Die 25 besten Filme ab 18

Nur für Erwachsene!

Platz 5: Drive

(Nicolas Winding Refn, USA 2011)

1978 inszeniert Walter Hill den existenzialistischen Neo-Noir „Driver“, mit dem besten Fluchtwagenhelfer von ganz Los Angeles als Hauptperson. 2011 drehte der Däne Nicolas Winding Refn das extrem stilisierte Action-Drama „Drive“ im poppigen 80er-Retro-Chic. Im Mittelpunkt der Handlung steht erneut der namenlose beste Fluchtwagenhelfer von L.A. Doch an dieser Stelle enden bereits die Ähnlichkeiten zwischen beiden Filmen. „Driver“ war jenseits seines existenzialistischen Grundtons ein klassischer schweißtreibender Actioner um einen harten Hund, der schneller fährt, als es die Polizei erlaubt. Der Driver in „Drive“ (ein betont wortkarger Ryan Gosling) ist ebenso abgebrüht, aber noch wesentlich kontrollierter. Gleich in der atemberaubenden Eröffnungssequenz verblüfft er dadurch, dass er auch einmal ganz ruhig mit seinem Wagen stehen bleiben kann, gerade weil bereits alle umgebenden Straßen voller Polizeiautos sind. Seine Taktik lautet Kopfarbeit, statt Bleifuß. Und schneller als ihm lieb ist, gerät der Driver so tief in die Bredouille, dass er tatsächlich mächtig Chuzpe und Köpfchen bracht, wenn er überleben will. Das Ganze ist von Winding Refn inszeniert als ein absolut hypnotisch-kinetischer feuchter Cinephilentraum.

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