Channel 4
Tim Bisley und Daisy Steiner
Aus: „Spaced“
„Perhaps the biggest joke in the whole series is that you could rent something like this for 90 pounds a week.“ – Simon Pegg über das „Spaced”-Apartment
Kaum ein anderes Werk beschreibt das Lebensgefühl von Mittzwanzigern so treffend wie Edgar Wrights („Baby Driver“) Slacker-Comedyserie „Spaced“. Obwohl die in der Sendung dargestellten Situationen häufig die Grenzen der Realität überschreiten und Wright Elemente aus Sci-Fi, Action und Horror nutzt, um seine Geschichte über eine Wohngemeinschaft in Nordlondon zu erzählen, sind die Ängste, Schwächen und Träume der Figuren greifbar und immer fest in der Realität verankert. Ein wiederkehrendes Element ist die Frustration der beiden Hauptfiguren mit ihrem beruflichen Stillstand: Daisy (Jessica Hynes) ist eine selbständige/arbeitslose Schriftstellerin, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und Tim (Simon Pegg) ist ein talentierter Zeichner, arbeitet aber für Niedriglohn als Kassierer im Comicbuchladen. Dass sich diese beiden eine schicke Altbauwohnung in guter Lage, und noch dazu im teuren London, leisten können, ist mehr als absurd.
Auch Nachbar Brian (Mark Heap) scheint mit Hausherrin Marsha (Julia Deakin) einen Spitzendeal ausgehandelt zu haben. Der freischaffende Künstler hat eigentlich kein Einkommen, darf in seiner großen Erdgeschosswohnung, die er gelegentlich als Leinwand missbraucht, aber machen, was er will.