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    In der 9. Staffel "American Horror Story" bemerkt? Diese Figur trat schon in Season 5 auf – und sorgt nun für Widersprüche
    Von Markus Trutt — 30.11.2020 um 19:47

    „American Horror Story: 1984“ ist endlich auf Netflix verfügbar und erzählt erneut eine eigenständige Geschichte. Dennoch gibt es auch wieder Verweise auf vorherige Staffeln der Serie – etwa in Form eines Killers, den wir aus „AHS: Hotel“ kennen.

    FX / Netflix

    In den einzelnen Staffeln der Anthologie-Serie „American Horror Story“ werden in der Regel bekanntlich jeweils eigenständige Geschichten in unterschiedlichen Settings erzählt. Trotzdem gibt es hier und da auch immer wieder Querverweise zwischen den einzelnen Seasons – Staffel 8 mit dem Titel „Apocalypse“ war dann sogar ein vollwertiges Crossover mit (bzw. eine Fortsetzung) der dritten Staffel „Coven“.

    In der neunten Season hat man die Verbindungen wieder deutlich zurückgefahren – dennoch gibt es vereinzelte Easter Eggs, die auf das größere „AHS“-Universum verweisen. Auch der Auftritt des Satanisten und Serienkillers Richard Ramirez (Zach Villa) alias Night Stalker scheint so eins zu sein – oder etwa nicht?

    Richard Ramirez in "AHS: Hotel"

    Richard Ramirez (den es übrigens wirklich gab) spielt In „American Horror Story: 1984“ eine zentrale Rolle und macht mit seinem brutalen Treiben das Camp Redwood unsicher. Aufmerksamen „AHS“-Fans dürfte dabei aber nicht entgangen sind, dass sein Auftauchen in Staffel 9 nicht der erste Auftritt des Night Stalkers in „American Horror Story“ ist.

    Schon im titelgebenden Hotel aus der fünften Staffel schaute Ramirez vor einigen Jahren für drei Folgen als Geist vorbei. Hier gehörte er zu einer Reihe verstorbener echter Serienmörder (neben u.a. Jeffrey Dahmer und dem Zodiac-Killer), die die alljährliche Teufelsnacht des (ebenfalls toten und mörderischen) Hotel-Erbauers James March (Evan Peters) besuchen, der für sie eine Art Mentor war und noch ist.

    FX
    Richard Ramirez in „AHS: 1984“ (links, gespielt von Zach Villa) und in „Hotel“ (rechts, gespielt von Anthony Ruivivar)

    Dabei haben wir es offenbar mit einem etwas älteren Ramirez als in „1984“ zu tun, der noch nicht vom 34-jährigen Zach Villa, sondern vom (damals schon) 45-jährigen Anthony Ruivivar gespielt wurde. Zusammen mit Ramirez‘ Hintergrundgeschichte, die wir in „Hotel“ präsentiert bekommen, entsteht hier allerdings auch ein Widerspruch in der „American Horror Story“-Kontinuität.

    Zwei verschiedene Night Stalker?

    Achtung, es folgen Spoiler zum Ende von „American Horror Story: 1984“!

    In „AHS: Hotel“ erfahren wir, dass Richard Ramirez im Jahr 2013 im Gefängnis an Leberkrebs gestorben ist. Das entspricht tatsächlich auch dem Schicksal des echten Ramirez, der nach dem Mord an 13 und der Vergewaltigung von mindestens elf Menschen im Jahr 1989 19-fach zum Tode verurteilt wurde (auch wenn das Urteil letztlich nie vollstreckt wurde, er aber für fast 25 Jahre im Todestrakt einsaß).

    Diese wahre Geschichte, auf die in „Hotel“ Bezug genommen wird, beißt sich nun aber mit den Geschehnissen in „1984“. Zwar wird er auch hier zwischenzeitlich festgenommen (und das auf eine an die Realität angelehnte Weise, als er auf der Flucht vor einem wütenden Mob versucht, ein Auto zu stehlen), doch kommt er später wieder frei.

    Innerhalb der Staffel stirbt er dann (anders als in der Realität) jedoch bereits in den 80er Jahren – und das sogar mehrfach. Sein Pakt mit dem Teufel und die in Camp Redwood wirkenden Kräfte sorgen nämlich dafür, dass er stets wiederbelebt wird. Während er nach seinem ersten Ableben noch aus dem Ferienlager entkommen kann, halten ihn die anderen Geister später dort fest, indem sie ihn wieder und wieder umbringen.

    Ranking: Das sind die besten "American Horror Story"-Staffeln

    Somit haut es eigentlich schon nicht hin, dass er in älterer Form in der (hauptsächlich) 2016 spielenden fünften „AHS“-Staffel auftaucht, auch wenn man es aufgrund seines guten Drahts zu Satan innerhalb der Serienwelt sicherlich irgendwie hinbiegen könnte, dass er eines Tages doch aus Camp Redwood entkommen konnte.

    Ramirez‘ Alter in „Hotel“ und die dort dargebotene Geschichte zu seinem Tod passen dann jedoch endgültig nicht zu der Version des Killers, die wir in „1984“ zu sehen bekommen. Aufzulösen wäre dieser Widerspruch höchstens, wenn man davon ausgeht, dass wir es mit zwei völlig unterschiedlichen Inkarnationen des Night Stalkers zu tun haben.

    Während in der Vergangenheit zwar allerlei Verbindungen nach und nach gezeigt haben, dass die weitestgehend eigenständigen „American Horror Story“-Staffeln doch irgendwie zusammenhängen und im selben Universum spielen, könnte der Umgang mit Richard Ramirez in „1984“ nun nahelegen, dass die neunte Season völlig losgelöst von den restlichen Geschichten ist und in ihrem ganz eigenen Kosmos spielt... Oder aber die Macher scheren sich schlichtweg nicht allzu sehr um die staffelübergreifende Kontinuität ihrer Serie.

    Seit kurzem können nun alle bisherigen neun Staffeln von „American Horror Story“ bei Netflix abgerufen werden. Die Staffeln 10 bis 13 sind zudem bereits bestätigt.

     

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