Diese Liebe trennt über 8.500 Kilometer: Der deutsche Trailer zu "Becoming Kim" zeigt eine Beziehung am Scheideweg – exklusiv bei FILMSTARTS
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

Kann eine Ehe funktionieren, wenn sich die Partner gar nicht sehen? Regisseurin Susanne Kim wirft einen selbstkritischen und humorvollen Blick auf ihre deutsch-koreanische Beziehung. Den deutschen Trailer gibt es exklusiv bei FILMSTARTS:

Vor 19 Jahren heiratete Susanne Kim ihren koreanischen Ehemann. Auf ihren Eheringen wurde liebevoll „Kimchi & Potato“ eingraviert – als Symbol der Verbundenheit zwischen ihren beiden Herkunftsländern. Doch wie in jeder Ehe treten irgendwann Probleme auf. Im Fall von Susanne und ihrem Mann Jeong Rae Kim kommt jedoch noch eine gewaltige räumliche Trennung hinzu.

Kurz nach dem ersten Corona-Lockdown bricht Jeong Rae nach Seoul auf, um die Geschäftsführung im Restaurant eines Freundes zu übernehmen. Nach knapp einem Jahr hat sich diese Idee jedoch zerschlagen. Trotzdem möchte Jeong in Korea bleiben. Gemeinsam mit seiner Mutter plant er die Eröffnung eines neuen Restaurants in Wonju. Mit den erwirtschafteten Einnahmen soll später ein koreanischer Imbiss in Leipzig finanziert werden.

Erneute Traumtänzereien? Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass sich ihr Mann aufgrund einer fixen Idee für längere Zeit ins Ausland begeben hat. Wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn es so eine gewaltige räumliche Trennung existiert? Ist eine Scheidung vielleicht die sinnvollste Option? Auf FILMSTARTS gibt es nun exklusiv den deutschen Trailer zur ungewöhnlichen Dokumentation „Becoming Kim“, in der Regisseurin Susanne Kim mit viel Humor einen schonungslosen Blick auf den aktuellen Zustand ihrer Ehe wirft.

Ein ganzes Leben auf dem Prüfstand

Die Künstlerin hinterfragt in „Becoming Kim“ nicht nur ihren Mann, sondern auch sich selbst und ihre Rolle in der Beziehung. Denn weder als Paar noch als Familie ist es ihnen bislang gelungen, einen Ort zu finden, an dem sie sich gemeinsam eine Zukunft aufbauen können.

Themen wie Midlife-Crisis, Alltagsrassismus und die Rolle der Eltern werden dabei ebenso behandelt wie die historischen Hintergründe der Herkunftsländer beider Familien. Hier trifft ostdeutsche Direktheit auf koreanische Rollenbilder. Über allem schwebt die Frage, wie das Leben der Familie weitergehen soll – schließlich gibt es auch noch die gemeinsame Tochter Hannah, die ihren Vater einen Großteil ihres Lebens kaum gesehen hat und verständlicherweise enttäuscht und wütend ist.

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