Figuren genügend Raum, Widerhaken zu beweisen: Ob in chaotisch-derben Szenen wie der ikonisch gewordenen Passage, in der sich die Brautjungfern aufgrund einer Lebensmittelvergiftung bis auf die Knochen blamieren, oder in fein beobachteten Dialogpassagen – immer wieder zeigen sich Zwischentöne oder werden zuvor ungeahnte, die Figur abrundende Facetten enthüllt.

So findet Feigs Komödienknaller zu einem überaus spaßigen, aber auch berührenden Ganzen zusammen, das anstrengende, unvergessliche Zeiten einfängt, wie sie viele Freundschaften mal durchmachen – ohne dass bei aller Borstigkeit die empathische, zwischenmenschliche Komponente verloren geht. Für alle Filmfans, die je im Erwachsenenalter eine Hochzeit besucht (geschweige denn mitgeplant) haben, ist „Brautalarm“ daher geradezu Pflicht!

Und wenn ihr einen noch böseren, filmischen Kleinkrieg zwischen weiblichen Hauptfiguren sehen wollt, ist vielleicht der folgende Film ebenfalls etwas für euch:

Pünktlich zum Start von "Der Teufel trägt Prada 2": Rache-Kult mit Oscar-Rekordhalterin Meryl Streep feiert Heimkino-Comeback

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren