Die „Warcraft“-Reihe ist spätestens dank des seit 2004 laufenden MMORG-Dauerbrenners „World Of Warcraft“ ein absoluter Meilenstein der Videospielgeschichte. Kein Wunder also, dass man in Hollywood schon bald versuchte, den gewaltigen Erfolg von „Warcraft“ auch auf die große Leinwand zu übertragen. „Warcraft: The Beginning“ kann jedoch leider nur als Teilerfolg verbucht werden. Denn einerseits spielte die 160 Millionen Dollar teure Videospielverfilmung nur 439 Millionen Dollar an den weltweiten Kinokassen ein – zu wenig, als dass sich die schon im Titel angedeuteten Fortsetzungen lohnen würden.
Und andererseits ist auch „Warcraft: The Beginning“ selbst kein Meisterwerk. Wer gerne Fantasyfilme wie „Der Herr der Ringe“ schaut, in denen sich Magier und fantastische Wesen tummeln und sich Menschen und Orks (oder Orcs, wie die grünhäutigen Kreaturen bei „Warcraft“ heißen) auf die Nase hauen, kann aber bedenkenlos bei Amazon Prime Video einschalten, wo „Warcraft: The Beginning“ nun im Streaming-Abo enthalten ist:
Von der FILMSTARTS-Redaktion gab es für „Warcraft“ nur 3 von 5 Sternen, was vor allem an den inhaltlichen und erzählerischen Schwächen des Films liegt. Die spannenden Konflikte und Streitigkeiten innerhalb der Reihen der Orcs, die zahlreichen faszinierenden Figuren und Schauplätze oder die zwischen den Parteien von Menschen und Orcs stehende Garona (Paula Patton): All das kann Regisseur Duncan Jones aus Zeitgründen nur anschneiden, ohne es wirklich auszuarbeiten. Und die geplanten Sequels werden nun ja nie kommen.
Wer über solche Probleme hinwegsehen kann, bekommt mit „Warcraft: The Beginning“ aber gewaltige Fantasy-Action, bei der Jones und Co. immer wieder die Größenunterschiede zwischen den Menschen und den hünenhaften, muskelbepackten Orcs in den Mittelpunkt rücken und eindrucksvolle Schlachtszenen auf die Beine stellen. Und auch der Einsatz von Magie ist ein Prunkstück des Films:
„Statt ein oberflächliches Effektgewitter zu entfachen, integriert Jones die magischen Fähigkeiten organisch in seine Fantasy-Landschaften, aber auch in die Handlung“, schreibt FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher dazu in seiner Kritik. Sein Fazit: „Temporeicher und bildgewaltiger Auftakt für ein neues Fantasy-Franchise mit Luft nach oben für die Fortsetzungen…“
„Warcraft: The Beginning“ spielt im Fantasyreich Azeroth, das eines Tages von Horden von Orcs überrannt wird. Die Grünhäute sind eigentlich nur auf der Suche nach einer neuen Heimat, doch dabei hinterlassen sie eine Schneise der Zerstörung. Krieger Anduin Lothar (Travis Fimmel) nimmt im Auftrag von König Llane (Dominic Cooper) den Kampf gegen die Eindringlinge auf...
Und wenn ihr noch mehr sehenswerte Fantasyfilme wollt, werdet ihr in der nachfolgenden Liste fündig:
Die besten Fantasyfilme aller ZeitenDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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