Ihr blättert einen halben Monatslohn für einen hauchdünnen OLED-Fernseher auf den Tisch. Das Bild ist so scharf, dass ihr die Poren der Schauspieler zählen könnt und dann startet ihr voller Vorfreude den Film. Dann kommt aber der Ton. Oft klingt das bei den superflachen Fernsehern heute so, als würde jemand in einem leeren Joghurtbecher rumkratzen. Deswegen bin ich ein großer Fan von Soundbars, aber ich habe auch keine Lust, mir das Wohnzimmer mit klobigen Lautsprecher-Türmen vollzustellen. Deswegen liegt unter meinem Fernseher nach Jahren noch immer die Nubert nuPro AS-2500 und ich will so schnell auch kein anderes Modell haben!
nubert
Ziemlich unauffällig, bis man aufdreht
Ich hasse es, wenn Technik den Raum optisch erschlägt. Das ist für mich genauso wichtig wie der Sound selber. Bei der AS-2500 ist der Riegel gut sieben Zentimeter in der Höhe und gerade mal vierzehn in der Tiefe. Das Teil liegt bei mir völlig unauffällig auf dem Lowboard unterm Fernseher, man könnte es aber auch einfach direkt an die Wand hängen. Es gibt zwar dezentere Soundbars, aber das Ding muss ja auch nicht wie ein Grashalm in der Landschaft aussehen. Bei diesem Modell wurde meiner Meinung nach das perfekte Mittelmaß getroffen.
nubert
Stimmen werden endlich klar
Kennt ihr dieses nervige Phänomen bei modernen Serien? Zwei Leute unterhalten sich im Dunkeln, nuscheln sich leise einen in den Bart und ihr dreht die Lautstärke hoch, um überhaupt irgendwas mitzukriegen. In der nächsten Sekunde fliegt ein Gebäude in die Luft und euch platzt fast das Trommelfell. Ich hab dieses ständige Rumfuchteln mit der Fernbedienung so gehasst!
Nubert hat dafür eine Funktion namens Voice+ eingebaut und das ist die Erlösung. Die Stimmen werden sauber nach vorne geholt, so dass ihr wirklich jedes geflüsterte Wort klar versteht, ohne dass die Explosion danach eure Fenster zum Wackeln bringt.
nubert
Satter Ton mit gutem Bass
In dieser Soundbar feuern 200 Watt durch ein 3-Wege-System. Egal, ob ihr über Netflix einen Film mit Dolby- oder DTS-Spur schaut oder abends einfach nur per Bluetooth vom Handy eure Spotify-Playlist anwerft (läuft übrigens über das aptX-HD verzögerungsfrei und glasklar) – der Sound ist immer extrem voll, breit und macht einfach Laune.
Und für alle, die jetzt denken "Naja, aber wo soll aus dem flachen Ding der richtige Bass herkommen?": Für den normalen Hausgebrauch reicht der Wumms der Soundbar alleine locker aus. Aber falls ihr es wirklich komplett eskalieren lassen wollt, seid ihr nicht festgefahren. Ihr könnt euch einfach einen Subwoofer (wie den XW-800 slim) holen und den komplett kabellos per Funk mit eurem Riegel verbinden.
Wer den typischen Schnickschnack der großen Mainstream-Marken satt hat und einfach nur klaren und druckvollen Sound will, ohne sein Wohnzimmer in ein Tonstudio zu verwandeln, macht hier alles richtig. Für mich ist das kleine schwäbische Klangwunder definitiv ein bleibender Gast unterm Fernseher.
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