Das Kino von Joe Begos ist laut, blutig und in Neonfarben getränkt – das weiß jeder, der seine bisherigen Arbeiten kennt. Seit „Bliss“ aus dem Jahr 2019 ist dieser Neon-Wahnsinn zu seinem Markenzeichen geworden, das er in Filmen wie „VFW“ und „Christmas Bloody Christmas“ immer mehr ins Extreme führte. Mit „Jimmy And Stiggs“ erwartet uns nun das neueste Werk des exzentrischen Regisseurs – und auch hier geht es gewohnt kompromisslos zu.
Bereits 2024 feierte der ungewöhnliche Splatter hierzulande seine Leinwand-Premiere auf dem Fantasy Filmfest – eine reguläre Kino-Auswertung blieb dem Schocker leider verwehrt. Jetzt – mehr als zwei Jahre später – kommt der Streifen endlich ins Heimkino. Genre-Fans können sich den Alien-Invasion-Horror ab sofort auf DVD* oder Blu-ray ins Regal stellen:
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"Jimmy And Stiggs": Das ist die Handlung
Eine Flut schlechter Nachrichten treibt den arbeitslosen Filmemacher Jimmy Lang (Joe Begos) in eine völlig aus dem Ruder laufende Saufnacht. Im Vollrausch ist er überzeugt, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Aus Angst, dass die Aliens zurückkehren, wendet er sich an seinen alten Freund Stiggs (Matt Mercer), der ihm helfen soll, sich auf den vermeintlichen Krieg vorzubereiten. Doch mit Einbruch der Dunkelheit nimmt der Wahnsinn endgültig seinen Lauf: Die beiden geraten in einen halluzinatorischen Strudel aus Drogen, Alkohol und jeder Menge Blutvergießen.
Wie schon in „Christmas Bloody Christmas“ stand in „Jimmy And Stiggs“ Regisseur Joe Begos als Schauspieler vor der Kamera und verkörperte hier den titelgebenden Jimmy. An seiner Seite: Sprecher-Legende und Rollenspiel-Veteran Matt Mercer („Baldur’s Gate 3“), der bereits mehrfach mit Joe Begos zusammengearbeitet hat – und sich hier einmal mehr von seiner teuflischen Seite präsentieren darf.
"Bad Taste" trifft auf "Crank"
Herausgekommen ist ein schrilles Schlachtfest, das den gesamten Bildschirm in neonfarbenes Blut taucht und sich wie ein böser Drogentrip anfühlt – auch weil Joe Begos' neuestes Werk das Gaspedal zwischendurch bis zum Anschlag durchdrückt und kaum Zeit für Atempausen lässt. Nicht ohne Grund wurde der Film bei Bei Bloody Disgusting so beispielsweise als „Begos' Antwort auf Peter Jacksons ‚Bad Taste‘, Sam Raimis ‚Evil Dead‘ mit einem Hauch ‚Crank‘“ beschrieben.
Dennoch wird gerade der eigenwillige Look wird dabei sicherlich nicht allen Zuschauer*innen schmecken. Wer aber ein Herz für Splatter abseits der Norm besitzt und sich auf den düster-blutigen Farbrausch einlassen kann, sollte mit „Jimmy And Stiggs“ durchaus einen launigen Filmabend verbringen können. Wer noch mehr Heimkino-Tipps möchte, bekommt diese hier:
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