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    4:3 statt 16:9: Darum hat "Zack Snyder's Justice League" so ein ungewöhnliches Bild-Format
    Von Julius Vietzen — 22.03.2021 um 13:07

    Das Seitenverhältnis von „Zack Snyder's Justice League“ ist anders, als man es von großen Superheldenfilmen kennt: Statt einem Breitbild-Format wie 16:9 oder 2,35:1 gibt es ein Seitenverhältnis von 4:3 bzw. 1,33:1 – so wollte es Zack Snyder.

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    Wer „Zack Snyder's Justice League“ auf Sky oder Sky Ticket schaut, wundert sich womöglich nicht nur über die scheinbar zehn Minuten kürzere Laufzeit, sondern auch über das ungewöhnliche Bildformat: 

    Während es bei den meisten Filmen heutzutage – zumal bei großen Superhelden-Blockbustern – üblich ist, die Filme in einem breiten Bildformat zu veröffentlichen, kommt „Zack Snyder's Justice League“ in 4:3 daher.

    Schaut man den sogenannten Snyder-Cut auf einem modernen Fernseher, bleiben dadurch schwarze Balken links und rechts, während man ansonsten eigentlich nur schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand gewohnt ist.

    » „Zack Snyder's Justice League“ bei Sky Ticket*

    Das ungewöhnliche, fast altmodisch wirkende Bildformat liegt jedoch nicht an Sky oder an irgendwelchen technischen Problemen. Zack Snyder höchstpersönlich wollte seinen Film in diesem Format präsentieren. Und der Grund dafür ist simpel:

    „Zack Snyder's Justice League“ wurde im 4:3-Bildformat gedreht. Ursprünglich sollte der Film ja nicht bei HBO Max (in den USA) oder Sky (in Deutschland) veröffentlicht werden, sondern ins Kino kommen – genauer gesagt ins IMAX-Kino. Und das 4:3-Bildformat (entspricht 1,33:1) ist sehr nah dran am typischen Seitenverhältnis von mit IMAX-Kameras gedrehten Szenen, das 1,43:1 beträgt.

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    Deborah Snyder erklärt das Seitenverhältnis

    Zu den Gründen dafür erklärte Zack Snyders Ehefrau und Co-Produzentin Deborah Snyder im Interview mit der Seite Decider.com außerdem:

    „Zack wollte das Seitenverhältnis nicht ändern, weil der ganze Film so inszeniert und gefilmt war. Außerdem finde ich, dass es einfach so einzigartig ist. Man sieht so viel vom Bild, man sieht so viel mehr. Wenn wir die Entscheidung getroffen hätten, das einfach abzuhacken, hätten wir einen Teil des Bildes verloren. Es war also wirklich wichtig, das Bildformat zu behalten, weil es so schon immer sein sollte. So wurde es gedreht. So wurden die visuellen Effekte gemacht.“

    Ähnlich wie bei Christopher Nolan

    Dem einen oder der anderen wird es vielleicht schon aufgefallen sein: Bei den Filmen von Christopher Nolan springt das Seitenverhältnis auf der Blu-ray in manchen Szenen zwischen 2,35:1 (schwarze Balken oben und unten) und 16:9 (Vollbild auf einem modernen Fernseher) hin und her.

    Auch das liegt daran, dass Nolan so viele Szenen wie möglich mit IMAX-Kameras dreht, allerdings werden die dabei entstandenen Bilder für die Heimkinoveröffentlichung nochmal deutlich beschnitten.

    Bei „Zack Snyder's Justice League“ ist hingegen gewissermaßen der ganze Film auch im Heimkino im IMAX-Format zu sehen, nur halt leider deutlich kleiner als im Kino.

    Podcast: Wie gut ist der Snyder-Cut?

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