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    "Freaks" auf Netflix: Liefert der "Dark"-Autor in Teil 2 mal wieder einen Mindfuck?
    Von Daniel Fabian — 05.09.2020 um 18:00

    „Dark“-Co-Autor Marc O. Seng erzählt in „Freaks“ eine relativ geradlinige Geschichte über Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Eine etwas komplexere Fortsetzung, in der offene Fragen behandelt werden, ist durchaus denkbar – aber auch unbedingt nötig?

    Netflix

    Dark“ ist nicht nur eine der besten und beliebtesten Netflix-Serien überhaupt, sondern auch eine der komplexesten. Derart verzwickte Verstrickungen funktionieren aber auch nur dann wirklich gut, wenn das Drehbuch bis ins kleinste Detail stimmt – und innerhalb der Serie (oder des Films) auch alles halbwegs Sinn ergibt.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Freaks - Du bist eine von uns"

    Mit „Freaks - Du bist eine von uns“ lieferte Autor Marc O. Seng, der auch an einigen Folgenskripten von „Dark“ mitwirkte, nun das Drehbuch zum neuen deutschen Netflix-Film, in dem eine Gruppe ganz normaler Menschen plötzlich über übernatürliche Fähigkeiten verfügt – und damit erst einmal fertig werden muss. Mit viel Liebe zum Kino (die durch zahlreiche Anspielungen auf „Matrix“ und Co. gefeiert wird), aber ohne allzu große Überraschungen erzählt Seng darin allerdings eine relativ geradlinige Geschichte. Dabei muss es allerdings nicht bleiben...

    Achtung, ab jetzt folgen Spoiler zu „Freaks“!

     

    Das offene Ende könnte Teil 2 direkt einläuten

    Wie bei Marvel und Co. lohnt es sich auch bei „Freaks“, beim Abspann sitzen zu bleiben (bzw. ihn weiterlaufen zu lassen). Wer zu früh wegschaltet, verpasst nämlich die Abspannszene des Films.

    Darin zu sehen: Wendys Sohn (Finnlay Berger), der mal wieder von den Jungs belästigt wird, die ihm auch schon zuvor das Leben schwer machten. Dieses Mal lässt er sich allerdings nicht so leicht unterkriegen – denn auch er hat jetzt Superkräfte und lässt die drei Raufbolde kurzerhand in der Luft schweben.

    Bereits bei den Dreharbeiten zu „Freaks“ sei Teil 2 Thema gewesen. Zumindest fragten sich Cornelia Gröschel („Tatort“) und Co. bereits während der Produktion, welche Superkräfte es in der Welt sonst noch so geben könnte, wie uns die Hauptdarstellerin im Interview verriet. Im Gespräch mit uns haben die Stars des Films außerdem auch gleich mehr oder weniger konkrete Wünsche für eine mögliche Fortsetzung geäußert...

    Wünsche für "Freaks 2": Starke Gegner und eine "saugute Story"

    In Teil 2 einfach nochmal dasselbe in grün zu erzählen, käme für die Wendy-Darstellerin nicht in Frage. Das stellte Gröschel im Interview gleich klar: „Da muss eine saugute Story her, damit das dann trotzdem noch interessant ist.“ Teil 1 ließe aber genügend Fragen offen, die man in einer Fortsetzung durchaus aufgreifen könnte – von der Herkunft der Superkräfte bis hin zur Frage, ob vielleicht eine weitreichende Verschwörung dahinter steckt.

    Tim Oliver Schultz („Club der roten Bänder“) hat da hingegen schon etwas klarere Vorstellungen davon, wie es weitergehen könnte. Nachdem seine Figur im Film eine große Wendung nimmt und in Wendy nun keine Gleichgesinnte mehr, sondern eher eine Widersacherin sieht, wünscht sich Schultz vor allem „endlich anständige Gegner“ für „Freaks 2“.

    Webedia GmbH
    "Freaks"-Darsteller Tim Oliver Schultz und FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian beim Online-Interview

    Einen Mindfuck à la „Dark“ braucht es laut Schultz allerdings nicht unbedingt – da es in „Freaks 2“ vor allem darum gehe, wie gewöhnliche Menschen mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten umgehen. Auch ein größeres Team sei in einem möglicherweise größeren zweiten Teil nicht nötig, immerhin habe sein Elmar alias Electro Man allein schon genug zu bieten:

    „Electro Man kann ja im Prinzip alles steuern, zum Beispiel jedes elektrische Gefährt und damit überall hinkommen, wo er will. Deswegen sind die kreativen Möglichkeiten für einen zweiten Teil auch unerschöpflich“, lässt uns Schultz wissen, der für eine Fortsetzung auf jeden Fall zu haben wäre. Er hatte nämlich richtig Spaß, mal den „Bösen“ zu spielen und schwärmte uns gegenüber von den Dreharbeiten: „Ich hatte die Zeit meines Lebens!“

    Und wer weiß, vielleicht geht diese Zeit schon bald weiter – am Set von „Freaks 2“... 

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