Nach dem Scheitern von "Blade" haben der Star und der Ex-Regisseur ihren eigenen knallharten Actionfilm gedreht – hier ist der Trailer

Mahershala Ali sollte im MCU zu Vampirjäger Blade werden, Bassam Tariq ihn inszenieren. Aus dem Marvel-Projekt wurde nichts, doch das Schwerttraining war nicht umsonst, wie der Trailer zum Action-Thriller „Your Mother Your Mother Your Mother“ zeigt.

Es hätte eines der spannendsten Projekte im Marvel Cinematic Universe werden können: Der zweifache Oscar-Gewinner Mahershala Ali sollte die Nachfolge von Wesley Snipes als Blade antreten. Mit Bassam Tariq wurde der Regisseur des gefeierten Dramas „Mogul Mowgli“ verpflichtet. Nach jahrelangen Verzögerungen, zahlreichen Drehbuchfassungen und mehreren kreativen Wechseln ist mittlerweile aber klar, dass diese Version von „Blade“ endgültig gescheitert ist. Ali erklärte zuletzt unmissverständlich, dass der Film mit ihm nicht mehr zustande kommen werde. Tariq hatte das Projekt bereits 2022 verlassen.

Völlig umsonst war die Verbindung der beiden allerdings nicht. Ali und Tariq haben stattdessen gemeinsam den Action-Thriller „Your Mother Your Mother Your Mother“ gedreht, und der erste ausführliche Trailer zeigt, dass Alis jahrelanges Training zumindest nicht verschwendet war:

Ein gläubiger Auftragskiller in "Your Mother Your Mother Your Mother"

Ali spielt Latif, einen professionellen Killer, der versucht, seine gewalttätige Arbeit, seinen muslimischen Glauben und seine Verantwortung als Familienvater in Balance zu halten. Doch als seine Ehefrau plötzlich stirbt, bricht all das zusammen. Latif muss sich allein um ein Neugeborenes und zwei weitere Kinder kümmern. Gleichzeitig bedroht seine kriminelle Vergangenheit ihn und seine Familie.

Um die Kinder in Sicherheit zu bringen, beginnt eine gefährliche Reise quer durch Houston. Dabei wird Latif nicht nur von bewaffneten Gegnern verfolgt, sondern auch in einen politischen und religiösen Konflikt hineingezogen. Eine zentrale Rolle spielt Pastor Hwan Yoon (John Cho), ein ehemaliger Soldat und Gründer einer radikalen Kirche.

Zum Cast gehören neben Ali und Cho auch noch „Breaking Bad“- und „The Mandalorian“-Bösewicht Giancarlo Esposito sowie der gerade in „Spider-Man: Brand New Day“ im Kino überzeugende „Severance“-Star Tramell Tillman.

Das "Blade"-Training war nicht völlig umsonst

Der Trailer verspricht Action, für die Alis Figur Latif auch mal ein Schwert aus dem Kofferraum des Wagens holt, mit dem er sich gen Ende der Vorschau durch einige Gegner metzelt. Daran hat auch das gescheiterte Marvel-Projekt seinen Anteil. Denn auch wenn „Blade“ nie realisiert wurde, bereitete sich der Schauspieler ausgiebig darauf vor. Es gab bereits Stuntproben sowie umfangreiches körperliches Training und viele Lehrstunden im Umgang mit Schwertern. Der populärste Kommentar unter dem Trailer auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Amazon MGM Studios lautet passenderweise: „Zur Erinnerung: Das ganze Schwerttraining, das Mahershala für ‚Blade‘ absolviert hat, zahlt sich in diesem Film aus.“

Ali bezeichnet das Projekt dann auch als seinen ersten wirklichen Actionfilm und erklärt, dass er schon länger ein geerdetes Genrewerk drehen wollte. Die körperliche Vorbereitung auf „Blade“ habe ihm geholfen, die zahlreichen Kampfsequenzen selbst umzusetzen. Auf Vampire solltet ihr aber trotzdem nicht hoffen. Laut Regisseur Tariq entstand „Your Mother Your Mother Your Mother“ aus einem ganz persönlichen Erlebnis. Nach der Geburt eines seiner Kinder erlitt seine Frau eine schwere Infektion und musste auf die Intensivstation gebracht werden. Da das Neugeborene keine Ersatznahrung vertrug, fuhr Tariq durch New York und suchte verzweifelt nach Muttermilch. Dass er in dieser Ausnahmesituation gleichzeitig für ein hilfloses Kind verantwortlich war und um seine Partnerin fürchtete, gab ihm später, als alles gut überstanden war, die Idee für den Ausgangspunkt seines Films.

In den USA startet „Your Mother Your Mother Your Mother“ am 25. September 2026 in den Kinos. Einen deutschen Termin gibt es noch nicht.

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Begonnen mit den Stunts von Buster Keaton über die Akrobatik bei Jackie Chan hin zur Brachialgewalt in „The Raid“: Björn Becher liebt Actionfilme.
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