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    MyFrenchFilmFestival 2022: Einige der besten französischsprachigen Filme der letzten Jahre – jetzt online streamen!
    14.01.2022 um 15:00
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Hat im letzten Jahr mehr als 800 Filme gesehen - und jede Minute davon genossen, selbst wenn der Film gerade nicht so gut war.

    Vom 14. Januar bis 14. Februar 2022 findet bereits zum zwölften Mal das Online-Filmfestival MyFrenchFilmFestival statt – diesmal mit 8 Langfilmen und 17 Kurzfilmen. Ein Festivalpass für alle Filme kostet 7,99 Euro.

    MyFrenchFilmFestival

    Etwa 60 Millionen Abrufe haben die ersten elf Ausgaben des weltweit online stattfindenden MyFrenchFilmFestival bereits generiert – und auch in diesem Jahr werden wieder eine Menge dazukommen, denn das Festival bietet auch 2022 wieder einige der stärksten und faszinierendsten Arbeiten, die das aktuelle französische (Kurz-)Filmschaffen zu bieten hat.

    Während Langfilme 1,99 Euro pro Stück (oder 7,99 Euro für alle zusammen) kosten, sind die Kurzfilme weltweit kostenlos abrufbar. Hier könnt ihr im Programm des Festivals stöbern, das FILMSTARTS auch in diesem Jahr wieder als offizieller Medienpartner unterstützt:

    » Das Programm auf der Webseite von MyFrenchFilmFestival

    Bei den Langfilmen wie den Kurzfilmen (alle nach Wunsch auch mit deutschen Untertiteln verfügbar) gibt es zudem ein Wettbewerbsprogramm – wobei hier nicht nur eine internationale Jury von Filmschaffenden sowie eine Auswahl von Filmkritiker*innen ihre Preise vergeben, auch ihr könnt nach dem Schauen direkt selbst Einfluss darauf nehmen, welche Filme am Ende des Festivals mit Preisen ausgezeichnet werden.

    Die acht Langfilme bei MyFrenchFilmFestival 2022

    Nadia, Butterfly“ von Pascal Plante: Sie ist die erste kanadische Schwimmerin seit Jahrzehnten, die tatsächlich mal wieder Chancen auf eine Olympische Medaille hat. Trotzdem will Nadia (gespielt von Star-Schwimmerin Katerine Savard) den Sport bereits mit Anfang Zwanzig wieder an den Nagel hängen. Im Olympischen Dorf in Tokio hadert sie mit ihrer Entscheidung – und dem ständigen Druck, der auch nach ihrem allerletzten Wettkampf nicht sofort von ihr abzufallen scheint. Ein regelrecht hypnotisches Drama, das in seinen Sportszenen zudem so real wirkt, dass man sie auch für dokumentarische Aufnahmen halten könnte (dabei haben die Spiele gar nicht wie geplant und im Film dargestellt 2020, sondern wegen Corona erst 2021 stattgefunden).

    » Hier könnt ihr euch "Nadia, Butterfly" ansehen

    Ein Land, das sich für weise hält“ von David Dufresne: Die französische Dokumentation „Ein Land, das sich für weise hält“, die 2020 in die Reihe Director’s Fortnight beim Filmfestival in Cannes eingeladen wurde, ist aufgrund der Corona-Pandemie heute fast noch hochaktueller als bei ihrer Premiere. Thema des Films ist die Reaktion des Staates auf unerwünschte Demonstrationen – dabei stellt David Dufresne unbequeme und schmerzhafte Fragen zur generellen Legitimation des staatlichen Gewalteinsatzes.

    » Hier könnt ihr euch "Ein Land, das sich für weise hält" ansehen

    Auf Kollisionskurs“ von Guillaume Brac: Das französische Kino ist legendär für seine sommerlichen Urlaubskomödien (was wohl auch ganz einfach daran liegt, dass die Sommerferien in der französischen Kultur noch mal einen sehr viel höheren Stellenwert einnehmen als etwa in Deutschland). In „Auf Kollisionskurs“ prallen nun eine Gruppe junger Menschen aus den verschiedensten sozialen und kulturellen Verhältnissen im sonnigen Südosten Frankreichs aufeinander...

    » Hier könnt ihr euch "Auf Kollisionskurs" ansehen

    Dement im Leben“ von Ann Sirot und Raphaël Balboni: Die sonst so charismatische Suzanne (Jo Deseure) verhält sich plötzlich immer schrulliger. Als sich ihre Demenz weiter verschlimmert, braucht sie schon bald genauso viel Pflege wie das Kind, das sich ihr Sohn Alex (Jean Le Peltier) und ihre Schwiegertochter Noémie (Lucie Debay) eigentlich gewünscht haben. Trotzdem ist „Dement im Leben“ kein trockenes Drama – sondern eine vor Leben sprühende Tragikomödie, die die düsteren Seiten der Krankheit ernst nimmt, ohne sich von ihr total runterziehen zu lassen...

    » Hier könnt ihr euch "Dement im Leben" ansehen

    Indes Galantes“ von Philippe Béziat: Mit einer neuen Generation von Tänzer*innen wird 2019 an der Oper in Paris die klassische Lesart der französischen Kolonialgeschichte in Frage gestellt. Die Rameau-Oper „Les Indes Galantes“ aus dem Jahr 1735 befeuerte noch den Mythos des „edlen Wilden“ – eines von vielen längst überholten Kolonial-Klischees, mit denen in der Opern-Doku „Indes Galantes“ nun tänzerisch wie musikalisch aufgeräumt wird...

    » Hier könnt ihr euch "Indes Galantes" ansehen

    Playlist“ von Nine Antico: In dieser warmherzig-verspielten Hommage an die Nouvelle Vague taucht Regisseurin Nine Antico in den Alltag zweier Frauen auf der Suche nach beruflicher wie romantischer Erfüllung ein. Wie so viele Filme der Nouvelle Vague lassen sich dieFiguren auch in dieser Komödie entspannt-lässig durch einen Film treiben, der zwar Schwarz-Weiß und im selben Moment trotzdem hochmodern ist...

    » Hier könnt ihr euch "Playlist" ansehen

    Honigzigarre“ von Kamir Aïnouz: Im Paris des Jahres 1993 erlebt die 17-jährige Selma (Zoé Adjani) ihr intellektuelles wie sexuelles Erwachen, als sie sich in einen Jungen verliebt und ihr dabei erst so richtig bewusst wird, was für ein Patriarchat selbst in ihrer bürgerlich-weltlichen Familie noch herrscht – von Algerien, dem Herkunftsland ihrer Eltern, wo gerade der radikale Islamismus tobt, mal ganz zu schweigen...

    » Hier könnt ihr euch "Honigzigarre" ansehen

    Der Nachtarzt“ von Elie Wajeman: Mikaël (Vincent Macaigne) fährt als Nachtarzt durch Paris. Während er seine oft verzweifelten Patient*innen behandelt, muss er sich auf den Fahrten dazwischen nicht nur um seine privaten Probleme kümmern, sondern auch damit klarkommen, dass es offenbar die Drogenmafia auf ihn abgesehen hat, seit er sich weigert, falsche Rezepte für Heroin-Ersatzstoffe auszustellen.

    » Hier könnt ihr euch "Der Nachtarzt" ansehen

    Der in einer einzigen Nacht spielende „Der Nachtarzt“ lebt dabei vor allem von seiner intensiv-treibenden Atmosphäre und Hauptdarsteller Vincent Macaigne, der einen mit Mikaël trotz all seiner Fehler und moralisch ambivalenten Entscheidungen in jeder Sekunde mitfiebern lässt.

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