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    "Gilmore Girls": Diese zentrale Figur sollte eigentlich weiblich sein
    Von Björn Becher — 18.11.2016 um 09:31

    Ab dem 25. November 2016 gibt es vier neue Geschichten der „Gilmore Girls“ in Spielfilmlänge auf Netflix. Dabei sehen wir auch eine zentrale Figur wieder, die beinahe ganz anders geworden wäre.

    Netflix
    Wie „Gilmore Girls“-Fans wissen dürften, war die große Romanze zwischen Lorelai (Lauren Graham) und Luke (Scott Patterson) von den Machern Amy Sherman-Palladino und Daniel Palladino anfangs überhaupt nicht geplant gewesen. Luke sollte einfach nur ein Café-Besitzer sein, bei dem Lorelai ihre Kaffee-Sucht befriedigt. Doch wie Amy Sherman-Palladino den Kollegen von Entertainment Weekly verriet, war die Figur sogar noch weiter weg von einem Love Interest als gedacht.

    „Luke war eigentlich weiblich“, so die Autorin. Doch der Sender habe dann zu ihr gesagt, dass man eine männliche Figur mehr in der Hauptbesetzung brauche. Daher habe sie einfach den Namen einer Person geändert. Aus Daisy wurde so Luke. „Ich habe nicht einmal eine Dialogzeile geändert, weil ich so faul bin“, so Sherman-Palladino.

    Obwohl Schauspieler Scott Patterson so anfangs Dialoge vorträgt, die für eine weibliche Figur geschrieben wurden, spürten wir Zuschauer von der ersten Episode an, dass Luke und Lorelai zusammengehören (Sorry an alle aus „Team Christopher“ oder „Team Max“). Wie schon lange bekannt ist, ist dies einzig und allein der Chemie zwischen Scott Patterson und Lauren Graham zu verdanken, die erst dafür sorgte, dass die Autoren Luke schnell weiter aufwerteten. So bauten sie zum Beispiel den Plot um seine Verflossene Rachel (Lisa Ann Hadley) ein, die plötzlich in der Mitte der ersten Staffel das erste Mal erwähnt wird und kurz darauf in Stars Hollow auftaucht. Dieser Nebenplot war ein frühes Mittel, um endgültig zu verdeutlichen, dass Luke und Lorelai etwas füreinander empfinden – auch wenn es noch lange dauern sollte, bis sie sich das richtig eingestehen.

    Wie Amy Sherman-Palladino nun noch verriet, brauchte sie übrigens ziemlich lange, bis ihr bewusst wurde, dass eine Liebesgeschichte zwischen Luke und Lorelai unabwendbar ist: „Es war die Folge, als sie im Markt waren und Lorelai Dean hinterherspionierte. Luke war auch da und sie hatten diese gemeinsame Szene, die eigentlich nichts bedeutete.“ Sherman-Palladino spielt hier auf die siebte Episode der ersten Staffel an – also einen Zeitpunkt, als es schon viele Momente zwischen Luke und Lorelai gab, bei denen wir es knistern gespürt haben – wie gesagt alles den Schauspielern zu verdanken. Scott Patterson erklärte so auch den Kollegen: „Ich wusste es von dem Moment an, als wir uns getroffen haben, ich wusste, das funktioniert auf dem Bildschirm. Wir hatten einfach einen Rhythmus.“ Lauren Graham brauchte dagegen länger: „Es sah für mich nicht so aus, dass er das endgültige Love Interest ist […] Es hätte so viele andere Wege gehen können. Es war nur irgendetwas zwischen den Figuren, das sie immer wieder zusammengebracht hat und das langsam gewachsen ist.“

    Wie es mit Lorelai und Luke, aber natürlich auch Rory, Emily, Logan, Dean, Jess, Sookie und Co. weitergeht, erfahren wir dann ab dem 25. November 2016 auf Netflix, wenn alle vier 90-minütigen Folgen von „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“ veröffentlicht werden.



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