Für den eigenen Traum noch einmal ganz von vorne anfangen und dafür sogar die finanzielle Sicherheit aufgeben? Was zunächst nach einem mutigen Schritt in ein selbstbestimmtes Leben klingt, kann schnell zum existenziellen Problem werden. Genau davon erzählt der französische Film „Down And Out In Paris“, der am 3. Dezember 2026 in die deutschen Kinos kommt.
Regisseurin Valérie Donzelli („Das Leben gehört uns“) schildert darin die wahre Geschichte eines Mannes, der seine erfolgreiche Karriere hinter sich lässt, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Doch bald türmen sich die Finanzprobleme so sehr, dass er Teil einer perfiden Arbeitsmasche wird, bei der ein gnadenloser Preiskampf herrscht.
Darum geht es in "Down And Out In Paris"
Paul Marquet (Bastien Bouillon) war einmal ein erfolgreicher Fotograf, der mit seiner Arbeit gutes Geld verdiente. Doch sein eigentlicher Traum ist es, Bücher zu schreiben. Also hängt er seinen bisherigen Beruf an den Nagel und konzentriert sich fortan auf seine Karriere als Autor. Allerdings erweist sich dieser Neuanfang als deutlich schwieriger als erhofft. Zwar hat Paul bereits mehrere Bücher veröffentlicht, doch die Verkaufszahlen bleiben überschaubar. Während seine finanziellen Reserven immer weiter schwinden, muss er einen Weg finden, den Lebensunterhalt zu bestreiten, ohne den Traum von der Schriftstellerei aufzugeben.
Die vermeintliche Lösung findet er in einer App, über die Privatpersonen Gelegenheitsarbeiten vergeben. Allerdings erhält nicht der am besten Qualifizierte den Zuschlag, sondern wer bereit ist, den Auftrag zum niedrigsten Preis zu erledigen. Paul beginnt deshalb, sich für immer weniger Geld anzubieten. Fortan schlägt er sich von einem Mini-Job zum nächsten durch, baut Möbel zusammen, erledigt Gartenarbeit und putzt Wohnungen. Doch die körperlich anstrengenden Arbeiten, die miserablen Löhne und die teilweise anspruchsvollen Kundinnen und Kunden fordern zunehmend ihren Tribut. Und Paul muss sich fragen, wie viel er für seinen Traum eigentlich zu opfern bereit ist.
Basierend auf einer wahren Geschichte und in Venedig ausgezeichnet
„Down And Out In Paris“ basiert auf dem autobiografisch geprägten Roman „À pied d’œuvre“ des französischen Schriftstellers Franck Courtès, der tatsächlich seine erfolgreiche Karriere als Fotograf aufgab, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Seine Erfahrungen mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs verarbeitete er später literarisch. Valérie Donzelli adaptierte das Buch nun fürs Kino und verfasste gemeinsam mit Gilles Marchand („Enzo“) auch das Drehbuch.
Bei seiner Weltpremiere im Rahmen des Wettbewerbs der Filmfestspiele von Venedig 2025 wurde das Duo direkt mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Nach weiteren Festivalvorführungen folgte im Februar 2026 der Kinostart in Frankreich. Jetzt kommt das Drama endlich auch nach Deutschland. „Down And Out In Paris“ läuft wie gesagt hierzulande ab dem 3. Dezember 2026 in den Kinos.