Als sich George Miller in den 1970ern ein paar Autos schnappte, eine waghalsige Crew und einen risikofreudigen Mel Gibson, konnte niemand ahnen, dass dabei für das schlappe Budget von 200.000 Australischen Dollar ein wegweisender Actionklassiker entstehen sollte: „Mad Max“ spielt während des Kollaps der Zivilisation und zeigt einen Polizisten, der in einen folgenschweren Bandenkrieg gezerrt wird.
Mit dröhnenden Motoren, einer geradlinig-rauen Handlung und allerhand Zeug, das vor laufender Kamera zerdeppert wird, ist der Reißer trotz kleiner Mittel kurzweilig geraten und ein entlarvender Spiegel einer gewaltbereiten Gesellschaft. Und das war nur der Anfang: Mit „Mad Max II – Der Vollstrecker“, „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ und „Mad Max: Fury Road“ folgten drei immer größere, wildere und abgedrehtere Fortsetzungen, zudem startete 2024 mit „Furiosa: A Mad Max Saga“ ein epochaler, ambitionierter Ablegerfilm.
All diese Action-Highlights sind randvoll mit durchgeknallten Designs, spektakulären Stunts und fesselnden Ideen, die Miller mit zielsicherer Hand in Szene gesetzt hat. Und ab sofort sind alle „Mad Max“-Filme bei HBO Max im Abo enthalten – HBO Max wiederum könnt ihr als alleinstehenden Dienst abonnieren sowie als Prime Video Channel* bei Amazon!
Das ist die restliche "Mad Max"-Saga
Die erste „Mad Max“-Fortsetzung spielt drei Jahre nach den Ereignissen des Erstlings und nach dem endgültigen Kollaps der uns gewohnten Gesellschaft. In der staubig-heißen, neuen Welt kämpfen marodierende Überlebende schonungslos um die verbliebenen Ressourcen, allen voran Treibstoff. Miller greift nun auf gesteigerte Mittel zurück und inszeniert Verfolgungen mit einer größeren, abwechslungsreicheren Palette an Fortbewegungsmitteln – darunter einem Tragschrauber.
Über 200 Stuntsequenzen lassen sich in diesem postapokalyptischen Trubel zählen, bevor „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ die Filmreihe 1985 zu einem eigenwilligen Popcornspektakel transformierte – inklusive Gaststar Tina Turner, Unmengen an Kindern in exzentrischen Kostümen und einer zwischen den Zeilen erzählten, ausschweifenden Mythologie.
2015 kam es dann zur Überraschungssensation „Mad Max: Fury Road“, in der Tom Hardy die Titelrolle übernimmt und Charlize Theron als zumeist stoische Imperator Furiosa für Begeisterung sorgt. Mit Hochdruck-Erzähltempo, extrem stilisierter Bildsprache, wuchtig-wummernder Filmmusik von Junkie XL und turbulenten Fahrt-, Kampf- und Akrobatikstunts ist der mit sechs Academy Awards prämierte Reißer in Windeseile zum modernen Klassiker geworden.
2024 folgte „Furiosa: A Mad Max Saga“, ein mit Anya Taylor-Joy und Chris Hemsworth besetztes Prequel zu „Mad Max: Fury Road“, das mit weniger verdichteter Action, dafür mit einer epischen Erzählhaltung daherkommt: Miller kocht hier ein wahnhaftes Legendensüppchen mit deftig-ausführlichen Actioneinlagen, immens überhöhten Figuren und gehaltvollen historischen sowie literarischen Querverweisen. Das kann man fleißig analysieren oder sich einfach als ruppige, denkwürdige Postapokalypse-Gewaltkost munden lassen – ähnlich wie unser folgender Sci-Fi-Streamingtipp als bunte Sause funktioniert oder als Loblied auf den menschlich-verletzlichen Faktor:
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