Acht Jungs und ein Boot: Trailer zum deutschen Biopic "Adams Acht" mit Oliver Masucci & Svenja Jung

Film-Biografien sind spätestens seit dem Milliardenerfolg von „Michael“ mal wieder schwer angesagt. Da kommt „Adams Acht“ über eine der faszinierendsten (Sportler-)Persönlichkeiten im Nachkriegsdeutschland genau richtig. Hier ist der Trailer:

Mit „Adams Acht“ kommt ein Biopic über einen der einflussreichsten Sporttrainer der Welt in die Kinos. Karl Adam (1912-1976) war seine gesamte Karriere über exklusiv im Rudersport tätig. Doch viele seiner damals als unkonventionell betrachteten, sich später als enorm innovativ herausstellenden, auf Mathematik und Physik aufbauenden Trainingsmethoden und technischen Kniffe nahmen auch Einzug in andere Disziplinen. Athlet*innen aus so gut wie allen Sportarten, die mit Ausdauer und Schnellkraft zu tun haben, profitierten auf die eine oder andere Weise von seinen Ideen und Neuerungen. Und das längst nicht nur in Deutschland.

Doch Karl Adam war nicht nur ein sportlicher Übungsleiter, sondern auch privat ein durchaus komplexer Mann. Das macht einen Film über ihn natürlich potenziell um einiges interessanter, als wenn er ihn nur beim Training Anweisungen brüllend zeigen könnte. So war der reale Adam Mitglied der NSDAP, trat sogar der SA bei und unterrichtete an einer Napola - den vormilitärischen Eliteschulen der Nazis, die ab den 1930ern die zukünftige Führungselite des Dritten Reichs ausbilden sollten.

Wie Regisseur Hannu Salonen („Oktoberfest 1900“) und seine Drehbuchautoren Domenik Pockberger und Stephan Falk („Tatort“) der Film über Adams Leben und Wirken gelungen ist und ob dieser auch für Kinofans interessant genug ist, denen Sport eigentlich egal ist, können wir alle schon bald im Kino erleben:

„Adams Acht“ startet bundesweit am 17. September 2026 in den deutschen Kinos. Unsere offizielle FILMSTARTS-Kritik veröffentlichen wir am 21. August 2026, dem Tag der Weltpremiere im Hauptort der Handlung: dem schleswig-holsteinischen Ratzeburg. Dort unterrichtete der echte Karl Adam an der lokalen Schule und arbeite für den dortigen Ruderclub.

Adams Acht
Adams Acht
Von Hannu Salonen
Mit Oliver Masucci, Felix Kammerer, Heino Ferch
Starttermin 17. September 2026

Als Adam erwartet euch Oliver Masucci aus dem Serien-Superhit „Dark“ und großen Leinwand-Erfolgen wie „Werk ohne Autor“ und „Schachnovelle“. In weiteren Hauptrollen sind „Im Westen nichts Neues“-Star Felix Kammerer, Svenja Jung aus dem Netflix-Nummer-1-Hit „Fall For Me“ und Leonard Kunz („Der Tiger“) dabei.

"Adams Acht": Das ist die Story

Ratzeburg in den 1950ern: Karl Adam (Oliver Masucci) ist als Lehrer an der lokalen Volksschule tätig. Dort trifft er auf eine Generation durch den Krieg vaterlos gewordener Jungen, die nicht wissen, wohin mit ihren Frustrationen. Der mit den Dämonen seiner eigenen NS-Vergangenheit ringende Pädagoge versucht, zumindest einigen von ihnen eine Perspektive für ihr Leben zu eröffnen, indem er sie zum Rudersport bringt.

Obwohl sich sein kleiner Club nicht einmal richtige Boote leisten kann, führen Adams innovatives Training und seine unkonventionellen Taktiken schnell zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Funktionäre des elitären Sports (u. a. Axel Milberg und Heino Ferch), die Adam und seine Truppe zunächst noch verhöhnen, müssen eines bald realisieren: Ausgerechnet diese Provinzbengel sind Deutschlands einzige Chance auf Gold bei den Olympischen Spielen in Rom …

Wenn ihr „Adams Acht“ und andere wichtige Neustarts aller Genres – egal ob auf großer Leinwand, im Streaming oder fürs Heimkino – auf keinen Fall verpassen wollt, abonniert doch einfach unseren kostenlosen Newsletter, der jeden Donnerstag erscheint.

Ebenfalls auf realen Ereignissen basiert der noch vor „Adams Acht“ in die Kinos kommende „Spaziergang nach Syrakus“. Im folgenden Artikel könnt ihr mehr über den Film erfahren und euch auch den Trailer anschauen.

Einer der populärsten deutschen Stars im Trailer zur Romanverfilmung "Spaziergang nach Syrakus"

Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Das deutschsprachige Gegenwartskino ist oft deutlich besser als sein Ruf. Oliver Kube fallen aktuell u. a. "Everytime", "Rose", "Der Heimatlose" und "Vaterland" als Belege dafür ein.
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