2019 – also vor sieben (!) Jahren – kündigte Marvel einen „Blade“-Film an. Die Hauptrolle des legendären Daywalkers sollte Mahershala Ali übernehmen. Doch in all den Jahren kam das Projekt nie wirklich in Bewegung, obwohl Marvel immer wieder beteuerte, alles daran zu setzen, den Actionfilm tatsächlich umzusetzen. Zunächst sollte Bassam Tariq Regie führen, später übernahm Yann Demange den Posten.
Inzwischen steht fest, dass „Blade“ in dieser Form wohl nicht mehr kommen wird. Kürzlich war Marvel-Chef Kevin Feige im Podcast Happy Sad Confused zu Gast und sprach dort offen über das gescheiterte Projekt: „Ich fühle mich wie ein totaler Versager, weil wir das Projekt mit Mahershala nicht auf die Beine gestellt bekommen haben.“ Nun hat sich auch Ali selbst erstmals ausführlicher zum Aus des Films geäußert.
Ich stand bei ihnen unter Vertrag
Der zweifache Oscar-Preisträger gab kürzlich der GQ ein Interview. Darin sprach der „Green Book“-Star ebenfalls noch einmal über das Scheitern von „Blade“:
„Ich bin seit fast 30 Jahren beruflich in diesem Geschäft tätig, dabei habe ich eines gelernt: Was für einen bestimmt ist, das ist für einen bestimmt – und was nicht, das ist eben nicht für einen bestimmt. Aus irgendeinem Grund ist dieses Projekt nicht für mich gedacht. Wenn sie es hätten machen wollen, hätten sie es gemacht. Also muss ich weitermachen … Noch einmal: Ich stand bei ihnen unter Vertrag, sie verfügen über Milliarden von Dollar – wenn sie den hätten machen wollen, hätten wir ihn gemacht.“
Tatsächlich hatte sich Mahershala Ali bereits intensiv auf die Rolle des Blade vorbereitet und dafür hart trainiert. Das verriet der ursprünglich als Regisseur vorgesehene Bassam Tariq bereits vor einiger Zeit: „Mahershalala ist ein Athlet, und ich habe gesehen, wie er das Schwert für Blade führt. Als er zum ersten Mal Schwerttraining für Blade absolvierte, war das Ergebnis unglaublich.“
Für Marvel wird Mahershala Ali also nicht auf Vampirjagd gehen. Der Schauspieler scheint inzwischen auch an einem Punkt angekommen zu sein, an dem er das Kapitel endgültig abschließen möchte: „Wir machen den Film nicht, aber ich bin bereit, das Thema Blade hinter mir zu lassen. Diese Fragen richten sich an sie. Sie wollten es nicht machen, also sollten sie diese Fragen beantworten.“
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