Auf der Disney-Messe D23 wurde kürzlich enthüllt, dass Ryan Gosling in „Star Wars: Starfighter“ eine Figur namens Kade Auberon spielt. Es soll ausdrücklich eine brandneue Figur sein. Doch stimmt das wirklich? Beim Vornamen „Kade“ denken eingefleischte Fans der einst von George Lucas erschaffenen Saga schließlich direkt an eine legendäre Figur aus dem nicht zum Kanon gehörenden, erweiterten „Star Wars“-Universum, dem EU. Dort gab es einen berühmten „Cade“. Die Schreibweise ist anders, der Name klingt aber gleich. Und dass dieser Cade besonders ist, dürfte direkt beim Nachnamen klar werden: Skywalker!
Die Namensähnlichkeit und ein paar weitere Parallelen sorgen so jetzt dafür, dass viele Fans wild spekulieren. Ist die Ähnlichkeit tatsächlich nur Zufall oder vielleicht sogar beabsichtigt?
Ryan Gosling in "Star Wars: Starfighter": Wer ist Kade Auberon?
Viel wissen wir bislang nicht über Kade Auberon. In „Star Wars: Starfighter“ von „Deadpool & Wolverine“-Regisseur Shawn Levy werden wir ihn laut offizieller Ankündigung als Mann von der „falschen Seite der Galaxis“ kennenlernen, dessen Schicksal eng mit einem außergewöhnlichen Starfighter verbunden ist. Er soll kein strahlender Held, kein edler ehemaliger Jedi-Ritter sein, sondern eher eine raue und zweifelhafte Figur auf den Spuren des frühen Han Solo.
Doch genau das veranlasst viele Fans, Vergleiche zu Cade Skywalker zu ziehen. Dieser wurde 2006 in der Comicreihe „Star Wars: Legacy“ eingeführt. Die Geschichte spielte mehr als 100 Jahre nach der klassischen Filmtrilogie und damit deutlich weiter in der Zukunft als alles, was wir bislang im offiziellen „Star Wars“-Kanon gesehen haben. Wie der Name schon deutlich macht, war Cade ein Nachfahre von Luke Skywalker. Doch auf sein Vermächtnis als Erbe einer der berühmtesten Familien der Galaxis hatte er herzlich wenig Lust.
Dark Horse Comics
Zuerst schien ihm zwar der Weg in den Jedi-Orden vorgezeichnet, doch nachdem er während eines Krieges den brutalen Tod seines Vaters mitansehen musste, kehrte er davon schwer traumatisiert seiner Ausbildung den Rücken. Getrieben von Rache verdingte er sich unter anderem als Kopfgeldjäger und Pirat. Nur widerwillig wurde er später wieder in Abenteuer rund um die Zukunft der Galaxis hineingezogen. Insgesamt ist die Figur ein ziemlich kaputter Antiheld, der sich gegen seine eigene Bestimmung wehrt.
Kade statt Cade: Mehr als nur ein ähnlicher Name?
Die Beschreibung „kaputter Antiheld“ taucht auch in Gerüchten rund um Goslings Figur immer wieder auf. Zudem besagten Branchengerüchte, dass er schwer vom Krieg traumatisiert ist und nichts mehr mit den Konflikten der Galaxis zu tun haben will. Beide Figuren sind Außenseiter und Antihelden, die sich nicht freiwillig die Rettung der Galaxis aufbürden wollen. Diese Parallelen beflügeln zusammen mit der Namensähnlichkeit nun die Fantasie der Fans, die teilweise auch optisch aufgrund der blonden, etwas wuscheligen Haare (siehe unser Artikelbild) einige Gemeinsamkeiten ausgemacht haben wollen.
Ganz wichtig ist dabei aber: Kade Auberon wird sich nicht plötzlich heimlich als Cade Skywalker herausstellen. „Starfighter“ spielt nur etwa fünf Jahre nach „Der Aufstieg Skywalkers“, während die Comics ein Jahrhundert später angesiedelt sind. Es ist also nicht die exakt selbe Figur. Doch Lucasfilm könnte sich bewusst Elemente geborgt und sie umgearbeitet haben. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Figuren und Ideen aus dem alten Expanded Universe aufgegriffen und für den neuen Kanon verändert. Das prominenteste Beispiel ist Großadmiral Thrawn, der ursprünglich in Timothy Zahns Romanen auftauchte und später in „Star Wars Rebels“ und „Ahsoka“ zurückkehrte.
Nach 4 (!) Jahren wird das gefeierte "The Mandalorian"-Spin-off endlich fortgesetzt: Erster Trailer zu "Ahsoka" Staffel 2 verrät den StartterminZudem hat Lucasfilm bereits in der Vergangenheit bewusst mit Namen gearbeitet. So gab es im alten EU mit Jacen Solo einen Sohn von Han und Leia, der zu einer zentralen Figur der Legends-Geschichten wurde. Als Dave Filoni im Finale der Serie „Star Wars Rebels“ Heras und Kanans Sohn einführte, gab er diesem den Namen Jacen Syndulla. Er erklärte später, dass es eine bewusste Ehrung der Figur aus dem EU sei, ein kleiner „Wink“ an die Fans. Die Namens-Hommage bedeute aber nicht, dass Jacen Syndulla irgendwann auch Jacen Solos Geschichte übernehmen wird, denn einen langfristigen Plan für die Figur hatte Filoni damals gar nicht. Auch bei Kade und Cade könnte die Namensähnlichkeit so einfach nur ein kleiner Verweis sein, der aber keine tiefere inhaltliche Bedeutung hat.
Fans wird das nicht davon abhalten, weiter zu spekulieren und Theorien zu schmieden. Denn schließlich wird es noch eine Weile dauern, bis wir mehr wissen. Am 26. Mai 2027, wenn „Star Wars: Starfighter“ in die deutschen Kinos kommt, dürften wir erfahren, was hinter Kade Auberon steckt.
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