Diese Woche neu im Kino: Ridley Scotts bildgewaltige Antwort auf "The Last Of Us" und "I Am Legend"

Die Welt ist im Kino schon oft untergegangen. Mit „Das Ende der Sterne“ darf nun Regie-Altmeister Ridley Scott das Ende der Zivilisation zelebrieren. Herausgekommen ist eine fast melancholische Endzeit-Beobachtung. Ab dem 27. August 2026 im Kino.

Der Zusammenbruch der Zivilisation liefert eindrucksvolle Bilder – das haben Filme wie „28 Days Later“, „I Am Legend“, „The Road“ oder auch Serien wie „The Last Of Us“ bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit „Das Ende der Sterne“ erwartet uns ab dem 27. August 2026 wieder einmal das Ende der Menschheit auf der großen Leinwand. Dieses Mal in Szene gesetzt von Altmeister Ridley Scott, der hier den angehenden Superstar Jacob Elordi als wortkargen Hig durch die Überreste der menschlichen Zivilisation streifen lässt.

Das Ende der Sterne“ braucht sich dabei vor der Konkurrenz nicht zu verstecken - im Gegenteil: allein schon für die eindrucksvollen Bilder lohnt sich der Kinobesuch. Die Rückeroberung der menschenleeren Städte durch die Natur, die Straßen, Häuser und sonstige Relikte der menschlichen Zivilisation verschlingt, versprüht eine fast melancholische Atmosphäre. Ähnliches gilt auch für Higs Ausflüge mit seiner kleinen Cessna. Wenn er über die fast unberührt scheinenden Wälder und Seen Nordamerikas gleitet, wecken die Aufnahmen nicht nur die Entdeckerlust, sondern vermitteln auch immer ein kleines bisschen Aussteigerromantik.

Darum geht es in "Das Ende der Sterne"

Eine verheerende Grippepandemie hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht. Zu den wenigen Überlebenden gehört Big Hig (Jacob Elordi), der sich gemeinsam mit seinem Hund Jasper auf einem abgelegenen Flugplatz verschanzt. Gemeinsam mit dem misstrauischen und waffenbegeisterten Ex-Marine Bangley (Josh Brolin) versucht er, das Gelände gegen Plünderer und andere Gefahren zu verteidigen. Zwischen den beiden ungleichen Männern entsteht dabei eine Zweckgemeinschaft, die ihnen das Überleben sichert.

Eines Tages fängt Hig über sein Funkgerät jedoch ein Signal auf. Der mysteriöse Funkspruch lässt ihn hoffen, dass es außerhalb seines abgeschotteten Lebens vielleicht doch noch andere Menschen und Reste einer funktionierenden Gesellschaft gibt. Kurzerhand steigt er in seine Cessna und folgt dem Signal. Auf seiner Suche nach Antworten trifft er auf Pops (Guy Pearce) und Cima (Margaret Qualley), die sich seiner gefährlichen Reise anschließen …

Action und Überlebens-Melancholie

Seine besten Momente liefert „Das Ende der Sterne“, wenn er sich vollständig der entschleunigten Ordnung der neuen Welt hingibt und seine Hauptfiguren beim täglichen Treiben beobachtet. Doch natürlich ist die Ruhe trügerisch. Immer wieder mischen sich Störgeräusche in den Alltag. Manchmal verursacht durch die Natur selbst, doch viel öfter durch das Zusammentreffen mit anderen Überlebenden. Denn in Ridley Scotts Survival-Drama sind Menschen immer eine unberechenbare Gefahr. Diese weiß der Regie-Altmeister auch knallhart in Szene zu setzen – auch wenn sich insbesondere die großen Action-Sequenzen ein bisschen wie ein Fremdkörper im sonst so melancholischen Überlebenskampf anfühlen.

In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gibt es von unserem Autoren Pascal Reis dafür 3,5 Sterne. Übrigens ist Ridley Scott trotz seines inzwischen hohen Alters noch lange nicht bereit für den Ruhestand. Aktuell plant er bereits sein nächstes Groß-Projekt – ein Remake eines legendären Abenteuer-Klassikers:

"Gladiator"-Regisseur Ridley Scott dreht als nächstes einen "Fluch der Karibik"-Konkurrenten – und will dafür diese beiden Stars
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.
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