2000 brachte der deutsche „Das Boot“- und „In The Line Of Fire“-Regisseur Wolfgang Petersen mit „Der Sturm“ eine reale Naturkatastrophe auf die Kinoleinwände und landete damit einen großen Hit. In unserer offiziellen FILMSTARTS-Kritik vergeben wir gute 3,5 von 5 möglichen Sternen und nennen den Desaster-Thriller ein „spannendes Action-Drama“. Zudem loben wir explizit die Hurrikan-Szenen als besonders mitreißend.
„Der Sturm“ ist ab sofort Teil des Programms von Netflix. Wer dort kein Abo hat, kann den FSK-12-Titel für ein paar Euro alternativ als Blu-ray* oder Video-on-Demand bekommen:
"Der Sturm": Das ist die Story
1991: Die Zeiten sind hart für Fischer wie den erfahrenen Kapitän Billy Tayne (George Clooney). Gerade erst ist er mit seinem Boot, der „Andrea Gail“, in den heimatlichen Hafen von Gloucester, Massachusetts eingelaufen, da muss er wenige Tage später schon wieder zu einem neuen Fischzug ausziehen. Denn der aktuelle Fang reicht noch nicht einmal aus, um seine Crew zu bezahlen.
Dieses Mal will er vor der Konkurrenz los, um eine größere Wahrscheinlichkeit auf volle Netze zu haben. Zusammen mit einer Mannschaft aus Tagelöhnern und seinem besten Kumpel Bobby Shatford (Mark Wahlberg) sticht Tayne in See und kann tatsächlich beachtliche Erfolge beim Fischfang verbuchen. Noch wissen die Männer allerdings nicht, dass sie geradewegs auf einen Sturm zusteuern, der als einer der verheerendsten an der US-Ostküste in die Geschichte eingehen soll …
Warner Bros.
George Clooney statt Harrison Ford, Nicolas Cage oder Mel Gibson
Wolfgang Petersens Film basiert auf dem gleichnamigen, von Journalist Sebastian Junger verfassten, Tatsachen mit Spekulation kombinierenden Sachbuch. Dieses erzählt vom Schicksal der „Andrea Gail“, die im namenlosen Hurrikan, der im Volksmund später „The Perfect Storm“ (so lautet auch der Originaltitel des Films) genannt wurde, in Schwierigkeiten geriet.
Die Adaption des Buches durch Drehbuchautor William D. Wittliff („Legenden der Leidenschaft“) übernahm das Gros der Fakten. In Bezug auf die Beziehungen diverser Charaktere untereinander wurde aber einiges fiktionalisiert. Nach dem Kinostart reichten Angehörige zweier der im Film dargestellten Personen deshalb Klagen gegen die Produktion ein. Dem weltweiten Einspielergebnis von 328 Millionen Dollar tat dieser Umstand jedoch keinen Abbruch.
Ursprünglich wollte George Clooney nur eine der Nebenrollen spielen, da er zu dieser Zeit schon mit den Vorbereitungen zu seinem Regiedebüt „Geständnisse - Confessions Of A Dangerous Mind“ beschäftigt war. Als aber nacheinander Harrison Ford, Nicolas Cage sowie Mel Gibson den Part des Kapitäns ablehnten, überredete der deutsche Filmemacher ihn, die Hauptrolle zu übernehmen.
Die eigentlichen Stars des Films sind allerdings ein von der Produktion wieder flott gemachtes Bootswrack, das der echten „Andrea Gail“ verblüffend ähnlich sieht, sowie die exzellenten Spezialeffekte. „Der Sturm“ sieht sogar auf heutigen TV-Bildschirmen noch immer angsteinflößend authentisch aus.
Beim Dreh des Films War George Clooney fast durchgehend pitschnass. Noch deutschlich weniger Spaß hatte der Superstar allerdings während der Produktion eines Streifens, für den er kurz vor „Der Sturm“ vor der Kamera stand:
"Ein miserabler Kerl, der dir das Leben zur Hölle macht": George Clooney will nie mehr mit Christian Bales Lieblingsregisseur arbeitenDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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