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    Heute auf Netflix: "Fluch der Karibik" ist Quatsch – diese Mini-Serie zeigt, wie es bei den Piraten damals wirklich war!
    Von Christoph Petersen — 15.03.2021 um 08:45

    „Fluch der Karibik“ ist ein verdammt unterhaltsamer Blockbuster. Aber mit dem wahren Leben der Seeräuber jener Tage hat er nur wenig zu tun. Nun wirft eine dokumentarische Netflix-Mini-Serie ein neues Licht auf die wahren Piraten der Karibik.

    Netflix

    In bisher fünf „Fluch der Karibik“-Blockbustern haben wir richtig schönes Seemannsgarn kredenzt bekommen, also wenig plausible, dafür aber ebenso übertriebene wie unterhaltsame Piratengeschichten.

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    Aber im Gegensatz zu Johnny Depp und Star-Produzent Jerry Bruckheimer mit ihrem „Fluch der Karibik“-Franchise wollen die Macher der vom ZDF produzierten, aber nun exklusiv auf Netflix veröffentlichen Mini-Serie „Das verlorene Piratenreich“ keine besonders spektakuläre Räuberpistole erzählen. Sie wollen stattdessen den wahren Piraten der Karibik auf die Spur kommen.

    Wobei das gar nicht mal unbedingt weniger spektakulär sein muss: „Das verlorene Piratenreich“ fährt nämlich vor allem technisch einiges auf, um das Piratentreiben und die Seeschlachten längst vergangener Tage wiederauferstehen zu lassen. Das seht ihr im Trailer:

     

    Die größte Überraschung in den sechs Folgen der Mini-Serie ist aber weniger die opulente Optik, als vielmehr so mancher historischer Fakt, den man selbst als Piratenfan wahrscheinlich noch gar nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. So haben die Piraten der Karibikinsel Nassau zu Beginn des 18. Jahrhunderts zwar die Weltmeere in Angst und Schrecken versetzt ...

    ... zugleich haben sie in ihrem Heimathafen aber auch eine regelrecht moderne Gesellschaft aufgebaut, die ihrer damaligen Zeit weit voraus war: So galt als einer der Grundpfeiler der gesellschaftlichen Struktur, dass jeder Pirat dieselben (Stimm-)Rechte haben sollte. Ausgerechnet die Seeräuber der Karibik zählten damit zu den fortschrittlichsten Demokraten ihrer Ära.

    Der Anarchist unter den Marvel-Helden

    Mehr Anarchist als Demokrat ist hingegen der Marvel-Antiheld, dessen neuester Blockbuster ab heute ebenfalls auf Netflix zu sehen ist: Auch in „Deadpool 2“ liefert die lebende Oneliner-Schleuder Ryan Reynolds als ironisch die vierte Wand durchbrechender Superheld wieder jede Menge derber Sprüche, während der Gewaltgrad um ihn herum sehr viel heftiger ausfällt, als es den Verantwortlichen des neuen Deadpool-Besitzers Disney wohl gefallen dürfte.

     

    Wir sind jedenfalls schwer gespannt, ob die Macher in „Deadpool 3“ noch genauso weit gehen dürfen, oder sie sich beim ersten „Deadpool“-Blockbuster unter dem Banner des Mäusestudios dann womöglich doch ein wenig mehr am Riemen reißen müssen.

    Bis wir erfahren, ob „Deadpool 3“ nur mit angezogener Handbremse über die Autobahn des schlechten Geschmacks brettert, müssen wir allerdings erst noch eine ganze Zeit lang warten. Ein Starttermin (oder auch nur ein Produktionstermin) für den grundsätzlich angekündigten Marvel-Blockbuster steht nämlich immer noch nicht fest.

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