2005 sicherte sich eine Natur-Dokumentation für alle Zeiten ihren Platz in der Kinogeschichte. Zur Überraschung aller entwickelte sich Luc Jacquets „Die Reise der Pinguine“, in dem es um den Überlebenskampf der Kaiserpinguine in der Antarktis geht, damals zu einem Jahrhunderterfolg. Und: Zu einem Film der Rekorde, wie es einer (Natur-)Doku in dieser Form zuvor noch nicht gelungen war.
„Die Reise der Pinguine“ war mit einem Einspiel von fast 80 Millionen Dollar einer der größten US-Kinohits 2005 – und fortan für viele Jahre die kommerziell erfolgreichste Doku in den USA. Bei uns wollten den Film 1,5 Millionen Zuschauer in den Kinos sehen. Das bedeutete Platz 17 im Jahres-Ranking, noch vor Filmen wie „Sin City“ oder „Batman Begins“! Hinzu kamen rund 30 internationale Filmpreise, darunter mit dem Oscar auch der wichtigste Filmpreis der Welt.
Ihr habt diese bahnbrechende, mit Preisen überhäufte Doku bislang noch nicht gesehen? Dann haben wir gute Nachrichten für euch: Ihr könnt sie aktuell im Channel Arthaus+ auf Amazon Prime Video streamen, den ihr völlig kostenlos testen könnt:
Das ist "Die Reise der Pinguine"
Der französische Filmemacher und Biologie Jacquet erforscht in seinem Debütfilm das harte Leben und (das noch härtere) Überleben der Kaiserpinguine bei minus 40 Grad Celsius. Jacquet zeigt das Schlüpfen der Jungtiere, folgt den Erwachsenen bei der Jagd, ihren Liebestänzen und wie sie den Widrigkeiten der Natur trotzen. Im Zentrum stehen die beschwerlichen, lebensgefährlichen Wanderungen der Tiere zu ihrem Brutgebiet.
Am Ende des Winters sind die arktischen Brutstätten über 100 Kilometer vom nächsten offenen Wasser, in dem die Tiere Nahrung finden, entfernt. Um dort hin zu gelangen, müssen alle Pinguine im fortpflanzungsfähigen Alter die Strecke über das Packeis zurücklegen.
Im Film leihen Schauspieler den Pinguinen ihre Stimmen, wodurch die Gedanken der Tiere in Form von inneren Monologen ausgedrückt werden. So können sie Gefühle wie Liebe, Mut, Einsamkeit, Zuneigung und Angst vermitteln. Dieser emotionale, poetische Ansatz kam – in Verbindung mit den majestätischen Naturaufnahmen – auch bei den Fachmedien an. Davon zeugt eine beachtliche Kritiker-Zustimmung von 94 Prozent auf Rotten Tomatoes (bei aktuell 181 ausgewerteten Reviews).
Ähnlich wie „Die Reise der Pinguine“ dürfte auch „You Can See Everything“ (Start in den USA: Oktober) eine Doku werden, wie es sie in dieser Form noch nie gab. Wenn auch mit einem gänzlich anderen thematischen Bezug:
Hautnah an der größten Betrügerin Silicon Valleys: Der erste lange Trailer zur Doku "You Can See Everything“ wirkt wie ein Psychothriller*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.