„Ramayana“ ist hierzulande kaum bekannt, dabei handelt es sich um eines der bedeutendsten Epen der indischen Literatur. Der kulturelle Bedeutungswert lässt sich dabei etwa mit Homers „Odyssee“ vergleichen, dessen neueste Kino-Adaption von Christopher Nolan gerade weltweit an den Kinokassen für goldene Tage sorgt.
Wer jetzt durch Nolans Monumentalwerk mal wieder richtig Lust auf gigantische Schauwerte auf der ganz großen Leinwand bekommen hat, sollte sich dementsprechend auch die Verfilmung von „Ramayana“ unbedingt vormerken. Die als Zweiteiler konzipierte Adaption ist mit einem kolportierten Budget von 500 Millionen Dollar das mit Abstand teuerste Projekt der indischen Filmgeschichte - und soll sein Publikum mit bisher nie dagewesenen Effekten beeindrucken. Wer mehr dazu lesen möchte, wird hier fündig:
500 (!) Millionen Dollar Budget: Dieses bildgewaltige Fantasy-Epos soll selbst "Avatar", Marvel und Co. alt aussehen lassenJetzt gibt es einen ersten Trailer zum Mammutwerk – und allein hier dürften Fans des indischen Actionfilms schon voll auf ihre Kosten kommen. Gigantische Gegnerscharen, fliegende Kampfelefanten, schicke Kostüme, muskulöse Götter, große Emotionen – und jede Menge CGI. Leider aktuell noch komplett ohne englische oder deutsche Untertitel – dennoch bekommt man bereits jetzt einen guten Ersteindruck vom kommenden Fantasy-Highlight.
"Ramayana" erklärt: Das ist das große indische Epos
Das „Ramayana“ ist eines der bedeutendsten und ältesten Epen der indischen Literatur und wird dem Weisen Valmiki zugeschrieben. Es entstand vermutlich zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jahrhundert n. Chr. Erzählt wird darin die Geschichte von Prinz Rama, der in Indien als das Idealbild von Tugend, Tapferkeit und Pflichtbewusstsein gilt.
Obwohl Rama der älteste Sohn von König Dasharatha von Ayodhya ist, wird ihm der Thron verwehrt. Stattdessen wird er für 14 Jahre in die Verbannung geschickt. Mit seiner treuen Frau Sita sowie seinem Bruder Lakshmana zieht er deswegen in den Wald. Dort wird Sita von Ravana, dem zehnköpfigen Dämonenkönig von Lanka, entführt. Rama begibt sich auf eine epische Reise, um sie zu befreien – unterstützt von göttlichen Wesen und Armeen, allen voran dem Affengott Hanuman.
Viel Hollywood-Power hinter "Ramayana"
An dem Projekt war auch reichlich Hollywood-Erfahrung versammelt. Die treibende Kraft ist so als Produzent Namit Malhotra und der weiß, wie große Blockbuster gehen. Seine Computereffekte-Schmiede DNEG konnte bereits acht Oscars abräumen und war an Filmen wie „Dune“, „Dune 2“ oder Christopher Nolans „Oppenheimer“, „Tenet“ „Dunkirk“ „Interstellar“ „Inception“ und „The Dark Knight“ beteiligt.
Der legendäre deutsche Komponist Hans Zimmer („The Dark Knight“-Trilogie, „Interstellar“) verantwortet derweil die Musik gemeinsam mit dem ebenfalls Hollywood-erfahrenen indischen Komponisten A.R. Rahman („Slumdog Millionär“, „Blinded By The Light“).
Neben Malhotras Firma DNEG für die visuellen Effekte bringen unter anderem die Action-Choreografen Terry Notary („The Avengers“) und Guy Norris („Mad Max: Fury Road“) sowie die Produktionsdesigner Ravi Bansal („Dune 2“) und Ramsey Avery („Captain America: Brave New World“) weitere Hollywood-Erfahrung mit.
Weltweit in den Kinos
Übrigens sollen „Ramayana: Part I“ und „Ramayana: Part II“ sogar weltweit in die Lichtspielhäuser kommen. Hierzulande hat sich Sony die Rechte an dem Spektakel gesichert. In Indien wird „Ramayana: Part I“ pünktlich zum fünftägigen Lichterfest Diwali am 6. November 2026 in den Kinos anlaufen, 2027 soll dann der zweite Teil folgen. Wann der Mega-Blockbuster in Deutschland startet, ist aktuell noch nicht bekannt.
Auch ein anderes Fantasy-Universum soll nach über 30 (!) Jahren endlich den Weg auf die große Leinwand finden – und dabei deutlich umfangreicher werden als eigentlich gedacht. Wer mehr darüber lesen will, klickt hier:
Fantasy-Megahit wird nach über 30 Jahren endlich verfilmt – und könnte viel größer werden als bislang gedacht!