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    Die verstörendsten Filme aller Zeiten
    Von Daniel Fabian — 11.06.2021 um 18:30

    Ob Skandal-Schocker wie „A Serbian Film“, Ekel-Paraden wie „Human Centipede 2“ oder Mindfucks wie „Mulholland Drive“: Die Filme in unserer Liste der verstörendsten Filme aller Zeiten sind allesamt Grenzerfahrungen, die man nie wieder vergisst.

    IFC Midnight

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 10:
    The Human Centipede 2 (2011)

    Regie: Tom Six

    Mit: Laurence R. Harvey, Ashlynn YennieDominic Borrelli

    „Schmutzig, offensiv brutal und abstoßend nihilistisch“, heißt es in unserer vernichtenden 0,5-Sterne-Kritik zu „The Human Centipede 2“, der damit zwar nicht besser als sein Vorgänger, zweifelsohne aber verstörender ist. Während „The Human Centipede“ nämlich allen voran mit seiner kranken Prämisse für Furore sorgte, dreht Regisseur Tom Six bei Teil 2 gehörig an der Gewaltschraube – und lieferte einen der widerwärtigsten Filme der jüngeren Vergangenheit ab, für den nicht einmal eine Indizierung reichte. Die Uncut-Version von „The Human Centipede 2“ ist in Deutschland beschlagnahmt.

    Zu diesem Film haben wir leider keinen Kauf-Link oder Trailer.

    Der Mittelteil der Trilogie ist nicht nur in schwarz-weiß gedreht (es gibt mittlerweile auch eine Farbfassung), sondern spielt außerdem auf Metaebene – und dreht sich um einen Fan des ersten Films, der das Vorhaben des von Dieter Laser gespielten Dr. Heiter, eine Reihe von Menschen an Mund und Anus miteinander zu verbinden, auf die nächste Stufe heben will. Neben brutalen Höhepunkten wie einer Vergewaltigung mit einem mit Stacheldraht umwickelten Penis sind es die vielen kleinen perfiden Quälereien im Film, die sich nachhaltig ins Gedächtnis brennen – etwa wenn die Opfer Gurgelgeräusche von sich geben, wenn ihnen die Zähne in den Rachen fallen, die ihnen gerade mit einem Hammer ausgeschlagen wurden.

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 9:
    Aftermath (1994)

    Regie: Nacho Cerdà

    Mit: Pep Tosar

    Regisseur Nacho Cerdà verzichtet in seinem Kurzfilm auf die oft sensationsgeilen Stilmittel des Exploitation-Kinos – weswegen „Aftermath“ auch ganz besonders schockt. Denn die abgebildete Realität ist einfach verdammt nah an der Wirklichkeit.

    Im Zentrum des 30-minütigen Kurzfilms, der ohne Dialoge auskommt, steht ein Gerichtsmediziner, der eine Frauenleiche erst obduziert, bevor er sie auch noch verstümmelt – und sie dann auch noch missbraucht. Und als wäre das noch nicht genug, nimmt er ihr Herz auch noch mit nach Hause, damit sein Hund auch noch etwas davon hat…

    Zu diesem Film haben wir leider keinen Kauf-Link oder Trailer.

    DVD-Sammler erinnern sich womöglich noch an die 2006 erschienene Limited Edition zu „Aftermath“, die mit „The Awakening“ und „Genesis“ nicht nur auch die beiden anderen Teile von Cerdàs Kurzfilm-Schocker-Trilogie enthält, sondern auch in einer schicken Box daherkommt – inklusive Leichenfigur!

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 8:
    DAU: Degeneration (2020)

    Regie: Ilya Khrzhanovsky

    Mit: Teodor Kurentzis, Radmila SchiogolevaMaksim Kuzmenko

    Was als einfacher Film um den sowjetischen Physiker und Nobelpreisträger Lew Landau begann, avancierte in über 15 Jahren zu einem der außergewöhnlichsten Kunstprojekte der Filmgeschichte: So entstanden am Ende über 700 Stunden Filmmaterial, aus dem insgesamt 13 Filme geschaffen wurden. Darauf zu sehen: Vorwiegend Laiendarsteller, die nicht nur für die Dreharbeiten ans Set kamen, sondern dort tatsächlich ihr Leben verbrachten. Dass es in der hermetisch abgeriegelten Welt auch zu diversen Missbrauchsfällen kam, wie berichtet wird, lässt sich von außen zwar schwer überprüfen, kann man sich anhand dessen, was in den Filmen gezeigt wird, allerdings gut vorstellen.

    ›› "DAU. Degenertation" als VOD

    Von den erschienenen Filmen ist keiner so explizit, so verstörend, so ausufernd wie der sechsstündige „DAU. Degeneration“. Hier, wo Wahrheit und Fiktion verschwimmen, wo echte Neo-Nazis wie Maxim Martsinkevich Tiere vor laufender Kamera bestialisch ermorden und Frauen stets als unterwürfige Objekte behandeln, tut das Zuschauen besonders weh. Spätestens beim nihilistisch-blutrünstigen und verabscheuungswürdigen Finale hat man allerdings direkt wieder vergessen, dass „DAU. Degeneration“ tatsächlich auch jede Menge spannende Ansätze hat…

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    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 7:
    Nackt und zerfleischt (1980)

    Regie: Ruggero Deodato

    Mit: Robert Kerman, Francesca CiardiPerry Pirkanen

    Ruggero Deodatos Found-Footage-Horror-Kultfilm ist einer der umstrittensten Filme der 1980er: Nach seinem Erscheinen wurde der Kannibalen-Schocker in so ziemlich jedem Land der Erde verboten oder – wie in Deutschland – auf den Index gesetzt. Deodato selbst musste sogar vor Gericht, weil nach der Sichtung von „Nackt und zerfleischt“ angenommen wurde, dass beim Dreh des Films tatsächlich Menschen ums Leben kamen – etwa eine Frau gepfählt wurde.

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    Verstörend ist der international als „Cannibal Holocaust“ bekannte Film aber vor allem aufgrund seiner Szenen, in denen Tiere gequält werden. Wenn das Kamerateam im Film nämlich unter anderem eine lebendige Schildkröte auseinandernimmt, ist das nämlich sehr wohl echt. Diese Szenen aus „Nackt und zerfleischt“ werden deshalb selbst von noch so eingefleischten Genre-Fans kritisiert – und verhalfen ihm am Ende auch zu seinem Platz in dieser Liste.

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 6:
    Die „Vomit Gore“-Trilogie (2006/2008/2010)

    Regie: Lucifer Valentine

    Mit: Ameara Lavey

    Bestehend aus den experimentellen Low-Low-Budget-Streifen „Slaughtered Vomit Dolls“, „ReGOREgitated Sacrifice“ und „Slow Torture Puke Chamber“ hat sich die „Vomit Gore“-Trilogie von Lucifer Valentine ihren Platz in dieser Liste redlich verdient. Immerhin erbrechen sich die Darsteller die gesamten drei Filme hindurch, als ob es kein Morgen gäbe. Und nein, das Ganze ist nicht gespielt oder getrickst, sondern echt!

    Zu diesen Filmen haben wir leider keinen Kauf-Link.

    Aber wozu das Ganze? Nun, Regisseur Valentine ist emetophil – wird also durch Erbrochenes sexuell erregt. Wer seine Neigung allerdings nicht teilt, wird die Filme womöglich nicht bis zum Ende durchhalten, ohne selbst über der Toilettenschüssel zu hängen. Und dann sind da ja auch noch die ganzen Verstümmelungen…

    Weiter geht es auf der nächsten Seite mit den Plätzen 5 bis 1...

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