Am Montagabend wurden in Los Angeles mit den Primetime Emmy Awards die wichtigsten Auszeichnungen für US-amerikanische Fernsehproduktionen zum 78. Mal verliehen. Die Veranstaltung wurde von „Law & Order: Special Victims Unit“-Star Mariska Hargitay moderiert, wobei gleich eine ganze Reihe von Rekorden aufgestellt wurde.
Unter anderem konnte Jean Smart auch für die finale Staffel von „Hacks“ den Preis für die beste Hauptdarstellerin einer Comedy-Serie mit nach Hause nehmen. Damit ist sie die erste Schauspielerin, die für jede Staffel einer Serie mit einem Emmy gewürdigt wurde. Und dann wäre da natürlich noch die Ausnahmeserie „Widow's Bay“: Mit sage und schreibe 14 Statuetten stellte die Apple-TV-Reihe einen Rekord für die meisten Erfolge einer einzelnen Staffel einer Comedyserie auf.
Matthew Rhys schreibt mit seinem Doppelsieg Geschichte
Darunter war auch eine Auszeichnungen für den Waliser Matthew Rhys. Für seine Darstellung des stümpferhaften, aber gutmütigen Bürgermeisters des namensgebenden Inselstädtchens wurde er mit dem Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie ausgezeichnet. Am selben Abend erhielt er außerdem für seine Leistung in „The Beast In Me“ den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie. In der Netflix-Produktion zeigt sich Rhys von einer ganz anderen Seite: wohlhabend, distanziert, irgendwie charmant, aber allen voran unheimlich. Schließlich wird der von ihm gespielte Nile Jarvis des Mordes an seiner ersten Frau verdächtigt.
Mit dem Doppelsieg gelingt dem 51-Jährigen etwas, wozu noch kein Schauspieler vor ihm in der Lage war: Emmys in allen drei Hauptdarsteller-Kategorien zu gewinnen. 2018 wurde der Darsteller nämlich bereits für seine Rolle in der Serie „The Americans“ mit dem begehrten Fernsehpreis in der Drama-Kategorie honoriert.
Ehepaar im Emmy-Duell
Bei den Dreharbeiten zu „The Americans“ lernte der Brite auch seine Frau Keri Russell kennen, mit der er bei den gestrigen Emmys konkurrierte. Die Hauptdarstellerin des deutschen Kannibalenfilms „Rohtenburg“ war für ihre Leistung in „Diplomatische Beziehungen“ ebenfalls nominiert gewesen, ging jedoch leer aus.
In einem Video, das vom Industrie-Magazin The Hollywood Reporter geteilt wurde, scherzte Rhys bei seiner anschließenden Dankesrede im Presseraum über den erbitterten Konkurrenzkampf im Hause Russell-Rhys, bevor er zu dem Schluss kam: „Wenn ich vollkommen ehrlich bin, ist sie immer die Gewinnerin.“
Wer sonst noch zu den großen Gewinnern des Abends gehörte erfahr ihr im folgenden Artikel:
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