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    Netflix macht es besser als Pro7: Düsterer "Sabrina"-Reboot erntet saustarke Kritiken
    Von Christoph Petersen — 16.10.2018 um 15:50
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    Bisher gibt es nur eine gute Handvoll US-Kritiken zur düsteren Teen-Hexen-Serie „Chilling Adventures Of Sabrina“, aber die sind mit nur einer Ausnahme verdammt stark. Damit kommt der Reboot viel besser an als die erste Adaption aus den Neunzigern.

    Netflix

    Natürlich hat die hierzulande viele Jahre lang auf Pro7 ausgestrahlte Serie „Sabrina - Total verhext“ zumindest bei all jenen einen gewissen Kultstatus inne, die in den 1990ern gerade im richtigen Alter für die warmherzige Teen-Hexen-Sitcom (bzw. heimlich in die Hauptdarstellerin Melissa Joan Hart verschossen) waren. Aber mal ganz ehrlich: Mehr als „ganz nett“ war die Serie nie.

    Das könnte beim Netflix-Reboot „Chilling Adventures Of Sabrina“ nun allerdings ganz anders sein. Dass die Neuauflage sich eher an der 2014 gestarteten düsteren Comic-Interpretation der Figur orientieren würde und weniger an der ursprünglichen Vorlage der harmlosen Sitcom, die es zwischen 1996 und 2003 auf stolze 163 Episoden brachte, war dabei ja schon nach den ersten Bildern und erst recht nach dem ersten Trailer klar:

    Nun sind aber zudem auch die ersten Kritiken erschienen – und die zeigen, dass „Chilling Adventures Of Sabrina“ nicht nur sehr viel düsterer, sondern vor allem auch sehr viel besser sein soll als die erste Serien-Umsetzung. So zückt etwa die TV-Kritikerin Allison Keene auf Collider nicht nur die Höchstwertung, sondern bezeichnet die Netflix-Adaption der Comics von Roberto Aguirre-Sacasa zugleich auch als „die erste wirklich binge-würdige neue Serie des Herbstes“. Das Furchterregendste an der Serie sei dabei, „wie gut sie ist“.

    Nicht nur die Fans lieben die Serie

    Aber nicht nur Kritiker mit einer Nerd-Ader loben die Serie, auch Autoren von Magazinen, die man nun wirklich nicht in die Fanboy/Fangirl-Sektion einordnen würde, zeigen sich ziemlich begeistert von „Chilling Adventures Of Sabrina“. So schreibt etwa Ben Travers auf Indiewire:Das unheilschwangere Setting passt zu den hohen Einsätzen, denen sich Sabrina und ihre Freunde gegenübersehen. Unterdessen sorgen die effizienten Skripts und das erlesene Produktionsdesign für eine immersive, aufregende Umgebung. Zu sagen, es sei die bisher beste ‚Sabrina‘, wäre eine Untertreibung.

    Matthew Gilbert vom Boston Globe meint unterdessen:Der Star ist Kiernan Shipka, die eine ansprechende Ernsthaftigkeit in ihre Rolle bringt, während sie Phrasen wie ‚Dark Baptism‘ in ihren Teen-Wortschatz einfließen lässt. Ihre Tanten, gespielt von Miranda Otto und Lucy Davis, sind exzellent verrückt. Die an ‚Riverdale‘ angelehnte Serie hat außerdem einen großartigen Retro-Look mit Anklängen an nebligen, pulpigen Horror.

    Selbst der einzige Abweichler findet die Serie okay

    Die einzige mittelmäßige Kritik hat bisher Matt Roush im TV Guide Magazine veröffentlicht:Ein stylischer, wenn auch unreifer übernatürlicher Thriller. Ich hatte zwischen dem Hokus Pokus auf mehr Spleen und Wunder und Schrecken gehofft. Aber ab der Mitte der zehn Folgen langen Staffel findet die Serie ihren Weg.

    Insgesamt steht „Chilling Adventures Of Sabrina” aktuell bei einem Durchschnittswert von 83 von 100 Punkten bei Metacritic. Zum Vergleich: „Sabrina - Total verhext“ bringt es auf dem Aggregatoren-Portal auf gerade einmal mittelmäßige 65 Punkten.

    Die komplette erste Staffel von „Chilling Adventures Of Sabrina“ wird am 26. Oktober auf Netflix veröffentlicht. Voraussichtlich schon am kommenden Wochenende erscheint unser erster Eindruck von den ersten, uns vorab zur Verfügung gestellten fünf Folgen – und pünktlich zum Netflix-Start folgt dann unsere Kritik zu allen zehn Folgen der ersten Season.

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