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    "Star Wars"-Star Temuera Morrison kritisiert seinen "Boba Fett"-Auftritt: "Ich rede viel zu viel"
    19.02.2022 um 14:00
    Benjamin Hecht
    Benjamin Hecht
    -Redakteur
    Liebt Episode I-VI, „Clone Wars“ und „The Mandalorian“. Die Sequel-Trilogie war für „Star Wars“-Fan Benjamin aber eine riesige Enttäuschung.

    In „Das Buch von Boba Fett“ zeigt sich der einst so wortkarge Ex-Kopfgeldjäger von seiner gesprächigen Seite. Darsteller Temuera Morrison war schon beim Dreh unzufrieden mit dieser Entwicklung und versuchte die Pläne des Showrunners zu sabotieren.

    Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Das Buch von Boba Fett“ auf Disney+ war ein ganz merkwürdiges Erlebnis für viele „Star Wars“-Fans – und das nicht nur, weil zwischendurch knallbunte Space-Vespas durch Mos Espa tuckerten und die Titelfigur der Serie für zwei komplette Episoden fast gar nicht auftauchte. Auch die Darstellung der Figur Boba Fett (Temuera Morrison) ist nicht das, womit viele „Star Wars“-Fans der ersten Stunde gerechnet haben, wurde der Mann mit der mandalorianischen Rüstung doch ursprünglich als effizienter, schweigsamer Kopfgeldjäger eingeführt – und plötzlich hat er eine Hauptrolle und redet am laufenden Band.

    Selbst Temuera Morrison ist nicht ganz zufrieden damit, wie Boba Fett in der Disney+-Serie dargestellt wurde. Seine Bedenken äußerte er bereits beim Dreh.

    Temuera Morrison "Ich rede viel zu viel"

    In einem Interview mit dem Popkultur-Magazin NME, das bereits Mitte Januar veröffentlicht wurde, äußert der Hauptdarsteller ungewöhnlich deutliche Kritik an der „Boba Fett“-Serie: „Ich rede viel zu viel. Tatsächlich habe ich anfangs versucht, meine Zeilen an [Fennec-Darstellerin] Ming-Na [Wen] weiterzugeben: ‚Entschuldigung, Regisseur. Ich glaube wirklich, dass Ming-Na diesen Zeilen sagen sollte. Denn ich will geheimnisvoll bleiben, ruhig bleiben.‘“

    Als Showrunner Jon Favreau abwesend war, habe Temuera Morrison sogar versucht, ein Crewmitglied davon zu überzeugen, seine Dialoge zu kürzen. Sehr wahrscheinlich meint er hiermit Noah Kloor, ein Mitglied des Autorenstabs von „Das Buch von Boba Fett“. Morrison erzählt die Anekdote wie folgt:

    „‚Noah, diese Szene morgen. Ich spreche zu viel! Dieser Typ redet nicht so viel! Schau, ich hab all diese Sätze. Ich glaube, wir sollten die loswerden. Jon [Favreau] ist in Atlanta, also sag ihm nichts davon.‘“

    Doch der Plan ging nicht auf, wie Morrison ergänzt: „Am nächsten Morgen bekomme ich einen Anruf aus Atlanta: ‚Jon möchte, dass du den gesamten Dialog aufsagt. Er schneidet ihn dann später raus.‘“

    Ein bisschen unzufrieden ist der "Boba Fett"-Star noch immer

    Ob Jon Favreau anschließend wirklich auf den Wunsch des „Boba Fett“-Darstellers eingegangen ist und bestimmte Dialogzeilen entfernt an, verrät Temuera Morrison im Interview nicht. Das Vorgehen, lieber erstmal zu viel aufzunehmen, damit man in der Postproduktion mehr Auswahl hat, ist üblich. Dass dabei nicht jede Dialogzeile in der fertigen Serie verwendet wird, ebenso.

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    Fakt ist jedoch, dass Boba Fett in seiner Disney+-Serie deutlich gesprächiger ist, als bei seinen ersten Auftritten in den „Star Wars“-Episoden 5 und 6. Die einst so undurchsichtige Figur wird damit entmystifiziert und auch unter den Fans gibt es nicht wenige, die genau das bemängeln.

    Insgesamt gesteht Temuera Morrison dann aber doch: „Ich musste zu sprechen anfangen. Wir mussten die Lücken füllen und ein wenig Informationen geben. [...] Aber ja: Ich denke, ich habe ein bisschen zu viel gesprochen.“

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