(Verfügbar ab: 22. August 2016)
Darum geht’s: Der Kulturhistoriker und Journalist Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, erhofft sich aber viel von seinem Vorhaben, eine Biografie des Malers Manuel Kaminski (Jesper Christensen) zu schreiben. Kaminski sorgte nicht nur mit seinen Werken sondern viel mehr mit seinem markanten Auftreten in der Kunstwelt für Aufsehen, lebt mittlerweile jedoch zurückgezogen in den Alpen. Zöllner besucht den exzentrischen Mann und schafft es, ihn aus den Armen seiner äußerst wachsamen Tochter Miriam (Amira Casar) zu reißen. Zusammen begibt sich das ungleiche Paar auf ein irrsinniges Abenteuer.
Darum anschauen: „Ich und Kaminski” ist Wolfgang Beckers Verfilmung des gleichnamigen Daniel Kehlmann-Romans, die aber anders als „Good Bye, Lenin!” eine wirklich sympathische Hauptfigur vermissen lässt. Daniel Brühl als Sebastian Zöllner ist ein schmieriger Widerling, der jedoch bewusst unsere Adern an der Stirn pulsieren lassen will: Süffisant und satirisch führt ins Wolfgang Becker in die sonst so angestrengt erscheinende Kunstwelt. Der plötzliche Tiefgang in der zweiten Hälfte von „Ich und Kaminski” lässt die eigentlich gelungene Karikatur der Kunstsphäre aber merklich an Fahrt und Biss verlieren.