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    "Die Schöne und das Biest": Das CGI-Biest sollte ursprünglich mit praktischen Effekten erschaffen werden
    Von Annemarie Havran — 04.01.2018 um 11:29

    In der Disney-Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ wurde das titelgebende Biest digital kreiert. Dass man sich für ein CGI-Monster statt praktischer Effekte entschied, hat einen überzeugenden Grund…

    Disney

    Um einen Animationsfilm wie „Die Schöne und das Biest“ als Realfilm umzusetzen, bedarf es einiges an technologischer Trickserei, schließlich sind die meisten Hauptfiguren sprechende (und singende) Haushaltsgegenstände wie ein Kerzenleuchter, eine Uhr und sogar ein riesiger Kleiderschrank. Doch trotz all der Möglichkeiten, die die Computertechnik derzeit bietet, greifen Filmemacher auch immer noch sehr gern zu praktischen Effekten, wird ihnen doch häufig die Vermittlung einer größeren Authentizität bescheinigt. Auch bei „Die Schöne und das Biest“ überlegte man, die haarige Hauptfigur mittels Animatronic und Make-Up zum Leben zu erwecken, entschloss sich aber letztendlich für die CGI-Variante – und das gerade aus Gründen der Authentizität!

    Wie VFX-Supervisor Kyle McCulloch gegenüber Deadline erklärte, war der ursprüngliche Plan tatsächlich, das Biest möglichst ohne Computer zu erschaffen. Doch im Laufe der Produktionsvorbereitungen entschied man sich kurzfristig um: „Als es drauf ankam, gewann die Flexibilität der visuellen Effekte und die Lebhaftigkeit dieser Darstellung [über die praktischen Effekte]. Wir konnten damit all die Feinheiten einfangen, die Dan Stevens in seine Darstellung legte, und sie auf das Biest übertragen. Wenn wir versucht hätten, all das unter Tonnen von Make-Up zu machen, hätten wir nie die Klarheit der Darstellung erreicht, die im Biest schlussendlich zu sehen ist.“

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    Während wir in unserer FILMSTARTS-Kritik die Animation des Biests in größeren Action-Sequenzen nicht vollständig überzeugend finden, bescheinigen wir ihm in intimeren Szenen tatsächlich, dass es „zu rundum beeindruckenden Leben“ erwacht. Somit erwies sich die Entscheidung der Spezialeffekte-Abteilung des Disney-Märchens als Volltreffer. Und dass die äußere Hülle des Biests im Computer geschaffen wurde, bedeutet schließlich nicht, dass Darsteller Dan Stevens seine Figur nicht mit vollem Körpereinsatz spielte: Es wurde die sogenannte Motion-Capture-Technik angewandt, bei der der Schauspieler in ein Kostüm schlüpft, das seine Bewegungen und die Mimik bis ins kleinste Detail einfängt und digitalisiert – mittels dieser Technik arbeitet zum Beispiel auch Andy Serkis, berühmt für seine Rollen in „Der Herr der Ringe“ und „Planet der Affen“.

    Das Flair von praktischen Effekten bleibt dennoch nicht zu unterschätzen. Gerade erst machte man in „Star Wars 8: Die letzten JediGebrauch davon, um einen besonders nostalgischen Moment zu erschaffen, und dass im anstehenden Kritiker-Liebling „Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers“ von Guillermo del Toro (Kinostart: 15. Februar 2018) Doug Jones buchstäblich in die Haut eines Fischmenschen schlüpft, trägt laut US-Pressestimmen beträchtlich zur Atmosphäre der Fantasy-Romanze bei.

     

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