Wer nach den besten Film- und Serien-Adaptionen bekannter Videospiele sucht, stößt früher oder später auf „Cyberpunk: Edgerunners“. Schließlich konnte die erste Staffel 100 Prozent positive Fachpresse-Rezensionen auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes für sich verbuchen – und auch der Publikums-Score steht diesem Top-Ergebnis mit 95 Prozent positiven Wertungen kaum nach. Erzählt wird hier eine inhaltlich abgeschlossene Geschichte aus der Welt des Action-Rollenspiels „Cyberpunk 2077“, das vom Studio CD Projekt Red („The Witcher 3“) 2020 auf den Markt gebracht wurde – und sich nach einigen Startschwierigkeiten inzwischen zu einem gefeierten Gaming-Highlight entwickelt hat.
Bemerkenswert: „Cyberpunk: Edgerunners“ setzt nicht auf bereits aus der Vorlage bekannte Charaktere, sondern erzählt eine eigenständige und emotional vielschichtige Geschichte, die trotz viel Blut und bewusst provokanten Figuren ihr Herz am rechten Fleck trägt – und zumindest den Autor dieses Artikels am Ende sogar zu Tränen rühren konnte.
Auf Netflix ist jetzt die zweite Staffel dieses Ausnahme-Animes gestartet. Alle zehn Folgen könnt ihr euch ab dem heutigen 20. Oktober 2026 beim Streaming-Riesen anschauen. Dass die neuen Folgen richtig reinhauen, steht nach dem ersten Trailer außer Frage: Dieser verspricht bereits jede Menge blutgetränkten Wahnsinn.
Und darum geht es in "Cyberpunk: Edgerunners 2"
In „Cyberpunk: Edgerunners 2“ wird eine frische Geschichte aus der kaputten Millionen-Metropole Night City erzählt. Im Mittelpunkt steht jetzt eine gescheiterte Cyberpunk-Legende, die lernen muss, ohne die künstlichen Verbesserungen zu leben, die jahrelang ihre Existenz bestimmt haben. Zudem bricht der berüchtigte Killer Nomade D zu einer gefährlichen Rachemission auf, die Konzern-Geheimnisse ans Tageslicht befördert, die niemals hätten aufgedeckt werden sollen.
Für den Autor dieses Artikels steht mit „Cyberpunk: Edgerunners 2“ ein absolutes Serien-Highlight an. Gerade die Mischung aus sehr glatten Animationen, die immer wieder von einer bewusst rauen VHS-Optik durchbrochen werden, macht Lust auf mehr. Dazu noch ein treibender Hyperpop-Soundtrack und krachende Action – hier könnte tatsächlich einer der besten Animes des Jahres auf uns warten.
Dass die geschickte Kreuzung der Handlungsstränge laut den Machern sogar Erinnerungen an Quentin Tarantinos Meisterwerk „Pulp Fiction“ wecken soll, ist da nur die Kirsche auf der Sahnetorte.
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