Die 1913 veröffentlichte Kriminalkomödie „Wo ist Coletti?“ von Max Mack mag heute weitestgehend in Vergessenheit geraten sein – obwohl der Film seinerzeit ein Publikumserfolg war. Zudem nimmt die Kriminalparodie einen bedeutenden Platz in der Filmgeschichte ein. Schließlich handelt es sich hier um eine der ersten, vielleicht sogar um die erste abendfüllende Spielfilmkomödie. Ein Titel, der gemeinhin Mack Sennetts Charlie-Chaplin-Slapstick „Tillies gestörte Romanze“ zugeschrieben wird – jedoch wurde „Wo ist Coletti?“ bereits ein Jahr zuvor veröffentlicht. Und mit einer Laufzeit von 86 Minuten ist dieser definitiv abendfüllend.
Dass „Wo ist Coletti?“ heutzutage selbst unter eingefleischten Filmfans eher unbekannt ist, mag auch an der Zugänglichkeit des Films liegen – denn bis heute ist der Stummfilm nie im Heimkino erschienen. Das staatliche Filmarchiv brachte zwar im Rahmen des DEFA-Heimatfilmprogramms eine 8-mm-Kopie auf den Markt, diese wurde aber auf knapp 16 Minuten gekürzt. Bereits 2022 nahm die Franz-Murnau-Stiftung eine digitale Restaurierung vor, die bislang jedoch nur im Kino gezeigt wurde.
Am 19. Juni 2026 kommt diese Fassung nun auch endlich ins Heimkino – und das über 110 (!) Jahre nach der Erstveröffentlichung. Bereits jetzt könnt ihr euch den Film vorbestellen:
Die Heimkinoveröffentlichung umfasst dabei auch eine ganze Reihe an Extras. Unter anderem eine CD, mit der für die Restauration komponierten Orchestermusik von Richard Siedhoff, gespielt vom Metropolis Orchester Berlin. Zudem Dokumentationen, Hintergrundinfos, ein Booklet und der Schmalfilm „Wo ist Coletti?“.
Darum geht es in "Wo ist Coletti?"
Für alle, die sich jetzt für dieses filmhistorische Zeugnis interessieren, gibt es hier eine kurze Handlungszusammenfassung: Dem berühmten Detektiv Coletti (Hans Junkermann) gelingt es, einen Bankräuber innerhalb von nur 48 Stunden zu fassen. Eine Berliner Zeitung nimmt dies zum Anlass zu behaupten, der Täter wäre noch schneller gefasst worden, wenn die gesamte Bevölkerung in die Fahndung einbezogen worden wäre.
Daraufhin stellt Coletti die Behauptung auf die Probe: Er kündigt an, sich für 48 Stunden irgendwo in Berlin zu verstecken und von der Öffentlichkeit suchen zu lassen. Wer ihn innerhalb dieser Zeit aufspürt, erhält eine Belohnung von 100.000 Mark. Zusätzlich lässt er in der ganzen Stadt Steckbriefe mit seinem Foto aushängen. Um die Bevölkerung zu täuschen, hat Coletti einen raffinierten Plan ausgetüftelt...
Ihr wollt noch mehr Heimkino-Empfehlungen? Dann schaut doch einmal in diesen Artikel:
Neu im Heimkino: Der beste Blockbuster aller Zeiten ist auch über 30 Jahre später ein unerreichtes MeisterwerkUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.