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    Die 30 besten Abenteuerfilme aller Zeiten
    Von Andreas Staben, Carsten Baumgardt, Robert Cherkowski — 20.05.2017 um 18:00
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    Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert, gewählt und sich entschieden. Hier sind sie nun, die unserer Meinung nach 30 besten Abenteuerfilme aller Zeiten!

    Kapitän Blood (Errol Flynn) und Kapitän Levasseur (Basil Rathbone) im erbitterten Kampf um – wie könnte es anders sein – eine schöne Frau.

    Platz 24: „Unter Piratenflagge
    (Michael Curtiz, USA 1935)


    Michael Curtiz‘ spannendes Seeabenteuer voller Schwung und mit imposanten Schlachtszenen war der Auftakt zu einer Blütezeit des Piratenfilms und ist bis heute eines der leuchtenden Musterbeispiele für die klassischen Mantel-und-Degen-Abenteuer Hollywoods. Vor allem wurde hier aber der Schauspieler etabliert, der über Jahrzehnte geradezu zum Inbegriff des Leinwandpiraten werden sollte: Errol Flynn. Der gebürtige Australier spielte als irischer Arzt, der in die Sklaverei verbannt wird, flieht und zum Freibeuter Captain Blood wird, seine erste Hollywood-Hauptrolle und bestach mit einer Mischung aus unbändiger Energie und unbeschwerter Frische. Unbekümmert und behende schlägt er sich durch Fechtduelle (eine seiner Spezialitäten) und auch in höchster Gefahr verliert er nicht seinen fröhlichen Optimismus. Flynn ist mit seiner jungenhaften Natürlichkeit ein Star vom alten Schlag, der an der Seite von Olivia de Havilland (dies ist der erste von acht gemeinsamen Filmen) auch als galanter Kavalier glänzte – etwas das ihm im wahren Leben, das von Skandalen geprägt war, nicht ganz so leicht fiel.

    Utopie einer besseren Welt im abgelegenen Himalaya-Tal: Frank Capras „Lost Horizon“.

    Platz 23: „Lost Horizon – In den Fesseln von Shangri-La
    (Frank Capra, USA 1937)


    Mit seinem bittersüß-versöhnlichen Weihnachtsklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ ist Frank Capra unsterblich geworden. Fleiß, Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, Gemeinsinn – für diese Werte steht der Einwanderersohn mit vielen seiner Filme wie „Mr. Deeds geht in die Stadt“ und „Mr. Smith geht nach Washington“. Dabei wird ihm häufig ein naiver Glaube an amerikanische Werte und die Möglichkeiten des einzelnen unterstellt. In seinem weniger bekannten utopischen Abenteuerdrama „In den Fesseln von Shangri-La“, das lange Zeit nur in einer verstümmelten Fassung zu sehen war, ehe die Uraufführungsversion annähernd rekonstruiert werden konnte, wird besonders deutlich, dass Capra aber durchaus auch analytische Klarsicht und einen ausgeprägten Sinn für Ambivalenz besaß. Seine Vision des vermeintlichen Paradieses in einem abgelegenen Himalaya-Tal (geniale Arbeit der Ausstatter), wo die Opfer eines Flugzeugabsturzes landen und in eine idyllische Gemeinschaft unter der weisen Führung eines uralten High Lama aufgenommen werden, ist zunächst verlockend. Kriege, Krankheiten, Hass und Verbrechen scheinen überwunden, aber am Ende kommt auch diese Welt nicht ohne Zwang und ohne die Leugnung elementarer menschlicher Bedürfnisse aus.

    Die Nautilus: Captain Nemos (James Mason) futuristisches Unterseeboot.

    Platz 22: „20.000 Meilen unter dem Meer
    (Richard Fleischer, USA 1954)


    Jules Vernes fantastische Stoffe haben die Abenteuer-Literatur und damit auch den Film entschieden geprägt. Neben der wilden Hatz „In 80 Tagen um die Welt“ zählt sein abenteuerlicher Tauchgang „20.000 Meilen unter dem Meer“ zu seinen beliebtesten Geschichten sowohl auf Papier als auch auf Zelluloid. 1954 wurde Vernes Roman als einer der ersten großen Disney-Realfilme auf die Leinwand gebracht. James Mason gibt den Kapitän Nemo, der mit seiner Nautilus in die Tiefes des Meeres vorstößt. Zur Besatzung gesellen sich noch einige unfreiwillige Mitreisende (darunter das kernige Mannsbild Kirk Douglas), was für einige ganz grundsätzliche Konflikte sorgt. Vor allem aber wird sehr unterhaltsam Seemannsgarn gesponnen – unter anderem geht die Crew mit Riesenkraken auf unangenehme Tuchfühlung. Die Effektspezialisten werkelten noch hauptsächlich mit Gummi und Schaumstoff, aber das gibt dem Ganzen erst einen besonderen Charme. Richard Fleischer entführt uns auf einen zeitlosen Abenteuerspielplatz der Fantasie, dessen größter Reiz gerade in seiner offensichtlichen Künstlichkeit liegt.

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