Mein Konto
    TV-Tipp: Eine der fiesesten Stephen-King-Verfilmungen aller Zeiten – mit Ekelgarantie!
    13.10.2021 um 12:20
    Pascal Reis
    Pascal Reis
    -Redakteur
    Ob "Rosemaries Baby", "Halloween", "Cannibal Holocaust" oder "Scream": Pascal liebt das Horrorkino in seiner ganzen verstörenden Schönheit.

    Mit „Der Nebel“ hat Frank Darabont nach „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“ noch einmal bewiesen, dass er ein echter Stephen-King-Spezialist ist. Der starke Sci-Fi-Horror, der am Mittwoch im TV ausgestrahlt wird, ist unheimlich und verstörend.

    Leonine

    Eine wirklich gelungene Stephen-King-Adaption ist ein seltenes Gut in der Filmwelt. Auf Frank Darabont war in dieser Hinsicht jedoch immer Verlass. Nach den untypischen Gefängnisdramen „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“, die beide zu Recht mit Lob überschüttet wurden, nahm sich der Regisseur 2007 mit „Der Nebel“ eines eher klassischen Stephen-King-Horror-Stoffs an – und überzeugte erneut.

    Den schaurigen Sci-Fi-Horror könnt ihr heute, am 13. Oktober, um 22:15 Uhr auf Tele 5 sehen - oder ihr holt euch „Der Nebel“ einfach auf Blu-ray oder DVD ins Heimkino.

    ›› "Der Nebel" auf Blu-ray bei Amazon*

    Darum geht es in "Der Nebel"

    Niemand weiß, wo genau er herkommt, doch plötzlich ist er da: Der weiße Nebel, der den Bewohnern einer amerikanischen Kleinstadt nicht nur die Sicht, sondern auch die Nerven und nach und nach den Verstand raubt. David Drayton (Thomas Jane) ist mit seinem Sohn Billy (Nathan Gamble) gerade in einem Supermarkt, als die Straßen komplett vom weißen Dunst verschluckt werden. Ein älterer Mann stürzt in den Laden und erzählt von Kreaturen, die er im Nebel gesehen hat.

    Die ratlosen Anwesenden wollen dem Ganzen natürlich keinen Glauben schenken, verschanzen sich aber sicherheitshalber in dem Geschäft und versuchen, die Zeit einfach abzusitzen, bis sich alles wieder normalisiert hat. Doch bald fordern Monsterattacken die ersten Opfer, während die internen Konflikte unter den Menschen im Supermarkt ebenfalls nicht lange auf sich warten lassen. Die religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody (Marcia Gay Harden) wird dabei zur spalterischen Triebfeder – und ist alsbald der Überzeugung, Gott ein Menschenopfer darreichen zu müssen...

    Dieses fiese Ende werdet ihr nie vergessen

    Wer sich ein wenig durch das Stephen-King-Schaffen gearbeitet hat, der weiß, dass der Mann ein hervorragender Horror-Literat ist, oftmals aber auf den letzten Metern etwas Enttäuschung bei seiner Leserschaft zurücklässt. Zu selten gelingt es ihm, seine – eigentlich – großartigen Bücher auch mit einem entsprechend würdigen Ende zu veredeln. In „Der Nebel“ ist das anders – und Frank Darabont setzt das verstörend-grausame Finale der Vorlage so eindrucksvoll und erschütternd um, dass es einem schier die Sprache raubt.

    Bisweilen krankt „Der Nebel“ aber an einem obligatorischen Ensemblefilm-Problem. Die offizielle FILMSTARTS-Kritik, die dem Sci-Fi-Horror gute 3,5 von 5 Sternen gibt, hält diesen Umstand folgendermaßen fest: „Einige der Figuren, z.B. Davids Nachbar, werden nur am Rande gestreift, sodass diese, eigentlich interessanten Charaktere, nur ein Schattendasein führen. […] Das ist sehr bedauerlich, denn gerade ein Film wie ‚Der Nebel‘ , der die Einheit von Ort, Zeit und Handlung wahrt […] ist auf starke Charaktere angewiesen.“

    "Midnight Mass" auf Netflix: Die Horror-Serie steckt voller versteckter Stephen-King-Verweise

    Dass Darabont den Geist der King-Vorlage dennoch trifft, liegt auch an der betonten Darstellung von Gewalt, die „Der Nebel“ teils sehr eklig aufbereitet: „Abgetrennte Unterleiber, deformierende Schwellungen, hochgradige Verbrennungen und Kopfschüsse – all das gibt es explizit zu sehen. Man merkt ganz deutlich, dass Darabont eigentlich ein Kind des Horrorgenres ist.“ Wer nicht völlig hartgesotten ist, dürfte hier schon mal zusammenzucken. Schade ist nur, dass das einfallsreiche Design der Monster bisweilen unter der Künstlichkeit der Computereffekte leidet.

    Nichtsdestotrotz ist „Der Nebel“ eine der gelungensten Stephen-King-Adaptionen, wie die Kritik noch einmal zusammenfasst: „Es gibt schwarzen Humor, wirkungsvolle Schockeffekte, subtile Andeutungen auf US-amerikanische Befindlichkeiten und solide inszenierten Grusel. Kein Meisterstück, aber guter Fantasy-Horror mit einer sozialkritischen Note.

    *Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top