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    "Schneemann"-Regisseur gesteht: Aus Zeitnot wurden Teile des Drehbuchs nicht verfilmt
    Von Woon-Mo Sung — 23.10.2017 um 12:25

    Mit „Schneemann“ ist eine neue Verfilmung eines Jo-Nesbø-Krimiromans in die Kinos gekommen. Wie Regisseur Tomas Alfredson jetzt verriet, war die Produktion alles andere als einfach, weshalb sogar Teile des Drehbuchs nicht verfilmt werden konnten.

    Universal Pictures

    Seit dem 19. Oktober 2017 läuft mit „Schneemann“ eine neue Jo-Nesbø-Verfilmung in den deutschen Kinos. Mit Michael Fassbender, Rebecca Ferguson und Charlotte Gainsbourg wurde der eisige Thriller edel besetzt und immerhin schaffte er es am Startwochenende hierzulande mit ordentlichen Besucherzahlen auf einen guten zweiten Platz in den Charts. Bei den Kritikern fiel der Film jedoch weitestgehend durch und auch wir finden, dass es sich beim „Schneemann“ nur um einen „mittelmäßigen Serienkiller-Thriller mit jeder Menge verschenktem Potential“ handelt. Im Gespräch mit der norwegischen Seite NRK nannte Regisseur Tomas Alfredson einen möglichen Grund dafür, warum sein Film nicht gut bei der Presse wegkam (via The Independent).

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Schneemann"

    Alfredson musste einsehen, dass der Zeitplan für die Dreharbeiten in Norwegen viel zu knapp bemessen war und er deswegen nicht die ganze Geschichte adaptieren konnte, so wie er es geplant hatte. Nach Einschätzung des Regisseurs wurden rund zehn bis 15 Prozent der Szenen aus dem originalen Drehbuch gar nicht gefilmt, was die Macher natürlich im Schnitt vor ein großes Problem stellte: „Es ist, als würde man ein großes Puzzle spielen, bei dem einige Teile fehlen und man deshalb nicht das ganze Bild sehen kann.“

    Der Filmemacher fügte hinzu, dass die Produktion allgemein sehr gehetzt wurde: „Es passierte sehr abrupt. Auf einmal erfuhren wir, dass wir das Geld [für den Film] hatten und dass wir den Dreh in London beginnen könnten.“ Dass Alfredson erst später zum Projekt dazu stieß, weil Regiemeister Martin Scorsese den Film ursprünglich inszenieren sollte, dürfte sicher auch einen Teil zum Chaos beigetragen haben. Dass seinem Film vorgeworfen wird, die Geographie Norwegens falsch darzustellen, interessiert ihn jedoch nicht: „Es ist kein Dokumentarfilm […]. Ich wollte einen fiktiven Thriller machen. Also selbst wenn nicht alles geographisch korrekt sein sollte, ist es mir egal.“

     

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