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    Gruseliger und lustiger als "Get Out": Die ersten Kritiken zu "Wir" von Jordan Peele sind da

    Die Horror-Satire „Get Out“ war einer der ganze großen Überraschungshits 2017. Nun legt Regisseur Jordan Peele nach und präsentiert mit „Us“ erneut einen Horrorfilm – und die ersten Kritiken sind durchweg positiv!

    Universal Pictures

    Wenn „Get Out“, der 2018 sogar mit dem Oscar für das Beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde, etwas vorgeworfen wurde, dann war es oft, dass er für einen Horrorfilm nicht gruselig genug sei. Geschenkt, denn verstörend ist er dennoch allemal und ohne Frage einer der besten Genre-Beiträge der vergangenen Jahre. Doch mit seiner nächsten Regie-Arbeit „Wir“, die hierzulande am 21. März 2019 in den Kinos startet, scheint er das besagte Versäumnis – wenn man es denn als solches bezeichnen will – wiedergutzumachen. Zumindest wenn man den ersten Kritiken zu „Wir“ glauben will, die nach der Premiere beim South by Soutwest Film Festival am 8. März nun erschienen sind.

    Unglaublich brutal und viele Lacher

    Steven Weintreib von Collider hat seine Meinung zu „Wir“ bei Twitter kundgetan. Er schreibt, dass man kein zweites „Get Out“ erwarten sollte, der Film „unglaublich brutal“ sei und das Publikum ein paar Mal „ausgeflippt“ sei:

    John DeFore schreibt in seiner Kritik für The Hollywood Reporter, dass der „oft Furcht erregende Thriller“ mit „Twists, Ironie und falschen Fährten“ sowie „mehr Lachern als [Jordan Peeles] Debütfilm“ aufwarte. Zudem fühle sich „Wir“ an „wie ein fester Schlag“.

    Jamie Broadnax von Black Girl Nerds, die dem Film 4 von 5 Sternen verleiht, schlägt derweil in dieselbe Kerbe und bestätigt: „Es ist ein Horrorfilm, aber es gibt auch so viele Lacher und unglaubliche One-Liner.“ Gleichzeitig geht sie aber auch auf einen anderen Aspekt ein, den „Wir“ anscheinend ebenfalls mit dem Vorgängerfilm gemein hat: „Die Leute werden nach dem Film noch eine ganze Weile darüber reden und ihre eigenen Theorien anstellen, was die Metaphern bedeuten und warum Peele sie genutzt hat.“ „Get Out“ wurde hinlänglich dafür gelobt, dass er im Grunde eine große Metapher auf den noch immer vorherrschenden Alltagsrassismus und auch ansonsten überaus clever und hintergründig sei.

    Wenige Kritikpunkte

    In die Lobeshymnen stimmt auch Ashley Menzel von We Live Entertainment ein und vergibt eine 9 von 10. Sie schreibt, dass der Film einen von der ersten Minute an in seinen Bann ziehe. Außerdem lobt sie Jordan Peele als „Meister des Horrors und der Spannung, der genau weiß, wie man die Balance zwischen diesen Elementen und Comedy aufrecht erhält.“ „Wir“ sei „atemberaubend gruselig und irgendwie surreal“. Allerdings hat sie auch einen kleinen Kritikpunkt, den noch andere Kritiker anscheiden: „Er verliert sich ein bisschen und meandert etwas herum, bevor es zum Ende des Films kommt. Deshalb fühlt er sich auch etwas lang an.“

    So erwähnt auch Eric Kohn von IndieWire, dass die Prämisse des Films „auf zwei Stunden gestreckt sei“ und man den Twist schon frühzeitig kommen sehe, hat sonst aber wenig zu mäkeln und vergibt ein A-, was hierzulande einer 1- gleichkommt. Er stellt fest, dass Jordan Peele dem Publikum, das nach „Get Out“ natürlich hohe Erwartungen habe, „genau das gibt, was sie erwarten, indem er das liefert, was sie am wenigsten erwarten.“ Er nennt „Wir“ den „ultimativen Zeitgeist-Film 2019“ und einen „brillanten Home-Invasion-Thriller“. Wenn man sich vorstelle, „Funny Games“ treffe auf cronenbergschen Body-Horror sowie hitchcockartige Suspense, dann habe man gerade mal zur Hälfte verstanden, was „Wir“ sei.

    Alles in allem sind wir nach diesen ersten Stimmen, die neben den wenigen Kritikpunkten fast durchweg positiv sind, noch viel heißer auf Jordan Peeles neuesten Streich. Und das, obwohl er schon in unserer Vorschau auf 2019 zu den Filmen gehörte, auf die wir uns am meisten freuen, und bei den von uns am sehnlichsten erwarteten Horror-Streifen gar auf dem zweiten Platz hinter „Es 2“ landete. Aber lange ist es ja zum Glück auch gar nicht mehr, bis „Wir“ hierzulande endlich auf der großen Leinwand zu sehen ist: Am 21. März 2019 ist es endlich so weit.

    Und darum geht’s in "Wir"

    Adelaide (Lupita Nyong'o) und Gabe (Winston Duke) bringen ihre Kinder in ihr Strandhaus, um danach mit ihren Freunden (u.a. Elizabeth Moss) eine entspannte Zeit zu verbringen. Doch als die Nacht hereinbricht, verwandelt sich die Gelassenheit in Anspannung und Chaos, denn es treffen einige ungebetene Besucher vor ihrem Haus ein, die für eine schockierende Zeit sorgen werden. Schon bald erkennt die Familie, dass ihnen die Fremden ähnlicher sind, als sie anfangs dachten...

     

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