Als Mittdreißiger galt Dan Trachtenberg als eine DER Nachwuchs-Hoffnungen in Hollywood, schließlich hatte er mit „10 Cloverfield Lane“ bereits einen veritablen Hit vorzuweisen – der nicht nur ein gewaltiger Kassenschlager war, sondern auch Presse und Publikum überzeugen konnte. Es sollten einige Jahre ins Land ziehen, bis der Filmemacher diesen Vorschusslorbeeren schließlich gerecht werden sollte:
Nahm er zunächst für TV-Serien wie „The Boys“ und „Black Mirror“ auf dem Regiestuhl Platz, kaperte er schließlich das „Predator“-Franchise – und bescherte uns mit „Prey“, „Predator: Killer Of Killers“ und „Predator: Badlands“ drei der besten Teile der ikonischen Science-Fiction-Saga. Nun aber scheint es ganz so, als sei der heute 45-Jährige auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Nachdem er vor einigen Jahren bereits mit einer Serien-Fortsetzung zum dystopischen Kevin-Costner-Film „Waterworld“ in Verbindung gebracht wurde, dürfte daraus letztlich zwar nichts mehr werden. Dafür angelte sich der Amerikaner jetzt ein fast noch prestigeträchtigeres Projekt…
Nach "Predator" kommt "Dornröschen"!
Es mag auf den ersten Blick völlig unpassend wirken, auf den zweiten ergibt das aber doch irgendwie ziemlich Sinn. Denn wie Deadline zunächst exklusiv berichtete, arbeitet Dan Trachtenberg jetzt an einem von „Dornröschen“ inspirierten Film! Märchen statt Alien-Metzeleien – wie passt das zusammen?
Nun, während der Sprung inhaltlicher Natur ein großer sein dürfte, ist doch auch ein offensichtlicher gemeinsamer Nenner zu finden. Denn der Film soll für Disney entstehen – und seine „Predator“-Abenteuer drehte Trachtenberg ja auch schon für die Maushaus-Tochterfirma 20th Century Studios. Und noch eine weitere Gemeinsamkeit gibt es mit den actionreichen Sci-Fi-Krachern: den Ansatz, den die Macher damit verfolgen.
Denn ersten Informationen zufolge soll die Geschichte „in eine völlig neue Richtung gelenkt“ werden. Und dass Trachtenberg genau das kann, hat er eben auch schon mit den drei erwähnten Yautja-Abenteuern unter Beweis gestellt. Seine „Predator“-Filme unterscheiden sich so nicht nur untereinander stark, sondern lenkten die gesamte Reihe in gänzlich neue Bahnen.
Keine Verbindung zu "Maleficent"
Trachtenberg entwickelte die Geschichte gemeinsam mit Rayna McClendon („Willow“, „The Walking Dead: World Beyond“). Alex Anfanger und Dan Schimpf sollen das Ganze letztlich in Drehbuchform bringen. Inwiefern der noch titellose Film eine neue Geschichte oder eine Abwandlung der altbekannten Story erzählen wird, ist noch nicht bekannt. Eine Verbindung zu den höchst erfolgreichen „Maleficent“-Filmen mit Angelina Jolie soll es jedoch nicht geben, beruft sich Deadline auf Insider-Informationen.
Mit Ben Rosenblatt ist Trachtenbergs Stamm-Produzent natürlich erneut mit von der Partie. Auch Teil des Projektes ist zudem Produzentin Michelle Rejwan, deren Vita sich ebenfalls sehen lassen kann. Seit „Das Erwachen der Macht“ ist sie bei „Star Wars“ an Bord, darüber hinaus hatte sie auch schon bei „Super 8“, „Star Trek Into Darkness“ und „Willow“ ihre Finger im Spiel.
Wer mit dem Schwarzenegger-„Predator“ und Filmen jener Couleur aufgewachsen ist, sollte unbedingt auch einen Blick in den nachfolgenden Artikel werfen. Denn darum geht es um die Heimkino-Premiere einer total frei drehenden Hommage an das Testosteron-Kino der 80er:
Irrer Kriegsfilm-Splatter kommt nach 8 (!) Jahren endlich ins Heimkino – ein Fest für Fans von "Rambo", "Predator" und Co.