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    Nach dem Cliffhanger-Ende von "Sweet Tooth": Staffel 2 könnte noch dramatischer werden – aber kommt sie überhaupt?
    Von Markus Trutt — 11.06.2021 um 15:00

    Noch ist unklar, ob die neue Netflix-Serie „Sweet Tooth“ eine zweite Staffel bekommt. Nach dem offenen Ende von Staffel 1 kann man es Fans der Comic-Adaption aber nur wünschen. Das Grundgerüst für den Fortlauf der Story gibt es immerhin schon...

    Kirsty Griffin / Netflix

    Achtung, es folgen Spoiler zum Ende der ersten Staffel „Sweet Tooth“!

    Sweet Tooth“ ist ganz eindeutig auf mehrere Staffeln ausgelegt, das macht das Finale von Season 1 mehr als klar. Und tatsächlich wurde mit den ersten acht Folgen der Netflix-Serie auch nur ein Teil der gleichnamigen Comic-Vorlage von Jeff Lemire adaptiert.

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    Da die Serie zwar die Prämisse und die wichtigsten Figuren der abgründigeren Comics übernimmt, in vielen Dingen ansonsten aber auch von ihnen abweicht, ist noch nicht absehbar, ob sich die Handlung der Serie genauso entwickelt wie in der Vorlage, auch wenn zumindest die Eckpunkte beibehalten werden dürften. Das Finale der ersten Serienstaffel selbst liefert aber auch so schon gute Anhaltspunkte dafür, was uns in Staffel 2 erwarten könnte...

    Dramatische Rettungsaktion

    Am Ende der ersten „Sweet Tooth“-Staffel sieht es für den Mensch-Hirsch-Hybriden Gus (Christian Convery) nicht gerade rosig aus. Kurz nachdem er die Wahrheit über seine Laborherkunft erfahren hat, wird er von den Hybridjägern der Last Men gefangen genommen und in die Forschungseinrichtung gebracht, in der Dr. Singh (Adeel Akhtar) auf der Suche nach einem Heilmittel für das Virus, das die Menschheit heimsucht, an Hybriden experimentiert.

    Eine positive Note hat das Ganze trotz der finsteren Aussichten dennoch: Gus ist endlich unter seinesgleichen und glücklich, eine neue „Familie“ gefunden zu haben, bei der er sich wohl fühlt.

    Netflix
    Gus (Christian Convery) macht endlich Bekanntschaft mit anderen Hybriden.

    Umso stärker dürfte Gus‘ Motivation sein, gemeinsam mit den anderen gefangenen Hybrid-Kindern einem tödlichen Dasein als Versuchskaninchen zu entgehen. Und es bildet sich auch bereits ein Silberstreif am Horizont: Nachdem Gus‘ Beschützer Jepperd (Nonso Anozie) von den Last Men angeschossen wurde, nimmt sich Aimee (Dania Ramirez) seiner Wunden an und fasst den Entschluss, die Kinder vor ihrem Schicksal zu retten. Schließlich hat auch sie ihre Schützlinge, denen sie Zuflucht in einem Zoo gewährte – darunter ihre Adoptivtochter Wendy (Naledi Murray) –, an die Last Men verloren.

    Aimee und Jepperd dürften in der zweiten „Sweet Tooth“-Staffel also alles daran setzen, Gus und Co. zu befreien. Aber auch Gus selbst könnte hier von innen heraus einen entscheidenden Beitrag leisten. So wäre es durchaus denkbar, dass er dem von ihm ohnehin schon äußerst faszinierten Dr. Singh weiter zuredet und an sein Gewissen appelliert. Singh führt seine Hybrid-Experimente schließlich auch nur deswegen durch, weil er darin den einzigen Weg sieht, seiner erkrankten Frau zu helfen, ist dabei jedoch von Anfang an von Zweifeln geplagt. Womöglich überzeugt Gus ihn in Staffel 2 dann endgültig davon, die Versuche einzustellen und sich gegen Last-Men-Anführer General Abbot (Neil Sandilands) zu stellen.

    Im Idealfall findet sich eine andere Lösung zur Heilung der weltweit grassierenden Virus-Krankheit. Zumindest würden wir in Staffel 2 nach den ersten Puzzlestücken noch mehr über den Ursprung der Pandemie und der Hybride sowie ihrer Verbindung zueinander erfahren. Antworten dürfte hier vor allem Gus‘ „Mutter“ Birdie aka Gertrude (Amy Seimetz) liefern, die sich als Genetikerin offenbar in einer Forschungsstation in Alaska aufhält und in der letzten Szene von Staffel 1 von Hybrid-Unterstützerin Bear (Stefania LaVie Owen) kontaktiert werden konnte.

    Ereilt "Sweet Tooth" das "Jupiter's Legacy"-Schicksal?

    Bislang hat Netflix noch keine zweite Staffel von „Sweet Tooth“ bestellt. Da die Serie nun schon seit mehreren Tagen ganz weit oben in der Netflix-Top-Ten der aktuell meistgeschauten Inhalte rangiert, kann zumindest gehofft werden, dass die Serie genügend Zuschauer*innen findet, um den Streamingdienst zu einer Verlängerung zu bewegen.

    Allerdings ist eine prominente Platzierung in besagter Top-Liste noch längst kein Garant für eine Fortsetzung, wie jüngst erst die nach nur einer Staffel abgesetzte Superhelden-Serie „Jupiter’s Legacy“ bewies. Eine Rolle spielen hierbei auch immer die Kosten eines Projekts und ähnlich wie „Jupiter’s Legacy“ dürfte auch die unter anderem von Marvel-Star Robert Downey Jr. produzierte Comic-Adaption „Sweet Tooth“ nicht gerade billig gewesen sein.

    Auf der Habenseite hat das dystopische Coming-of-Age-Abenteuer aber zumindest die vielen positiven Kritiken, die dazu beitragen könnten, die Beliebtheit der Serie in den kommenden Wochen konstant aufrechtzuerhalten und so ihre Zukunft zu sichern.

    Lohnt sich "Sweet Tooth" auf Netflix? So gut ist die DC-Serie von Marvel-Star Robert Downey Jr.

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