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    Kaiju, Jaeger, Drift: Was ihr vor "Pacific Rim 2: Uprising" wissen müsst, falls ihr Teil 1 nicht (mehr) kennt
    Von Tobias Mayer — 22.03.2018 um 07:00

    Wo kommen diese riesigen Monster noch mal her? Warum hocken da immer zwei Piloten im Kampfroboter? Wir erklären euch das Wichtigste zur Welt des Sci-Fi-Actioners „Pacific Rim: Uprising“.

    Universal Pictures

    Die Riesenroboter-gegen-Riesenmonster-Klopperei „Pacific Rim“ war zum Kinostart 2013 alleine schon deswegen etwas Besonderes, weil Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro im Unterschied zu vielen seiner Kollegen eben nicht eine bereits bekannte Geschichte neu auflegte. In Anlehnung an das japanische Monsterkino, aber ohne konkrete Buch-, Comic- oder Spielzeugreihe als Vorlage entwarf er eine Zukunftswelt, in der die Menschen von gigantischen Kreaturen aus dem Wasser attackiert werden und sich echt was einfallen lassen müssen, um nicht auszusterben. In „Pacific Rim 2: Uprising“, den del Toro nur noch produzierte, geht der Krieg weiter – mit größtenteils neuer Besetzung um den neuen Hauptdarsteller John Boyega („Star Wars 7+8“), aber wieder mit Monstern aus dem Meer und gigantischen Stahl-Ungetümen, die zur Verteidigung der Menschheit in die Schlacht ziehen.

    Die Kaiju: Riesenmonster aus einer Dimensionsspalte unter Wasser

    Universal Pictures

    Die Bedrohung ist außerirdisch, kommt aber nicht aus dem All: In der Welt von „Pacific Rim“ hat sich ein interdimensionales Portal geöffnet, das am Grund des pazifischen Ozeans in einer Erdspalte liegt. Von dieser „Breach“ genannten Dimensionstür aus schwimmen und stapfen die Reptilienmonster an Land – als erstes erwischte es San Francisco. Sechs Tage wütete das erste Kaiju (japanisch für „seltsame Bestie“) in der schönen Küstenstadt und tötete Zehntausende. Das Monster konnte schließlich getötet werden, aber die Quelle wurde nicht versiegelt und deswegen kam ein halbes Jahr später Kaiju Nummer zwei aus dem Breach, das dummerweise nochmal eine Ecke größer war als sein Vorgänger.

    Irgendwann sorgten so viele unterschiedliche Kaiju für Ärger, dass sie in Klassen eingeteilt wurden (fünf laut dem „Pacific Rim“-Wiki). Sie sind teils über 100 Meter hoch und können mehr, als nur Menschen und Gebäude plattzutrampeln: Manche fliegen, andere spritzen Säure, wieder andere bringen Maschinen per EMP-Schocks zum Absturz. Als die Giganten in immer kürzeren Zeitabständen das Ufer erreichen und jedes Kaiju riesiger ist als das davor, beschließen Regierungen weltweit, das Jaeger-Programm zu entwickeln…

    Die Jaeger: Riesenroboter, die von zwei Piloten gesteuert werden

    Universal Pictures

    Die vierte Attacke der Kaiju, bei der es Sydney erwischte, war eine zu viel. Um keine Atomwaffen zünden zu müssen, entwickelte die Menschheit Riesenroboter als Antwort auf die Riesenviecher: die dick gepanzerten, schwer bewaffneten Jaeger. Die waren dermaßen groß und technisch kompliziert, dass ein Pilot nicht reichte, sie zu steuern – weswegen jedes der stählernen Ungetüme von gleich zwei Menschen bedient wird. Fernsteuerung ist nicht: Die Ranger genannten Jaeger-Piloten müssen im Innern der Kampfmaschinen sein – und ihre Köpfe per Neuronenbrücke verbunden. Die beiden Steuerer (selten sind es drei) bilden dann zusammen das Gehirn ihres Roboters, sozusagen die rechte und die linke Gehirnhälfte. Die Verbindung zwischen den Menschen wird in einem „Drift“ genannten Verfahren hergestellt, bei dem die Piloten Erinnerungen und Emotionen teilen, ein bisschen wie bei einer Beziehung im Vorspulmodus. Auf diese Weise lassen sich übrigens nicht nur menschliche Hirne koppeln, der Drift funktioniert auch zwischen Mensch und Monster…

    Die Jaeger-Piloten werden ob ihres Mutes und lebensgefährlichen Einsatzes als Helden gefeiert – während ihre Jaeger gleichzeitig der Grund dafür sind, dass sich die Menschheit technisch nicht mehr nennenswert weiterentwickelt, denn seit der Initiierung des Jaeger-Programms 2014 fließen Geld und Gehirnschmalz zum großen Teil in die militärische Forschung und Entwicklung, die zur Verteidigung nötig ist.

    Im ersten „Pacific Rim“ bekommt Jaeger-Pilot Raleigh (Charlie Hunnam) die neue Kollegin Mako (Rinko Kikuchi) an die Seite gestellt, mit ihr soll er in einem Schrotthaufen von Roboter und unter den wachsamen, kritischen Augen des Aufsehers Stacker Pentecost (Idris Elba) gegen die Kaiju ins nasse Feld ziehen. Im Finale wird dann die nuklear betriebene Rostmühle zur improvisierten Atombombe und Stacker demonstriert eindrucksvoll, was es heißt, ein wahrer Held zu sein und opfert sich für den Sieg der Menschheit…

    Die Ausgangslage in "Pacific Rim 2"

    Zu Beginn von „Pacific Rim: Uprising“ haben die Kaiju zehn Jahre lang ruhegegeben. Der Breach am Pazifikgrund blieb dicht, die Menschheit konnte sich erholen und in der Feuerpause einige der zerstörten Städte wieder aufbauen. Jaeger werden in Einzelteilen auf einem eigenen Schwarzmarkt verkauft, auf dem Leute wie Stackers aus dem Pilotenprogramm gekickter Sohn Jake (John Boyega) aufgesammelte Roboterbauteile verscherbelt – der jungen Amara (Cailee Spaeny) gelingt es so, sich ihren eigenen, kleinen, von nur einer Person zu bedienenden Kampfroboter zusammenzubasteln. Abgeschafft wurde aber auch das staatliche Jaeger-Programm nicht: Einerseits lassen sich die Robos trefflich einsetzen, um zum Beispiel die Sicherheit bei Großveranstaltungen zu gewährleisten. Andererseits wissen alle, die mal eine Kaiju-Attacke miterlebt oder zumindest im Fernsehen gesehen haben, dass es besser ist, nicht ohne Verteidigung dazustehen, wenn die Versiegelung im Breach mal nicht mehr hält…

    Pacific Rim: Uprising“ startet am heutigen 22. März 2018 in den deutschen Kinos.

     

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