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    "Fluch der Karibik 6" endgültig ohne Johnny Depp: Disney schickt Jack Sparrow in den Piraten-Ruhestand
    Von Julius Vietzen — 10.12.2020 um 11:02

    Offenbar steht nun endgültig fest, dass Johnny Depp nicht Jack Sparrow in „Fluch der Karibik 6“ spielen wird. Disney hat entsprechende Pläne beerdigt, nachdem es Mitte 2020 eigentlich noch so ausgesehen hatte, als wäre Depp doch dabei.

    Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved

    Es war ein ganz schönes Hin und Her in den letzten Monaten und Jahren: 2019 schien der Abschied von Johnny Depp und damit auch von dem von ihm verkörperten Piraten Jack Sparrow bereits festzustehen. Doch in der Jahresmitte 2020 häuften sich dann auf einmal doch wieder die Zeichen auf eine Beteiligung von Depp an „Fluch der Karibik 6“.

    Der verlässliche Disney-Insider Skyler Shuler berichtete etwa, dass Depp dabei sein könnte, und auch „Fluch der Karibik“-Produzent Jerry Bruckheimer bestätigte, dass ein Auftritt von Depp möglich sei.

    Doch auch wenn Bruckheimer höchstpersönlich Depp noch im Mai 2020 ins Spiel brachte (oder wenigstens im Spiel hielt), stand für Studio Disney offenbar schon lange fest, dass man nicht mehr mit Depp zusammenarbeiten will.

    Kein Johnny Depp in "Fluch der Karibik 6"

    Wie das US-Branchenmagazin The Hollywood Reporter nämlich in einem ausführlichen Hintergrundartikel über Depps Karriere-Implosion schreibt, will nicht nur Disney nichts mehr mit dem „Fluch der Karibik“-Star zu tun haben – selbst Bruckheimer hat sich mittlerweile von Depp losgesagt, den er sonst stets verteidigt hatte.

    „Disney hatte sich bereits lange vor der Gerichtsverhandlung von einer ‚Fluch der Karibik‘-Zukunft mit Johnny Depp zurückgezogen, obwohl die Verbindungen niemals offiziell gekappt wurden“, schreibt der Hollywood Reporter dort etwa.

    Die Gerichtsverhandlung, auf die sich das Branchenmagazin hier bezieht, ist der Rechtsstreit zwischen Depp und der britischen Boulevardzeitung The Sun, bei dem ein britisches Gericht die zu der Überzeugung kam, dass Depp seine Ex-Frau Amber Heard misshandelt habe, so wie es auch die Sun geschrieben hatte.

    Als direkte Auswirkung dieser Gerichtsentscheidung verlor Depp bereits seine Rolle als Gellert Grindelwald in „Phantastische Tierwesen 3“, hinzu kommt nun auch noch Jack Sparrow. Der Unterschied ist aber: Bei Disney wartete man jedoch offenbar gar nicht erst den Ausgang der Verhandlung ab - wohl auch, weil die Auseinandersetzung mit Heard nur einer von sehr vielen weiteren Gründen ist, nicht mehr mit Depp arbeiten zu wollen.

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    So führt der Hollywood Reporter auch die vielen weiteren Konflikte rund um Depp an, wie diverse Streitigkeiten, die der Stars mit zahlreichen Ex-Mitarbeitern und langjährigen Freunden im Jahr 2021 vor Gericht führen will.

    Aber vor allem das finanzielle Risiko rund um eine Verpflichtung des nach wie vor sehr teuren Depps (für „Phantastische Tierwesen 3“ bekommt er angeblich trotz Ausstieg 16 Millionen Dollar) spielt wohl eine entscheidende Rolle. Beim Dreh des fünften Piraten-Films hat so ein mittlerweile legendärer Fingerunfall im Drogenrausch für einen zwei Wochen langen, sehr teuren Drehstopp gesorgt. Auf solche Geschichten dürfte man bei Disney wenig Lust haben...

    Auch Produzent kämpft nicht mehr für Depp

    Während das Maushaus Depp so schon lange abgeschrieben hat, habe Bruckheimer zuletzt gehofft, Depp wenigstens für einen kurzen Auftritt im nächsten „Fluch der Karibik“-Film unterzubringen (neben einem sechsten Teil ist noch ein komplett neues Piraten-Abenteuer mit Margot Robbie in Arbeit) und sich dafür eingesetzt. Doch auch davon wollte Disney nichts wissen.

    Und nun kämpft selbst der einflussreiche Produzent nicht mehr für seinen langjährigen Freund und Lieblingsschauspieler. Denn sogar die Beziehung mit Bruckheimer, der in den vergangenen Monaten immer als letzter einflussreicher Verbündeter von Depp in Hollywood gehandelt wurde, soll in der Brüche gegangen sein, wie der Hollywood Reporter schreibt. Depp sollte für Bruckheimer etwa den berühmten Illusionisten und Zauberkünstler Harry Houdini in einer teuren Hochglanzserie spielen. Doch auch daraus wird nun nichts.

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