HBO
Platz 6: „Game Of Thrones“ (Staffel 7)
Auch in der nunmehr siebten Staffel hat uns „Game Of Thrones“ wieder begeistert – vielleicht nicht restlos, aber kleinere Unstimmigkeiten kann es in einer solch episch angelegten (und immer epischer werdenden) Serie schon mal geben, vor allem, wenn auf der Zielgeraden viele Handlungsstränge zusammengeführt werden müssen und die Erzählzeit knapp wird. Und gerade dass wir über die neuen Folgen in der Redaktion so heiß diskutiert, alte Theorien verworfen und neue aufgestellt und uns über kleinste Details in ausführlichen Texten ausgelassen haben, beweist, dass das Kribbeln immer noch da ist und die Showrunner Benioff und Weiss eine Serie geschaffen haben, für die man als Zuschauer wirklich brennen kann. Leider nicht mehr lange, denn mit Staffel acht stehen uns die finalen sechs Folgen ins Haus – und wir hoffen inständig, dass uns ein zufriedenstellendes Ende erwartet!
Platz 5: „Better Call Saul“ (Staffel 3)
Michele K. Short/AMC/Sony Pictures
Mit der dritten Staffel hat „Better Call Saul“ seinen bisherigen Höhepunkt und das Niveau der Mutterserie „Breaking Bad“ erreicht. Es ist meisterhaft, wie die Macher zwischen den verschiedensten, teils gegensätzlichen Genres wechseln und ganz unterschiedliche Geschichten wie den Konflikt zwischen den Brüdern McGill oder den Machtkampf von Drogenbossen nebeneinander erzählen. Die Liebe zum Detail ist einmal mehr besonders, wobei viele kleine Szenen gerne lang, aber nie langweilig sind. Beispielhaft sei hier an die hervorstechende Sequenz erinnert, in der Mike (Jonathan Banks) eine Wanze im Auto sucht.
Platz 4: „Dark“ (Staffel 1)
Julia Terjung / Netflix
Wohl noch nie hat eine hiesige Produktion besser ausgesehen als die erste deutsche Netflix-Serie „Dark“. Abseits des hollywoodreifen Looks ist aber auch die Mystery-Story ein erfrischendes Novum in der Genre-Stoffen selten aufgeschlossenen deutschen Serien- und Filmlandschaft. Dass die Showrunner Baran bo Odar und Jantje Friese trotzdem so selbstsicher in ihren ungewöhnlichen Plot eintauchen, macht die Geschichte nur umso faszinierender und fesselnder. Geschickt und in sich schlüssig verweben sie in ihrem Mix aus Familien- und Zeitreise-Drama die zahlreichen Figuren und verschiedenen Handlungsperioden. Von Episode zu Episode steigert sich dabei das Verlangen nach dem nächsten Puzzlestück des dargebotenen Mysteriums. Am Ende der ersten Staffel fehlen hier noch viele Teile, doch macht dies nur umso mehr Lust auf die bereits angekündigte zweite Season, in der das Bild noch einmal ein ganzes Stück größer werden dürfte.