Keiner der Stars hat auch nur einen Dollar Gage erhalten: Trailer zur Neuverfilmung des schlechtesten Films aller Zeiten
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

Er gilt als „Citizen Kane“ unter den schlechten Filmen– und hat doch einen Platz im Herzen aller Filmfans: „The Room“ von und mit Tommy Wiseau. Jetzt wurde eine Neuauflage gedreht – und hier übernimmt Bob Odenkirk die Hauptrolle.

„I did not hit her, it's not true! It's bullshit! I did not hit her! I did not! Oh hi, Mark.“ Diese Dialogzeile dürften wohl viele Filmfans auf der ganzen Welt mitsprechen können, denn sie entspringt Tommy Wiseaus kultigem Trashfilm-Meisterwerk „The Room“. Dieser Film gilt als einer der schlechtesten, wenn nicht sogar als DER schlechteste Filme aller Zeiten – und wird genau dafür von seinen Fans frenetisch gefeiert.

Dass „The Room“ Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen hat, steht dabei außer Frage. Mit „The Disaster Artist“ hat James Franco dem Drama bereits 2018 ein Denkmal gesetzt und gemeinsam mit Stars wie Dave Franco („Together – Unzertrennlich“), Seth Rogen („Ananas Express“) und Melanie Griffith („Die Waffen der Frauen“) die unglaubliche Entstehungsgeschichte von „The Room“ verfilmt. Jetzt können sich Fans auf noch mehr „The Room“ freuen, denn der Streifen hat eine Quasi-Neuverfilmung erhalten. Den ersten Trailer zu „The Room Returns“ haben wir euch oben eingebunden.

"Better Call Saul"- und "Nobody"-Star Bob Odenkirk spielt die Hauptrolle

„The Room Returns“ ist ein ganz besonderes Projekt – mit ganz besonderen Herausforderungen. Mit Komiker und Actionstar Bob Odenkirk hat eine Person die Hauptrolle übernommen, die über sichtlich mehr schauspielerisches Talent verfügt als Tommy Wiseau. Was eigentlich wie eine gute Sache klingt, könnte sich aber als größte Schwachstelle des Films erweisen. Denn „The Room“ lebt gerade von der schlechten Leistung seines Hauptdarstellers, der Sätze vollkommen falsch betont und entweder viel zu steif oder grausam theatralisch durch die Szenen stolpert.

Dennoch scheint sich die Crew um Regisseur Brando Crawford Gedanken gemacht zu haben, wie man möglichst stilecht die besondere Atmosphäre von „The Room“ reproduzieren kann. So wurden sämtliche Szenen vor einem Green Screen gedreht und anschließend Hintergründe eingefügt, die an eine billig produzierte Seifenoper erinnern. Zudem wurde die Produktion in nur 12 (!) Stunden durchgezogen. Viel Platz für Verbesserungen und Wiederholungen dürfte es da nicht gegeben haben. Wir bleiben gespannt, ob „The Room Returns“ tatsächlich den unvergleichlichen Charme des Vorgängers reproduzieren kann.

Keiner der Stars hat für die Dreharbeiten einen Dollar gesehen

Dass alle Beteiligten mit Herzblut dabei waren, kann man bei dem Projekt aber ohne Probleme glauben, denn alle Schauspieler standen hier für den guten Zweck vor der Kamera – und haben dafür sogar auf eine Gage verzichtet. Wie bei Produktionen des Regisseurs üblich, werden alle Erlöse einem guten Zweck gespendet.

Neben Bob Odenkirk standen unter anderem Horror-Regisseur Mike Flanagan („The Life of Chuck“) sowie „The Room“-Co-Star Greg Sestero vor der Kamera. Ob der Film in Deutschland in die Kinos kommen wird, scheint aktuell eher unwahrscheinlich. In den USA erhält „The Room Returns“, der bereits 2023 abgedreht wurde, immerhin einen limitierten Kinostart am 26. Juni. Wir bleiben hoffnungsvoll, dass wir das Low-Budget-Spektakel dann zumindest im Streaming erleben können.

Mike Flanagan arbeitet übrigens gerade an einer Neuauflage der „Exorzist“-Reihe. Inzwischen befindet sich das Projekt auf einem guten Weg. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Einer der meisterwarteten Horrorfilme kommt 2027 in die Kinos – jetzt wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht!

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